Месечни архиви: May 2014

Deutsches Champions-League-Finale

Der deutsche Handball-Meister THW Kiel greift nach seinem vierten Triumph in der Champions League. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason bezwang im Halbfinale des Final Four, in der mit 20.000 Zuschauern ausverkauften Kölner Arena, den ungarischen Champion MKB Veszprem mit 29:26 (13:13). “Wir haben eine sehr starke zweite Halbzeit gespielt. Wir hatten eine gute Deckung. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte”, sagte der überragende THW-Torwart Andreas Palicka.

Der Gegner im Finale am Sonntag (31.05.2014, 18.00 Uhr MESZ) ist Ligakonkurrent und Nordrivale SG Flensburg-Handewitt. Die Flensburger siegten im zweiten Halbfinale gegen den FC Barcelona in einem dramatischen Spiel mit 39:41 (36:36, 32:32,17:18) erst nach Verlängerung und Siebenmeterwerfen. Holger Glandorf und Steffen Weinhold mit je acht Toren waren die erfolgreichsten Werfer für Flensburg. Kiril Lazarov und Victor Tomas trafen je sechsmal für das spanische Spitzenteam aus Barcelona.

tu/ck (dpa)

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US-Soldat nach jahrelanger Gefangenschaft in Afghanistan wieder frei

US-Präsident Barack Obama informierte die Eltern von Bowe Bergdahl im US-Staat Idaho per Telefon über die Entwicklung. Vorausgegangenen seien monatelange, indirekte Verhandlungen zwischen den USA und den Taliban. Bergdahl sei auf Vermittlung des Emirats Katar freigekommen, erklärte Obama. Im Gegenzug haben die USA nach Regierungsangaben fünf Taliban, die im US-Gefangenenlager Guantanamo festgehalten wurden, in die Obhut Katars übergeben.

Eine US-Spezialeinheit habe nach dem Austausch der Gefangenen im Osten Afghanistans Bergdahl in Empfang genommen. Es gehe dem Soldaten offensichtlich gut. Bergdahl war der einzige offiziell vermisste US-Soldat aus dem Krieg in Afghanistan. Er war unter nicht näher bekannten Umständen am 30. Juni 2009 von Militanten gefangenengenommen worden.

pg/SC (dpa, rtr)

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Presse: Cameron drohte Merkel sogar mit Austritt aus der EU

Zweifellos hatte der britische Premierminister nach dem erdrutschartigen Erfolg der EU-Gegner in seinem Land bei den jüngsten Wahlen zum Europäischen Parlament schlaflose Nächte. David Cameron beeilte sich zunächst, Forderungen nach einem baldigen Referendum über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens vehement zurückzuweisen und bekräftigte seine Ablehnung für den Spitzenkandidaten der Christdemokraten und Konservativen, den Ex-Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Nun berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”, der Londoner Premier habe indirekt sogar mit dem EU-Austritt seines Landes gedroht, sollte Juncker neuer Präsident der EU-Kommission werden.

Beim EU-Gipfel am vergangenen Dienstag habe Cameron unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Warnung unter Druck gesetzt, er könne bei einem Votum für Juncker den Verbleib Großbritanniens in der EU nicht länger garantieren. Für den Briten wäre ein Kommissionspräsident Juncker, der seit drei Jahrzehnten die Brüsseler Politik prägt, ein falsches Signal. Laut “Spiegel” soll Cameron den Luxemburger mit den Worten abqualifiziert haben: “Ein Gesicht der 80er Jahre kann nicht die Probleme der nächsten fünf Jahre lösen”.

Unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet das Magazin, Cameron befürchte eine Destabilisierung seiner konservativ-liberalen Regierung. In der Folge müsste möglicherweise ein Austrittsreferendum vorgezogen werden, das mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Nein der Briten zur EU-Mitgliedschaft führen werde.

