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Corona hat dramatische "Nebenwirkungen"

Die Corona-Krise könnte in ärmeren Ländern nach Einschätzung von Experten zu einem drastischen Anstieg der Todesfälle auch durch Malaria, HIV und Tuberkulose führen. In Gebieten, in denen diese Infektionskrankheiten häufig vorkommen, könnten Gesundheitssysteme und Medikamenten-Versorgung ernsthaft gestört werden, warnen Forscher vom Imperial College London in einer neuen Studie. Aus Angst vor einer Corona-Infektion mieden viele Menschen Arztpraxen und Krankenhäuser, heißt es darin.

Mycobacterium Tuberculosis (picture-alliance/BSIP/NIAID)

“Mycobacterium Tuberculosis” – der wichtigste Erreger der Tuberkulose beim Menschen

Tödliche Szenarien

Für die Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift “Lancet Global Health” veröffentlicht wurde, untersuchte das Wissenschaftler-Team verschiedene Modellberechnungen. Am folgenreichsten wären demnach Unterbrechungen der antiretroviralen Behandlung für HIV-Infizierte: In Teilen des südlichen Afrika könnten dann bis zu zehn Prozent mehr Menschen an AIDS sterben als ohne die COVID-19-Pandemie.

Die Todesfälle durch Tuberkulose im südlichen Afrika könnten im schlimmsten Szenario um 20 Prozent zunehmen. Nach wie vor ist Tuberkulose die weltweit tödlichste Infektionskrankheit. Die Zahl der Malaria-Toten könnte laut der Studie allein durch die Unterbrechung von Kampagnen zur Verteilung von Moskitonetzen um 36 Prozent steigen.

Medizin Forschung l Mücke der Gattung «Anopheles gambiae» (picture alliance/dpa/S. Morrision)

“Anopheles gambiae” – die Mücke ist eine bekannte Malaria-Verbreiterin

Sowohl gegen HIV als auch gegen Tuberkulose und Malaria gibt es mittlerweile kostengünstige und wirksame Behandlungs- und Präventionsmittel. Dennoch sterben weltweit jedes Jahr mehrere Millionen Menschen an diesen Krankheiten, die überwiegende Mehrheit davon in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen.

wa/sti (afp)

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Erste arabische Mars-Mission mit Startproblem

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die erste arabische Mars-Mission wegen schlechten Wetters verschoben. Der Start der Rakete mit der Mars-Sonde “Al-Amal” (“Hoffnung”) vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima könne wegen der meteorologischen Bedingungen nicht wie geplant am Mittwoch 05.51 Uhr (Ortszeit, 22.51 Uhr MESZ an diesem Dienstag) stattfinden, teilte die Regierung der Emirate via Twitter mit. Als neuer Starttermin wurde inzwischen Freitagmorgen (Ortszeit) festgelegt. 

Nach den Plänen der Emirate soll “Al-Amal” von Februar an den Roten Planeten umrunden. Aufgabe der 1350 Kilogramm schweren Sonde ist es, ein umfassendes Bild der Mars-Atmosphäre und seiner meteorologischen Dynamik zu liefern. Sie soll dabei von einem besonders günstigen Startfenster profitieren: Mit rund 55 Millionen Kilometern kommt der Mars der Erde derzeit so nah wie nur alle 26 Monate.

Der Mars - nun auch ein Zielobjekt der arabischen Weltraumforschung (Foto: picture-alliance/S. Decoret)

Der Mars – nun auch ein Zielobjekt der arabischen Weltraumforschung

Hinter der Mission steht ein ehrgeiziges Ziel der Emirate: In knapp hundert Jahren wollen sie eine Siedlung auf dem Mars errichten. Die Mission soll aber nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse bringen, sondern auch Wirtschaft und Bildung der Vereinigten Arabischen Emirate positiv beeinflussen. Sie wollen unabhängiger vom Erdöl werden. In den vergangenen Jahren steckten die Emirate daher immer mehr von ihren Öleinnahmen in neue Technologien und konnten auf diese Weise auch ein erfolgreiches Satellitenprogramm starten.

