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Verurteilung von Trump nicht in Sicht

Bei einer Abstimmung im US-Senat stellten sich 45 der 50 Republikaner hinter einen Antrag ihres Parteikollegen Rand Paul, dass Amtsenthebungsverfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump für verfassungswidrig zu erklären. Das lässt es zunehmend unrealistisch erscheinen, das in der Kongresskammer die für eine Verurteilung Trumps notwendige Zweidrittelmehrheit zustande kommen wird. Denn dafür müssten sich den 50 Demokraten im Senat mindestens 17 Republikaner anschließen.

Am Dienstag waren die insgesamt 100 Senatoren als Geschworene für den Impeachment-Prozess wegen “Anstiftung zum Aufruhr” vereidigt worden. Der amtierende Senatsvorsitzende Patrick Leahy nahm den 100 Parlamentariern den Eid ab, in dem Verfahren “unparteiisch Gerechtigkeit gemäß der Verfassung und dem Gesetz” zu üben. Direkt im Anschluss erläuterte Rand Paul die Auffassung vieler Republikaner, der Senat könne nur einem amtierenden Präsidenten den Prozess machen. Trump sei nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus am Mittwoch vergangener Woche aber eine “Privatperson”. Die Demokraten – und die meisten Verfassungsrechtler – widersprechen dieser Auffassung.

“Schlichtweg falsch”

Chuck Schumer, der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, nannte Pauls Argumentation “schlichtweg falsch”. Andernfalls könnte ein US-Präsident einem Amtsenthebungsverfahren und einer Ämtersperre entgehen, indem er Verbrechen gegen das Land unmittelbar vor dem Ende seiner Amtszeit verübe oder vor einem Verfahren im Senat zurücktrete, betonte Schumer.

USA Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

Nehmen in dem Verfahren die Rolle von Geschworenen ein: die Senatoren bei ihrer Vereidigung

Auch wenn Pauls Antrag letztlich mit 55:45 Stimmen abgeschmettert wurde, zeigte er sich höchst zufrieden: “45 Senatoren haben zugestimmt, dass dieser betrügerische ‘Prozess’ verfassungswidrig ist”, twitterte der Republikaner aus dem Bundesstaat Kentucky. “Das ist mehr, als wir brauchen werden, um (Trump) freizusprechen und diesen parteiischen Impeachment-Prozess zu beenden. Dieser ‘Prozess’ ist schon bei seiner Ankunft im Senat tot.”

Trump genießt an der Parteibasis noch großen Rückhalt und übt auch nach seiner Abwahl Einfluss auf die Partei aus. Viele Republikaner fürchten den Zorn des 74-Jährigen und vermeiden es deswegen, sich offen gegen ihn zu stellen – auch wenn die Erstürmung des Kapitols durch radikale Trump-Anhänger am 6. Januar bei vielen von ihnen Empörung ausgelöst hat.

wa/AR (afp, dpa)

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Der mexikanische Patient

Eigentlich war es ja unmöglich, dass sich der Mann, der bei öffentlichen Veranstaltungen nie eine Maske trug, mit dem Coronavirus anstecken konnte. Denn Andrés Manuel López Obrador hatte ja alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die seiner Meinung nach am besten gegen eine Ansteckung helfen: nicht zu lügen, nicht zu klauen und nicht zu betrügen. Die mexikanischen AHA-Regeln quasi.

Außerdem schwor der mexikanische Präsident auf ein Amulett als sein ganz persönliches Schutzschild. Auf den Märkten in Mexiko-Stadt war das López Obrador-Corona-Kit namens “Stopp, Feind!” jedenfalls der Renner: fünf schlappe Euro für eine Flasche Öl mit dem Foto des Staatschefs, ein Amulett und ein Jesusbildchen.