Premier in London angeschlagen

Cameron steht auf der Insel unter massivem Druck konservativer Parteifreunde, aber auch der rechtspopulistischen und europakritischen Partei UKIP, die bei der Europawahl mehr als ein Viertel der Wählerstimmen gewonnen hatte.

Die europäischen Parteienfamilien waren bei der Europawahl vor einer Woche erstmals mit europaweiten Spitzenkandidaten in den Wahlkampf gezogen, die als Anwärter für den Posten des Kommissionspräsidenten galten. Beim EU-Gipfel am Dienstag war Juncker als Wahlsieger allerdings noch nicht offiziell für den mächtigsten EU-Posten nominiert worden – nach Diplomatenangaben waren sogar einige konservative Staats- und Regierungschefs dagegen. Neben Großbritannien kam Widerstand auch aus Ungarn und Schweden.

Kanzlerin taktiert

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Freitag noch einmal öffentlich für Juncker stark gemacht, nachdem sie eine Festlegung lange vermieden hatte. Die Zurückhaltung der Kanzlerin löste bei den anderen deutschen Parteien Kritik aus, da Juncker als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) auch für die CDU hierzulande Wahlkampf gemacht hatte. Die Sozialdemokraten, die EU-Parlamentschef Martin Schulz ins Rennen schickten, hatten schon früh Kompromissbereitschaft signalisiert.

Grüne liebäugeln mit Konservativem

Im Machtpoker um das Amt des EU-Kommissionschefs deuteten auch europäische Grünen-Politiker Unterstützung für den konservativen Kandidaten an. Obwohl er an Juncker “viel zu kritisieren” habe, rate er seinen Parteikollegen dazu, ihm im EU-Parlament “eine Mehrheit zu sichern”, sagte der scheidende Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit der “Frankfurter Rundschau”.

Prominente Grüne in Berlin und Straßburg ließen eine Unterstützung für Juncker erkennen, stellten aber programmtische Bedingungen, etwa in der europäischen Energie- und Klimapolitik oder beim geplanten Freihandelsabkommen mit den USA.

Juncker gibt sich zuversichtlich

Im Gespräch mit der “Bild am Sonntag” zeigte sich Juncker selbst zuversichtlich, dass er neuer Kommissionspräsident wird. “Im Europäischen Rat unterstützt mich eine breite Mehrheit christdemokratischer und sozialistischer Staats- und Regierungschefs”, sagte er der Zeitung. In den kommenden Wochen sollten “auch die übrigen Regierungschefs mit an Bord” geholt werden.

Juncker forderte seine Unterstützer auf, sich bei ihrer Entscheidung nicht dem Druck einer Minderheit zu beugen. “Europa muss sich nicht erpressen lassen”, meinte er.

SC/pg/gri (dpa, afpe, rtre, APE)

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Polizei treibt Erdogan-Gegner am Taksim-Platz mit Tränengas auseinander

Wenn Erdogan es ernsthaft wollte, könnte er sich das Regieren wieder so gemütlich machen wie früher. Dazu müsste er auf dem Weg umkehren, den er seit dem Beginn der Gezi-Proteste eingeschlagen hat, meint Baha Güngör. (28.05.2014)

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Härtetest für den Ernstfall

Nach den doch überwiegenden Negativschlagzeilen ist für Bundestrainer Joachim Löw ein Sieg, gerne auch ein deutlicher, gegen Testgegner Kamerun am Sonntag (01.06.2014, 20:30 Uhr MESZ) von entscheidender Bedeutung. Nur so kann auch außerhalb des Teams eine WM Euphorie und Vorfreude entfacht werden. “Wir hoffen, dass wir das Trainingslager positiv zu Ende bringen”, beschreibt Torhüter Roman Weidenfeller den Auftrag der Mannschaft für den vorletzten WM-Test in Mönchengladbach.