Mit “Al-Amal” will das arabische Land schließlich auch in einen exklusiven Club aufgenommen werden: Bisher gelangen nur den USA, Indien, der früheren Sowjetunion und der Europäischen Weltraumagentur (ESA) Missionen mit Mars-Sonden.

Landefahrzeug für den chinesischen Mars-Rover (picture-alliance/dpa/Chinese State Administration of Science, Technology and Industry for National Defence)

Computersimulation des chinesischen Mars-Rovers “Tianwen-1″

Neben den Vereinigten Arabischen Emiraten wollen in diesem Monat auch China und die USA neue Mars-Missionen starten. Die Volksrepublik will ihren kleinen ferngesteuerten Rover “Tianwen-1″ zwischen dem 20. und 25. Juli auf die rund sechsmonatige Reise schicken und damit erstmals den Mars erreichen. “Tianwen” bedeutet “Fragen an den Himmel”.

Das ehrgeizigste Vorhaben verfolgt die US-Weltraumbehörde NASA mit “Mars 2020″. Ihr Rover soll ein ganzes Mars-Jahr, also rund 690 Tage auf Erden, dort verbringen und trägt daher den Namen “Perseverance” – zu Deutsch “Ausdauer”. Durch das Sammeln von Gesteins- und Bodenproben im bislang unerforschten Jezero-Krater soll er Rückschlüsse auf Lebensformen ermöglichen, die es womöglich früher auf dem Mars gab. Die Rakete mit dem Rover wird frühestens am 30. Juli von Cape Canaveral aus starten.

Der NASA-Rover Perseverance (Foto: NASA/JPL-Caltech)

Der NASA-Marsrover “Perseverance”

Der Mars weckt unter anderem deshalb so viel Interesse, weil vor einigen Jahren nachgewiesen wurde, dass einst Wasser – der Ursprung des Lebens – auf seiner Oberfläche floss. Abgesehen von der Erde sei der Mars “der einzige Planet, bei dem wir Anzeichen früheren Lebens finden konnten”, sagt der Astrobiologe der französischen Weltraumbehörde CNES, Michel Viso. “Und je mehr wir darüber lernen, desto mehr Hoffnung gibt es.” Bei der Erforschung des Mars habe es den Anschein, “dass gerade etwas Aufregendes passiert und die Menschen wollen ein Teil davon sein.” Das Fernziel seien aber bemannte Missionen zum Roten Planeten, so Viso weiter. “Das stellt die ‘ultimative Grenze’ der Erkundung des Weltraums dar.”

sti/wa (afp,dpa)

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Peking verdammt Vorwahlen der Opposition in Hongkong

China hat die von der pro-demokratischen Opposition in Hongkong abgehaltenen Vorwahlen als “schwere Provokation” bezeichnet. ”Das Ziel des Organisators Benny Tai und des Oppositionslagers ist es, die herrschende Macht von Hongkong zu ergreifen und eine Hongkong-Version der ‘farbigen Revolution’ zu bewerkstelligen”, erklärte der Leiter des chinesischen Verbindungsbüros in der Sonderverwaltungszone, Luo Huining. Benny Tai ist ein bekannter Demokratie-Aktivist und Juraprofessor an der Universität von Hongkong (HKU).

Er ist einer der treibenden Kräfte bei den Vorwahlen der Opposition: der Hongkonger Rechtsprofessor Benny Tai (Foto: DW/Vivien Wong)

Er ist einer der treibenden Kräfte bei den Vorwahlen der Opposition: der Hongkonger Rechtsprofessor Benny Tai (M.)

Ungeachtet von Drohungen der Peking-treuen Hongkonger Regierung hatten am Wochenende mehr als 600.000 Bürger der Finanzmetropole an den Vorwahlen zur Regionalparlamentswahl im September teilgenommen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass eine Gruppe junger Demokraten, die “Lokalisten”, eine deutliche Zustimmung erhalten haben. Viele Beobachter sehen die Unterstützung der Lokalisten als symbolisches Protestvotum gegen das neue Sicherheitsgesetz.