Es hat alles nichts genutzt: Am Sonntag teilte der 67-Jährige, der 2013 einen Herzinfarkt erlitt und unter Bluthochdruck leidet, über Twitter mit, dass er an COVID-19 erkrankt sei. “Wie immer bin ich optimistisch” erklärte der Regierungschef des Landes, das mit mehr als 150.000 Menschen die viertmeisten Corona-Toten weltweit zu beklagen hat. Er sei in ärztlicher Behandlung und habe nur leichte Symptome.

Menschen müssen zum Impfstoff kommen, nicht der Impfstoff zu den Menschen

Die Nachricht des erkrankten Präsidenten befeuert alle möglichen Verschwörungstheorien: Manche Mexikanerinnen und Mexikaner glauben, der Präsident hätte sich gar nicht angesteckt, andere, er sei schon längst geimpft worden. Auf jeden Fall kommt sie zur Unzeit, denn auch Mexiko debattiert gerade hitzig, genauso wie Deutschland, über den stotternden Impfstart. “Das letzte, was das Land jetzt gebrauchen kann, ist eine Krise, weil der Präsident nicht präsent ist”, sagt Xavier Tello.

Xavier Tello Chirurg und Gesundheitsexperte

Gesundheitsexperte Xavier Tello

Der Chirurg ist eine Art Schatten-Gesundheitsminister, sein Wort hat bei Politikern und in den Medien Gewicht – wer wissen will, was Mexiko gut bei der Corona-Bekämpfung macht und was nicht so gut läuft, muss den Gesundheitsexperten Nummer Eins im Land anrufen. “Impfdosen zu haben ist nicht das Gleiche wie zu Impfen. Was nützt der beste Impfstoff, wenn der Impfprozess nicht funktioniert? Hier gilt das Prinzip: Die Menschen müssen zum Impfstoff kommen und nicht der Impfstoff zu den Menschen.”

Lange Zeit war Mexiko mächtig stolz darauf, dass lateinamerikanische Rennen um die erste Impfung in der Region mit sage und schreibe zwölf Stunden Vorsprung vor Chile gewonnen zu haben. María Irene Ramírez, Oberschwester auf einer Intensivstation eines Krankenhauses in der Hauptstadt, wurde als erste Mexikanerin geimpft. Live im Fernsehen, von der Regierung hübsch verpackt als “erstes Weihnachtsgeschenk an das Volk”, pünktlich am 24.Dezember.

Mexiko Maria Irene Ramirez erhält erste Impfung Pfizer

Ein kleiner Pieks macht ganz Mexiko stolz: María Irene Ramírez bei ihrer Impfung in Mexiko-Stadt

Der Bestellprimus Lateinamerikas für Impfstoffe schwächelt bei der Logistik

Aber nun erreichen die Mexikaner auch weniger märchenhafte Geschichten. Von der ersten Impfgruppe, den Ärzten und Krankenpflegern zum Beispiel, die sich auf den weiten Weg zu den zu Impfzentren umfunktionierten Kasernen machen müssen und dabei einen kompletten Tag verlieren, statt auf den Intensivstationen um das Leben von Corona-Patienten zu kämpfen.

“Wir haben hier lange Schlangen von Menschen, die fünf bis sechs Stunden vor den Impfzentren warten müssen für eine Impfung von gerade einmal zehn Minuten”, kritisiert Tello, “so verspielen wir leichtfertig den Vorteil der bestellten Impfdosen, weil wir nicht über die Logistik verfügen wie zum Beispiel die USA und Israel.”

Mexiko Coronavirus - Impfung

Grüner Impfpass als Belohnung – beim Impfen in Mexiko hilft das Militär

Für seine 126 Millionen Einwohner hatte Mexiko frühzeitig bilateral Verträge mit BioNTech-Pfizer über 34,4 und AstraZeneca über 77,4 Millionen Dosen abgeschlossen. Das britisch-schwedische Vakzin soll planmäßig Ende März ins Land kommen. Zahlen, von denen andere lateinamerikanische Länder nur träumen können: Viele von ihnen sind vollkommen leer ausgegangen.