Eine Wunsch-Startformation kann der Bundestrainer, auch nach zehn Trainingstagen in Südtirol, im Borussia-Park noch nicht präsentieren. Bastian Schweinsteiger soll nach Knieproblemen vorerst weiter geschont werden. Marcel Schmelzer war die gesamte Vorbereitung über angeschlagen und hofft zumindest auf einige Einsatzminuten. Und dann sind da noch die beiden Leistungsträger Philipp Lahm und Manuel Neuer. Sie flogen am Samstag (31.05.2014) nicht mit ihren Kollegen aus Bozen nach Düsseldorf, sondern reisten nach München um sich dort individuell Behandeln zu lassen. Der ausgefallene WM-Test für den Kapitän (Sprunggelenk) und Deutschlands Nummer 1 (Schulter) bewertet Joachim Löw jedoch nicht als problematisch. “Lahm und Neuer werden schnell wieder ihren Rhythmus finden. Das übergeordnete Lahm-Neuer-Ziel lautet unverändert: 16. Juni, Salvador, WM-Auftakt gegen Portugal”.

Bayern Achse fehlt weiter


Bundestrainer Joachim Löw mit einem nachdenklichen Gesicht auf der DFB Pressekonferenz im Südtiroler Trainingslager. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Joachim Löw muss sich für 23 WM-Fahrer entscheiden

Der Bundestrainer erhofft sich gegen Kamerun, die von Volker Finke trainiert werden, aber auch ohne die fehlende Bayern-Achse “finale Erkenntnisse”. Denn zu viele weitere Fragezeichen gibt es noch im deutschen Team! Wie weit ist Torjäger Miroslav Klose? Wer könnte rechts oder links verteidigen, falls Löw Kapitän Lahm tatsächlich im Mittelfeld benötigen sollte? Ist Spielmacher Mesut Özil bereit, um bei der WM Regie zu führen? Vor allem aber: Welche Besetzung zeichnet sich für die beiden Schlüsselpositionen im defensiven Mittelfeld ab? Toni Kroos und Sami Khedira könnte die Antwort lauten – zumindest gegen Kamerun. “Sami braucht noch Spiele, das ist klar”, sagte Löw über den Champions-League-Sieger von Real Madrid, den er trotz dessen Defiziten sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss als “Leader” fest für die WM-Startelf einplant.

Am Montag (02.06.2014) stehen für Joachim Löw dann “harte Entscheidungen” an. Denn bis spätestens Mitternacht muss er seinen endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft bei der FIFA melden. Heißt: Drei aus dem vorläufigen 26er-Kader werden, nach einem Kurzurlaub zu Hause, nicht in den Flieger nach Brasilien steigen. “Wir sind alle gespannt”, sagte stellvertretend für alle Wackelkandidaten der Dortmunder Erik Durm, der gegen Kamerun vor seinem Länderspieldebüt steht. Neben zahlreichen Neulingen wie ihm, Kevin Volland, Shkodran Mustafi oder Matthias Ginter können sich auch namhaftere Akteure wie der Schalker Julian Draxler ihres WM-Tickets nicht sicher sein.

Kamerun streitet sich durch die WM-Vorbereitung


Kameruns Trainer Volker Finke und sein verletzter Superstar Samuel Eto'o am Spielfeldrand während des Testpiels gegen Paraguay. (EPA/EXPA / JFK)

Volker Finke kann wieder auf Samuel Eto’o setzen

Weit weg von einer WM-Form befindet sich übrigens der Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Die Vorbereitung der Finke Truppe wurde getrübt von einem unsäglichen WM-Prämienstreit zwischen Spielern und Verband, sowie der Verletzung von Superstar Samuel Eto’o. Dieser steht gegen Deutschland allerdings vor seinem Comeback und soll zumindest 20 Minuten Einsatzzeit bekommen. Wie wichtig Eto’o für Kamerun ist, verdeutlicht auch die 1:2-Testspielniederlage gegen Paraguay. Für den Trainer ist diese jedoch kein Problem: “Eine Niederlage in einem Testspiel ist keine Katastrophe”, so Finke nach der Pleite gegen die für die WM nicht qualifizierten Südamerikaner. “Ich habe viel gesehen, was mir bei der Kader-Nominierung hilft”, fügte der frühere Bundesligatrainer des SC Freiburg hinzu.