Wahl des Legislativrats im September

Die Abstimmungen zielten darauf ab, geeignete demokratische Kandidaten für die Wahlen des Parlaments – offiziell als Legislativrat bezeichnet – im September auszuwählen. Die Aufgaben des Legislativrates liegen neben der Gesetzgebung, der Genehmigung und Überprüfung von Budgets, Steuern und öffentlichen Ausgaben auch darin, Fragen zur Arbeit der Regierung aufzuwerfen.

Der chinesischen Regierung ist daher eine mögliche Stärkung der pro-demokratischen Gruppierung ein Dorn im Auge. Luo bezeichnete den Urnengang dann auch als mutmaßlichen Verstoß gegen Artikel 22 des sogenannten Sicherheitsgesetzes. Der Artikel zielt auf die Bestrafung “subversiver” Aktivitäten gegen die “Staatsmacht” ab.

Mehr als 600.000 Menschen nahmen am Wochenende an den Vorwahlen der demokratischen Opposition in Hongkong teil (Foto: Getty Images/AFP/I. Lawrence)

Mehr als 600.000 Menschen nahmen am Wochenende an den Vorwahlen der demokratischen Opposition in Hongkong teil

Das von starker internationaler Kritik begleitete Gesetz war vor zwei Wochen in Kraft getreten. Es ist eine Reaktion der Pekinger Führung auf die monatelangen und teilweise gewalttätigen Proteste der Hongkonger Demokratiebewegung im vergangenen Jahr. Durch das Gesetz werden die Bürgerrechte in der Sonderverwaltungszone massiv eingeschränkt. Es erlaubt den chinesischen Behörden in Hongkong ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten, die aus ihrer Sicht die nationale Sicherheit bedrohen.

Das Gesetz stellt auch einen starken Eingriff in die Autonomierechte der früheren britischen Kronkolonie dar. Hongkong waren nach dem Grundsatz “Ein Land, zwei Systeme” bei seiner Übergabe 1997 an China für 50 Jahre Sonderrechte gewährt worden, darunter Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

sti/wa (afp, dpa)

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Coronavirus bremst Abschiebungen aus

“Zahlreiche Staaten verweigern weiterhin die Einreise ausländischer Staatsangehöriger oder beschränken diese auf unabdingbare, wenige Fallkonstellationen”, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das betreffe auch die Rückführung von Straftätern.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden nach offiziellen Angaben lediglich 5022 Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben, weniger als die Hälfte als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im Mai habe es sogar nur noch rund 150 Rückführungen gegeben. Die Gesamtzahl der Ausreisepflichtigen stieg demnach bis Ende Mai – innerhalb eines Jahres – von knapp 246.000 auf fast 267.000.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (picture-alliance/dpa)

Entscheidet über Asylanträge in Deutschland: das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – kurz: BAMF

Rot und Gelb statt Grün

Die Bundespolizei führt – wie es heißt – eine Liste mit 121 Zielstaaten, die nach einem Ampelsystem aufgebaut ist. Grün bedeute, dass Abschiebungen möglich seien, bei Gelb nur im Einzelfall und bei Rot seien sie untersagt. Derzeit werde kein Staat auf der Liste unter Grün eingestuft, erfuhren die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) erklärte, ihm sei wichtig, “dass wir entsprechend dem Rückgang der (Corona-)Infektionszahlen auch wieder zur Normalität bei den Abschiebungen zurückkehren”. Er sei fest davon überzeugt, “dass ein Asylsystem auf die Dauer nur dann akzeptiert wird, wenn der Rechtsstaat seine positiven wie negativen Entscheidungen auch konsequent umsetzt.”

wa/sti (epd, afp, dpa)

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USA: Boykott gegen Nahrungsmittelkonzern Goya

Die leckere Marinade für Fisch, Hähnchen oder Fleisch mit der Extraportion Pfeffer, die Fertigmischung für den besonders cremigen Pudding oder aber das schmackhafte Olivenöl aus Andalusien – in nahezu jeder lateinamerikanischen Einwandererfamilie in den USA dürften diese Lebensmittel griffbereit in der Küche stehen, Millionen Latinos sind in den Vereinigten Staaten mit ihnen groß geworden.