Viel Bürokratie, wenig Digitalisierung

Doch was nützen die besten Deals, wenn der Impfprozess zu langsam und bürokratisch ist. “Wir arbeiten hier mit Listen auf Papier, die kontrolliert und jedes Mal unterzeichnet werden müssen, weil wir kein digitales System für die Impfungen haben”, so Gesundheitsexperte Tello.

642.105 Impfdosen von BioNTech-Pfizer hat Mexiko in einem guten Monat verimpft. Bei der Impfquote liegt das Land damit bei gerade einmal 0,5 Impfungen auf 100 Einwohner. Zum Vergleich: Deutschland rangiert bei 2, der weltweite Impfchampion Israel bei 40. Zu wenig für die hohen mexikanischen Ansprüche.

Mexiko Corona-Pandemie | Test Mexico City

Keine Zeit für Fiestas – in Mexiko-Stadt wird gewarnt, die Ansteckungen zu vermeiden

Nur: Es wird die nächsten Wochen nicht besser. Weil die Vereinten Nationen Druck machen, auch wirtschaftlich schwächere Staaten mit dem heiß begehrten Impfstoff zu versorgen, sitzt Mexiko bei BioNTech-Pfizer in den nächsten Wochen auf dem Trockenen.

China und Russland springen beim Impfstoff ein

“Die Mexikaner, die bereits einmal geimpft wurden, werden langsam nervös, weil sie sehen, dass die zweite Impfdosis schlichtweg nicht da ist. Und bis zum 15. Februar wird es auch keine zweite Impfung von BioNTech-Pfizer geben”, sagt Xavier Tello.

Das Vakuum sollen, wieder einmal, alte Bekannte füllen. Wie so oft in den letzten Jahren, wenn in Lateinamerika irgendwo der Schuh drückt, sind China und Russland flugs zur Stelle. Der chinesische Hersteller CanSino liefert 35 Millionen Impfdosen nach Mexiko, die ersten 200.000 der 24 Millionen vereinbarten russischen Sputnik V-Dosen sollen nach einem Gespräch zwischen López Obrador und seinem Amtskollegen Wladimir Putin schon nächste Woche eintreffen.

Der Präsident, der einmal gesagt hatte, er werde erst wieder eine Maske tragen, wenn die Korruption in Mexiko beendet sei, will übrigens mit gutem Beispiel vorangehen: Kurz vor seiner Erkrankung erklärte Andrés Manuel López Obrador, er werde sich auf jeden Fall impfen lassen. Ursprünglicher Impftermin: Ende Februar. Geplanter Impfstoff: aus China.

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Briten beklagen mehr als 100.000 Corona-Tote

Seit Beginn der Pandemie sind im Vereinigten Königreich mehr als 100.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Großbritannien ist das erste europäische Land, das diese Marke überschreitet. Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit höchste tägliche COVID-Todesrate.

“Es ist schwer, die Trauer hinter dieser dunklen Statistik zu fassen”, sagte der Premier Boris Johnson in London. Jedes verlorene Leben tue ihm zutiefst leid. Er übernehme volle Verantwortung für die Entscheidungen seiner Regierung in der Pandemie. Diese habe jedoch alles getan, was in ihrer Macht stehe und werde dies auch weiter tun. ”Meine Gedanken sind bei jedem, der eine geliebte Person verloren hat”, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. “Hinter diesen herzzerreißenden Zahlen stehen Freunde, Familien und Nachbarn”. Kritiker bemängeln hingegen, die Corona-Maßnahmen der Regierung Johnson seien oft zu spät oder falsch getroffen worden.