Gute Karten bei dem 66-Jährigen hat mittlerweile der Mainzer Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting, der sowohl beim 2:0-Sieg am Montag (26.05.2014) über Mazedonien als auch gegen Paraguay traf. “Er hat eine gute Saison gespielt und das sieht man auch auf dem Platz”, sagte Finke dem Sportmagazin kicker über den 25-Jährigen, der in der letzten Bundesligasaison zehn Tore erzielte. Defensivmann Joel Matip vom FC Schalke 04 ist zudem fest für die Abwehr vorgesehen.

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Nadal erreicht French-Open-Achtelfinale

Sandplatzkönig Rafael Nadal bleibt bei seiner Mission Titelverteidigung ohne Satzverlust und steht im Achtelfinale der French Open. Der topgesetzte Spanier besiegte in der dritten Runde den ungesetzten Argentinier Leonardo Mayer mit 6:2, 7:5 und 6:2. Nach 2:17 Stunden verwandelte der 13-malige Grand-Slam-Champion, der als Rekordsieger in Paris bislang achtmal triumphiert hat, seinen ersten Matchball. Von seinen insgesamt 63 Spielen in Roland Garros seit 2005 hat der Linkshänder nur eins verloren – 2009 im Achtelfinale gegen den Schweden Robin Söderling.

Im Match um den Sprung ins Viertelfinale trifft Nadal am Montag (02.06.2014) auf den Weltranglisten-83. Dusan Lajovic aus Serbien, der sich mit 6:4, 7:5 und 6:3 gegen den US-Amerikaner Jack Sock durchsetzte. Sollte Nadal seinen neunten French-Open-Titel gewinnen, hätte er den nächsten Rekord in Reichweite. Es wäre sein 45. Sandplatztitel im Einzel. Nur der Argentinier Guillermo Vilas (46 Titel) steht in dieser Statistik noch knapp noch vor dem Spanier.

Vorjahresfinalist Ferrer weiter

Auch der letztjährige Finalist David Ferrer sicherte sich erneut einen Platz im Achtelfinale. Der Weltranglisten-Fünfte aus Spanien besiegte den Südtiroler Andreas Seppi mit 6:2, 7:6 (7:2) und 6:3. Ferrer trifft am Montag auf den Südafrikaner Kevin Anderson, der von der Aufgabe des Kroaten Ivo Karlovic wegen Rückenproblemen profitierte.

Kvitova und Ivanovic draußen

Bei den Damen setzte sich Favoritensterben in Paris auch am siebten Turniertag fort und hat längst historische Dimensionen erreicht. Nach dem Drittrunden-Aus der Weltranglistensechsten Petra Kvitova aus Tschechien gegen die Russin Swetlana Kusnezowa sind vor dem Achtelfinale bereits fünf der ersten zehn gesetzten Spielerinnen ausgeschieden. Die einstige Wimbledonsiegerin Kvitova musste sich der 28-jährigen Kusnezowa mit 7:6, 1:6 und 7:9 geschlagen geben.

Auch die ehemalige Paris-Siegerin Ana Ivanovic aus Serbien erlebte eine böse Überraschung. Die Weltranglistenzwölfte unterlag der Tschechin Lucie Safarova mit 3:6 und 3:6. Ivanovic hatte 2008 in Roland Garros triumphiert und war zuletzt als eine der Mitfavoritinnen gehandelt worden.

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OSZE-Beobachter in gefährlicher Mission

Sie sollen ein neutrales Bild der Lage in der Ukraine liefern und werden bei ihrer Arbeit selbst immer wieder in den Konflikt hineingezogen. In der Region Luhansk verlor die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag (29.05.2014) den #link:17674273:Kontakt zu einer weiteren ihrer Beobachtergruppen.