Auf allen diesen Produkten prangt in Großbuchstaben der Name GOYA, natürlich. Es heißt ja nicht umsonst in der Werbung: “Wenn es von Goya kommt, muss es gut sein!” Doch jetzt ist gar nichts mehr gut, was vom spanischen Nahrungsmittelriesen kommt.

Trump braucht Stimmen der Latinos

Was ist passiert? Nun, zunächst hatte Donald Trump vergangene Woche ganz überraschend seine Liebe zu Lateinamerika entdeckt. Nur noch knapp vier Monate sind es bis zu den US-Präsidentschaftswahlen, und gerade die Latino-Stimmen in umkämpften Bundesstaaten wie Arizona und Florida könnten am 3. November das Zünglein an der Waage sein.

USA, Washington I Präsident Mexiko I Andres Manuel Lopez Obrador und US-Präsident Donald Trump (picture-alliance/AP/E. Vucci)

Ziemlich beste Freunde: López Obrador und Trump ratifizieren das Freihandelsabkommen zwischen Mexiko und den USA

Und so war Mexikos Staatschef Andrés Manuel López Obrador zu Besuch im Weißen Haus, “ein guter Mann und mein Freund”, wie der US-Präsident seinen Amtskollegen aus dem Süden umgarnte. Dann setzte Trump sichtlich stolz seine Unterschrift unter eine Initiative, die den Latinos in den USA einen besseren Zugang zu Arbeit und Bildung verschaffen soll.

Doch Trump umgarnte nicht nur Obrador – sondern auch Robert Unanue mit einer Einladung ins Weiße Haus. Vielleicht dachte sich der Goya-Chef deswegen, er müsse dies alles noch toppen. Unanue verglich Trumps Schaffensgeist mit dem seines Großvaters (der 1936 Goya mit nur einem jämmerlichen US-Dollar gegründet hatte – so die Firmenlegende), forderte zum Gebet für Trump auf und umschmeichelte den US-Präsidenten mit den Worten: “Wir sind alle wirklich gesegnet, eine Führungsperson wie Präsident Trump zu haben.” Trump ließ sich nicht lumpen und revanchierte sich mit folgendem Tweet:

Beten also für den US-Präsidenten, der vor nicht allzu langer Zeit alle Mexikaner als Kriminelle und Vergewaltiger bezeichnet hatte, auf dessen Wahlkampfveranstaltungen der Schlachtruf “Baut die Mauer” immer noch ein Klassiker ist und der nicht davor zurückschreckte, bei der illegalen Einreise von Lateinamerikanern kleine Kinder wochenlang von ihren Eltern zu trennen.

Symbolbild Grenze USA - Mexiko (Reuters/J. Luis Gonzalez)

Donald Trumps größtes Wahlversprechen: der Bau einer Mauer zu Mexiko, um die illegale Einwanderung zu stoppen

Harsche Reaktionen und Boykottaufrufe

Robert Unanue versuchte noch verzweifelt die Kurve zu bekommen, indem er sagte, man könne ja schlecht einem Präsidenten absagen, wenn der einen einlade, dies habe er auch bei Barack Obama nicht gemacht. Doch da war es schon zu spät.

Die Hashtags #BoycottGoya, #GoyaFoods and #Goyaway forderten auf Twitter einen Boykott der 2500 Goya-Produkte und gingen durch die Decke. Bekannte demokratische Politiker wie Alexandra Ocasio-Cortez und Julián Castro attackierten das größte spanische Lebensmittelunternehmen in den USA aufs Schärfste.