UK Covid-19 | Intensivstation

Behandlung eines Corona-Intensivpatienten in Frimley, im Südwesten Englands

Seit Beginn des Jahres gilt erneut ein harter Lockdown zur Eindämmung der außer Kontrolle geratenen Lage. Trotz mittlerweile wieder sinkender Fallzahlen, werde es lange dauern, bis auch die Todeszahlen merklich abnähmen, warnte der medizinische Berater der Regierung, Chris Whitty. Es werde voraussichtlich noch “ziemlich viele weitere Tote” geben, bevor die Impfkampagne Wirkung zeige. In der vergangenen Woche wurden im Schnitt pro Tag jeweils mehr als 1200 Todesfälle in Verbindung mit dem Erreger SARS-CoV-2 gemeldet. Die Krankenhäuser stehen in vielen Teilen des Landes weiterhin massiv unter Druck, derzeit werden mehr COVID-19-Patienten künstlich beatmet als zu jedem anderen Zeitpunkt der Pandemie.Der britische Oppositionsführer und Chef der Labour-Partei, Keir Starmer, bezeichnete das Überschreiten der der Marke von 100.000 Toten in Zusammenhang mit der Pandemie als “nationale Tragödie”.

Schlingerkurs hin zum reumütigen Premier

Während der Pandemie hat Johnson seinen Kurs zu deren Bekämpfung mehrfach gewechselt. Zunächst wartete er mit Abwehrmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ab und wollte zulassen, dass sich 60 Prozent der Bevölkerung mit dem Erreger anstecken. So sollte eine Herdenimmunität aufgebaut werden, die die Bevölkerung schützt. Diese Strategie hat Johnson einige Wochen später revidiert. Nach seiner eigenen COVID-19-Erkrankung im vergangenen April beendete der 56-Jährige die Experimente endgültig und schwenkte auf einen vorsichtigen Kurs um.

qu/uh (dpa, rtr, afp)

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Thomas Tuchel: Vom PSG-Regen in die Chelsea-Traufe?

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, es fehlt nur noch die Vollzugsmeldung: Thomas Tuchel, Ende des vergangenen Jahres bei Paris St. Germain entlassen, heuert beim englischen Premier-League-Klub FC Chelsea an. Der 47 Jahre alte deutsche Erfolgstrainer wurde am Dienstag in London erwartet, um letzte Details zu klären. Angeblich erhält Tuchel einen Vertrag bis Mitte 2022 – mit der Option, anschließend noch ein weiteres Jahr anzuhängen. Am Montag hatte Chelsea verkündet, dass sich der Verein von seinem bisherigen Trainer Frank Lampard trenne, “um die Leistungen und Ergebnisse in dieser Saison zu verbessern”. Schon am Mittwoch im Spiel gegen die Wolverhampton Wanderers könnte Tuchel auf der Bank des FC Chelsea sitzen.

Noch immer wird darüber gerätselt, warum Tuchel eigentlich bei Paris St. Germain seinen Hut nehmen musste. An mangelndem Erfolg kann es eigentlich nicht gelegen haben. Tuchel hatte das Pariser Starensemble um den Brasilianer Neymar und den französischen Weltmeister Kylian Mbappé im Sommer 2018 übernommen und zu zwei französischen Meisterschaften geführt. In der vergangenen Saison gelang mit dem Sieg im französischen Pokalfinale sogar das Double. Dass es nicht auch noch ein Triple wurde, verhinderte allein der FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister besiegte PSG im Finale der Champions League in Lissabon mit 1:0. Der französische Klub hatte zuvor noch nie im Endspiel der Königsklasse gestanden. Lediglich das Sahnehäubchen fehlte, der Titelgewinn.