Gegen 19 Uhr sei das Team etwa 100 km nördlich von Luhansk von “bewaffneten Männern” gestoppt worden, teilte die OSZE mit. Die Gruppe bestehe aus vier Mitarbeitern der “Special Monitoring Mission (SMM)”, sowie einem ukrainischen Übersetzer.

Separatisten verkünden Freilassung


Flaggen vor dem OSZE- Sitz in Wien (Foto: Imago/Imagebroker)

Entführte Mitarbeiter werden zum Spielball der Separatisten – Hauptsitz der OSZE in Wien

Bereits am Montag zuvor waren vier OSZE-Mitarbeiter bei einer Routinepatrouille östlich von Donezk verschwunden. Auch zu ihnen gibt es bislang keinen Kontakt, wie eine OSZE-Sprecherin am Samstag (31.05.2014) der DW bestätigte. Die Männer sollen aus Estland, Dänemark, der Türkei und der Schweiz stammen.

Widersprüchliche Angaben kamen von Separatistenführer Alexej Tschmilenko, der laut Agentur Interfax verkündete, die vier OSZE-Mitarbeiter seien freigelassen worden. Man habe sie verwarnt und aufgefordert, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung in dem Gebiet aufzuhalten.

Die Spezial-Beobachtermission der OSZE ist auf Wunsch der ukrainischen Regierung im Land um Spannungen zwischen den Konfliktparteien abzubauen und die Sicherheit zu fördern. Die Mitarbeiter sind nicht nur im Osten der Ukraine tätig, sondern über verschiedene Regionen des Landes verteilt. Regelmäßig veröffentlichen sie Berichte zur Sicherheitslage vor Ort. Sie sind nicht bewaffnet und haben keinen militärischen Auftrag. Die Mission wird von allen 57 Mitgliedsstaaten der OSZE – darunter auch Russland – unterstützt.

Der Einfluss des Kremls


OSZE-Beobachter am Flughafen Berlin Tegel (Foto: Reuters)

Freilassung nach zähen Verhandlungen – Ankunft der Militärbeobachter in Berlin

Obwohl auch Russland an der Mission beteiligt ist, werden die OSZE-Beobachter immer wieder von den Separatisten in der Region Donezk und Luhansk an ihrer Arbeit gehindert. Wolfgang Richter, OSZE-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und ehemaliger Vertreter Deutschlands bei der OSZE in Wien, sieht das als Zeichen dafür, dass Moskau “nicht mehr jede einzelne Bewegung der Separatisten leiten und führen kann”. Dennoch sei der Einfluss des Kremls – so zumindest sein Eindruck – nach wie vor sehr groß. “Das russische Machtwort gilt.”

Russland führt nach eigenen Angaben momentan Gespräche mit den militanten Separatisten in der Ostukraine, um sich für die Mitarbeiter der OSZE einzusetzen. “Die Freilassung zieht sich hin”, sagte Russlands OSZE-Botschafter Andrej Kelin der Agentur Itar-Tass. Dauer und Ergebnis der Verhandlungen seien momentan noch völlig offen.

Immerhin hatten die Separatisten nach russischer Vermittlung Anfang Mai auch eine Gruppe von sieben Militärbeobachtern, darunter vier Deutsche, wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem diese tagelang in Slowjansk festgehalten worden waren. Diese gehörten – anders als die derzeitigen Vermissten – nicht zur offiziellen “Special Monitoring Mission” der OSZE. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier dankte damals ausdrücklich dem russischen Unterhändler Wladimir Lukin für dessen Einsatz. Die Verhandlungen seien “schwierig” gewesen und hätten “mehrfach auf der Kippe” gestanden.