“CEO-Chef Unanue lobt einen Präsidenten, der Latinos verunglimpft und böswillig angreift, um einen politischen Gewinn zu erzielen. US-Amerikaner sollten deshalb zweimal überlegen, bevor sie Goya-Produkte kauften”, so Castro.

United We Dream, die größte Organisation von jugendlichen Einwanderern, ging sogar noch einen Schritt weiter und startete eine Petition für den Boykott von Goya-Produkten. 

Trump-Lager bläst zum Gegenangriff

Natürlich schlug das Trump-Lager zurück. Der Sohn des Präsidenten, Donald Jr., twitterte wütend: “Die linke Mafia will eines der größten hispanischen Unternehmen Amerikas abschaffen, weil sie erkennen, dass der Präsident große Führungsstärke gezeigt hat? (nicht sehr geschickt)”.

Noch weniger geschickt war allerdings die erste Reaktion von Robert Unanue, der von einer “Unterdrückung der Meinungsfreiheit” fabulierte. Jetzt ist er verstummt - zu den Boykottaufrufen sagt der Chef des milliardenschweren Unternehmens aus New Jersey nichts mehr.

Dabei hätte alles so einfach sein können: Gegenüber der Öffentlichkeit gab Robert Unanue nämlich auch bekannt, dass der Konzern, der im März und April schon 270.000 Essen und 20.000 Masken gespendet hatte, weiterhin den Opfern der Coronakrise helfen wolle.

Soll heißen: eine Million Dosen Kichererbsen und eine knappe halbe Million Kilo an weiteren Lebensmitteln für die Ärmsten der Armen. Eigentlich eine tolle Geste. Und die perfekte PR.

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Leiche von "Glee"-Star Naya Rivera gefunden

Ein Verbrechen schließen die Ermittler derzeit aus. Sie vermuten einen Badeunfall. Es gebe keine Anzeichen für eine Gewalttat und auch keine für einen Suizid. Eine Autopsie soll die Todesursache klären.

Naya Rivera wurde seit einem Bootsausflug mit ihrem vierjährigen Sohn am vergangenen Mittwoch vermisst. Laut Polizei hatte sie ein Boot gemietet, um mit dem Kind im Lake Piru nordwestlich von Los Angeles schwimmen zu gehen. Stunden später fanden Insassen eines anderen Bootes den Vierjährigen allein, aber unversehrt an Bord, von der Mutter fehlte jede Spur. Der Junge berichtete nach Angaben der Ermittler, er und seine Mutter seien im See geschwommen. Danach sei er wieder ins Boot geklettert, seine Mutter jedoch nicht. Der Junge trug laut Polizei eine Schwimmweste. Eine weitere Weste für Erwachsene habe unbenutzt im Boot gelegen.

Vorfall bleibt rätselhaft

Seitdem suchten Rettungskräfte unter anderem mit Tauchern, Drohnen, Booten und Hubschraubern nach dem TV-Star, zunächst ohne Erfolg. Jetzt wurde der Körper der Frau nahe der Wasseroberfläche treibend entdeckt.

Schauspielerin Naya Rievera tödlich verunglückt (Getty Images/AFP/R. Beck)

Sucheinsatz am Lake Piru

In der populären Fernsehserie “Glee” (2009-2015) hatte die in Kalifornien geborene Rivera die intrigante Cheerleaderin Santana Lopez gespielt, die sich in eine Mitschülerin verliebt, aber ihre Gefühle hinter Biestigkeit und Arroganz verbirgt.

Es ist nicht das erste Drama unter den Mitwirkenden von “Glee”. 2013 war Riveras Kollege Cory Monteith mit nur 31 Jahren tot in einem Hotel im kanadischen Vancouver gefunden worden. Bei der Autopsie hatten Gerichtsmediziner einen tödlichen Mix aus Alkohol und Drogen entdeckt. Ein weiterer “Glee”-Darsteller, Mark Salling, nahm sich mit 35 Jahren das Leben.

“Glee” ist eine der erfolgreichsten Musicalserien der Welt und wurde in sechs Staffeln ausgestrahlt.

qu/ie (dpa, afp, ap)

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