Ziel: Europas Fußballthron

Doch genau das ist der Anspruch der Geldgeber aus Katar: Sie wollen PSG ganz oben in Europa sehen. In diesem Punkt unterscheidet sich Tuchels neuer Arbeitgeber nicht von seinem alten. Auch Alexander Abramowitsch – der Milliardär, dem der FC Chelsea bereits seit 2003 gehört – will den Verein wieder auf Europas Fußballthron sehen: 2012 gewannen die “Blues” zum ersten und bisher einzigen Mal die Champions League. 2019 gelang Chelsea immerhin der Triumph in der Europa League, 2017 der bis dato letzte englische Meistertitel. Aktuell belegt der Verein in der Tabelle nur den neunten Rang - indiskutabel aus Sicht der Vereinsspitze.

Roman Abramowitsch

Abramowitsch: “Größten Respekt vor Lampard”

Wie bei PSG wird auch bei dem Premier-League-Klub dem Erfolg alles untergeordnet. Das unterstreicht die Trennung von Vereinsikone Frank Lampard. Der 42 Jahre alte Ex-Stürmerstar, mit 211 Toren immer noch Rekordtorschütze des FC Chelsea, ist bei den Fans nach wie vor äußerst beliebt. Doch nach anderthalb Jahren als Trainer hatte Lampard bei den Verantwortlichen seinen Kredit verspielt. “Ich habe den größten Respekt vor ihm”, ließ Vereinsboss Abramowitsch wissen, nachdem er Lampard den Laufpass gegeben hatte: “Er ist ein Mann von großer Integrität und hat die höchstmögliche Berufsethik. Unter den aktuellen Umständen glauben wir jedoch, dass es das Beste ist, den Teammanager zu wechseln.”

Chelseas “Eiserne Lady”

Mit wir meinte Abramowitsch vor allem seine rechte Hand, Sportdirektorin Marina Granovskaia. Und damit ergibt sich möglicherweise die nächste Parallele zu Tuchels Problemen bei PSG. In Paris war der deutsche Trainer immer wieder mit Sportdirektor Leonardo aneinandergeraten. Der frühere brasilianische Nationalspieler rechnete mit Tuchel nach dessen Rauswurf gnadenlos ab. Tuchels “Zyklus” habe sich dem Ende genähert, sagte Leonardo. “Ein Coach ist ein bisschen wie ein Arzt, der den Spielern je nach den Bedürfnissen des Teams verschiedene Medikamente gibt. Aber was er vorschlug, passte nicht so richtig.”

Ähnlich wie Tuchel mit Leonardo erging es Lampard in Chelsea mit Granovskaia. Auch zwischen ihnen soll es häufig dicke Luft gegeben haben. Die 46-Jährige Russin, die auch einen kanadischen Pass besitzt, begann ihre berufliche Laufbahn in Abramowitschs Ölkonzern und zog 2003 nach London, als ihr Mentor den FC Chelsea kaufte. Seit 2014 ist sie Sportchefin des Klubs.

Grossbritannien London | Chelsea Sportdirektorin | Marina Granovskaia

Die starke Frau beim FC Chelsea: Sportdirektorin Marina Granoskaia

Granovskaia gilt als geschickte, aber auch knallharte Verhandlerin. Das trug ihr in Großbritannien den Spitznamen “Iron Lady” ein - in Anlehnung an die frühere “Eiserne Lady”, Premierministerin Margaret Thatcher. Wird Thomas Tuchel, der als Dickkopf gilt und nicht nur in Paris, sondern auch zuvor bei Borussia Dortmund mit seiner Art aneckte, mit Granovskaia auskommen? Zweifel sind angebracht.

Rund 250 Millionen Euro hat Chelsea allein im vergangenem Sommer in den Kader investiert, davon 153 Millionen Euro in die beiden deutschen Nationalspieler Kai Havertz (80 Millionen) und Timo Werner (53 Millionen). Beide spielten bisher deutlich unter dem Niveau, für das der FC Chelsea sie nach London geholt hatte. Tuchel soll sie aus dem Formtief holen. Die Latte liegt wieder einmal sehr hoch für den 47-Jährigen. Abramowitsch und Granovskaia werden Tuchel einzig und allein an seinen Erfolgen messen. 

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