Wolfgang Richter, Sicherheitsexperte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (Foto: SWP)

Hält OSZE-Einsatz weiterhin für sinnvoll – Wolfgang Richter von der SWP

“Sicherheit geht vor”

Trotz der angespannten Sicherheitslage plädiert Wolfgang Richter dafür, an der Beobachtermission der OSZE weiter festzuhalten. “Die OSZE hat von Anfang an gewusst, dass diese Mission nicht ungefährlich ist”, so Richter. “Aber solange man die Sicherheitslage noch überschauen kann und den Kontakt mit den Separatisten noch aufrecht erhält, solange ist es auch sinnvoll, dass die OSZE im Einsatz ist.”

Sollte jedoch eine Situation eintreten, in der die OSZE-Beobachter unmittelbar von Kampfhandlungen betroffen seien, müsse man über einen vorübergehenden Rückzug aus der Gefahrenzone nachdenken. “Die Sicherheit der OSZE-Mitarbeiter geht vor.”

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Der Opfer gedenken, für Demokratie kämpfen

DW: Wie ist die Situation auf dem Taksim-Platz jetzt, am Samstagnachmittag?

Gürbüz: Um den Platz herum sind
, in zivil und in Uniform. Ich wohne etwa 25 Minuten zu Fuß vom Taksim-Platz entfernt und habe unterwegs etwa hundert große Busse der Polizei gesehen. Zudem sind Polizisten in zivil auch in Geschäften und Hotellobbys unterwegs. Normale Bürger habe ich bislang kaum gesehen. Eine Gruppe junger Leute skandiert: “Überall ist Taksim, überall ist Widerstand.” Es fühlt sich an wie die Ruhe vor dem Sturm.

Die öffentlichen Transportmittel, etwa die Fähre, die die beiden Teile Istanbuls verbindet, sind gesperrt worden, auch die U-Bahn wird gerade gesperrt. Ich weiß nicht, wie so auf diesem Platz heute Abend eine Demonstration stattfinden soll. Es wird aber verschiedene Demonstrationen in den einzelnen Stadtteilen geben, nicht nur auf dem Taksim-Platz oder im Gezi-Park.

Warum gehen Sie am heutigen Tag auf die Straße?

Für uns alle ist das ein wichtiger Tag, um an die Freunde zu denken,
die wir bei den Protesten verloren haben. Sie haben für mehr Demokratie und Transparenz in der Türkei gekämpft und wurden deswegen getötet, einige von ihnen von der Polizei. Erst kürzlich wurde wieder ein unschuldiger Mann, ein Alevit, vor einem Gebetshaus von einer Kugel aus einer Polizeiwaffe getötet. Wir schulden es ihnen einfach, hier zu sein.


Polizisten am Gezi-Park am 31. Mai (Foto: dpa)

Die Polizei riegelt den Gezi-Park ab, Erdogan warnt vor einer Teilnahme an den Demonstrationen

Das Positive an den Protesten ist ja: Der Gezi-Park ist immer noch ein Park. Er ist nicht einem Shoppingcenter gewichen, wie das geplant war. Wir haben es also geschafft, den Park zu retten. Dass wir heute zusammenkommen, ist auch ein Signal an die Regierung, dass, wenn sie wieder irgendetwas mit dem Park plant, sie uns wieder auf den Straßen sehen wird. Die Menschen protestieren aber aus allen möglichen Gründen. Die Aleviten etwa kämpfen für mehr Akzeptanz, andere für den Erhalt der Türkei als säkularen Staat.

Auf welche Veränderungen in der Türkei hoffen Sie?

Die Türkei hat sich im vergangenen Jahr bereits sehr verändert: Die Menschen verlassen sich nicht mehr nur auf Wahlen. Sie gehen raus, kämpfen auf der Straße für ihre Rechte. Es gibt Diskussionsforen in den Parks, die Menschen halten Versammlungen in ihren Vierteln ab. Das Demokratie-Verständnis hat sich radikal geändert. Früher sind wir nur zum Wahllokal gegangen und haben gehofft, dass wir die Zukunft unseres Landes durch unser Votum bestimmen können. Jetzt haben die Menschen das Gefühl, aktiv werden zu müssen, um mehr Demokratie zu bekommen.

Erwarten Sie auch Veränderungen auf politischer Ebene?

Man geht ja nicht auf die Straße, ohne eine Hoffnung zu haben. Seit ich denken kann, habe ich die Hoffnung, dass sich in der Türkei auch politisch etwas verändert – früher oder später wird das auch passieren. Vielleicht auch früher: Die schnelle Verbreitung von Informationen über das Internet, vor allem über soziale Medien, verändert alles.

Niemand hätte es vor zwei Jahren für möglich gehalten, dass sich die türkische Gesellschaft so wandeln würde. Im kommenden Jahr sind Parlamentswahlen. Vielleicht sehen wir da das Ende der AKP [Partei von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, Amn. d. Red.], vielleicht braucht es aber auch weitere Wahlen. Auf jeden Fall hat sich die Idee, dass ein Land allein von einem Mann regiert wird, überlebt.

Für heute wünsche ich mir einfach, dass niemand dafür sterben muss, dass er für seine Rechte kämpft.

Özgür Gürbüz ist Journalist. Er hat viele Jahre bei Greenpeace gearbeitet und sich unter anderem gegen den Bau von Atomkraftwerken in der Türkei engagiert. Außerdem hat er an den Gezi-Park-Protesten im vergangenen Jahr teilgenommen.

Das Gespräch führte Jennifer Fraczek.

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Vulkanasche aus Indonesien behindert Flugverkehr

Der 2000 Meter hohe Vulkan Sangeang Api auf der indonesischen Insel Sangeang ist am Freitag wieder aktiv geworden und stößt seitdem in gewaltigen Eruptionen riesige Menge Asche aus. Die Wolke erreicht eine Höhe von drei Kilometern und beeinträchtigt bis in den Norden Australiens hinein den Flugverkehr.

Airport Darwin geschlossen

Die australischen Fluggesellschaften Qantas und Virgin stellten ihren Betrieb am Flughafen von Darwin bis auf weiteres ein. Der Vulkan liegt rund 1400 Kilometer nördlich von Darwin. Auch auf der indonesischen Ferieninsel Bali wurde der Flugverkehr gestoppt.

Für Flugzeuge mit Düsen-Triebwerken ist Vulkanasche hochgefährlich. Aschepartikel können sich auf den Triebwerksschaufeln festsetzen, verkrusten und die Strömung verändern. Im schlimmsten Fall kann das Triebwerk dann ausfallen. Zudem haben die kleinen Teilchen einen abreibenden Effekt wie ein Sandstrahler. Kabinenfenster können schnell undurchsichtig werden.

Unbewohnte Vulkaninsel

Der Sangeang Api ist einer der aktivsten der mehr als 100 Vulkane in Indonesien. Er brach in den Jahren 1911, 1953, 1964 bis 1967, 1985 bis 1987 und erneut von 1997 bis 1999 aus. Die letzten Bewohner von Sangeang verließen die Insel nach der Eruption Mitte der 1980er Jahre. Für Menschen besteht daher durch den neuerlichen Ausbruch keine unmittelbare Gefahr. Nach Angaben indonesischer Behörden betreiben jetzt auf der Hauptinsel Sumatra lebende frühere Einwohner Sangeangs auf der Insel noch Landwirtschaft und kehren deshalb regelmäßig dorthin zurück. “Sie arbeiteten dort, als die Eruption begann, und sie wurden von der Insel geholt”, sagte ein Behördensprecher.

Im Februar war auf der indonesischen Insel Java der Vulkan Kelud ausgebrochen und hatte ebenfalls für Beeinträchtigungen im Flugverkehr gesorgt. Der Vulkan schleuderte Gas, Asche und Geröll Tausende Meter in die Luft. Geröllbrocken zerstörten Häuser. Rund 200.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Vier Menschen kamen ums Leben.

wl/wa (dpa, afpe)

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