Месечни архиви: June 2015

Kerber locker in Runde zwei

Angelique Kerber hat in Wimbledon das deutsche Duell mit Carina Witthöft klar für sich entschieden und damit die zweite Runde erreicht. Die Weltranglisten-Zehnte ließ ihrer 20 Jahre alten Gegnerin nicht den Hauch einer Chance und verpasste ihr mit einem 6:0, 6:0 die Höchststrafe im Tennis. Kerber hatte vor gut einer Woche in Birmingham den ersten Rasen-Titel ihrer Karriere gefeiert und gilt bei dem Grand-Slam-Turnier in London als Mitfavoritin. Gegen Witthöft verwandelte die 27-Jährige nach einem überzeugenden Auftritt in nur 45 Minuten gleich ihren ersten Matchball. “Angie spielt beeindruckend gut. Es war eigentlich keine leichte Runde gegen Carina, die nichts zu verlieren hatte. Aber die Art und Weise, wie sie auftritt, zeigt, dass sie voller Selbstvertrauen ist», sagte Bundestrainerin Barbara Rittner.

Einen Tag nach Tommy Haas und Alexander Zverev ist Dustin Brown als dritter deutscher Tennisspieler in die zweite Runde von Wimbledon eingezogen. Der 30 Jahre alte Qualifikant setzte sich gegen Lu Yen-Hsun aus Taiwan in vier Sätzen mit 3:6, 6:3, 7:5 und 6:4 durch. Bei seiner fünften Wimbledon-Teilnahme hat es der Deutsch-Jamaikaner zum zweiten Mal nach 2013 in die zweite Runde geschafft.

sn/jw (sid, dpa)

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Ingeborg-Bachmann-Preis, Sommertreffen des Literaturbetriebs

Es gibt nur wenige – manche bitter enttäuschte Autoren vielleicht –, die vom Bachmann-Wettbewerb nichts mehr wissen wollen. Die Gruppe der anderen hingegen, die Jahr für Jahr zum österreichischen Wörthersee aufbricht, ist allemal ansehnlich. Nicht umsonst gilt die Reise nach Klagenfurt seit Jahren schon als schönster sommerlicher Ausflug des Literaturbetriebs – hin zu dem See – der tatsächlich Wörthersee heißt, wenngleich mit einem “h” in der Mitte.

Was macht den Aufenthalt so anziehend – mal abgesehen vom Wasser vor dem Panorama der Berge? Warum kommen neben den Vorlesern und der Jury, den Pflichtanwesenden also, Jahr für Jahr in großer Zahl Verlagsleute und Literaturagenten zum Klagenfurter Wettlesen – auch dann, wenn keiner ihrer Autoren auftritt? Das Buch-Geschäft ist ein “People-Business”, sagt man, und vielleicht lässt sich das nirgends so schön beobachten wie im südlichen Österreich. Wobei es weniger ums Business geht in Klagenfurt, sondern ums Grundsätzliche, um Sprache und Dichtung.



Saskia Hennig von Lange Autorin

Längst keine Unbekannte mehr: Autorin Saskia Hennig von Lange

Bekannte Namen

Dabei hat sich im Laufe von mittlerweile fast vier Jahrzehnten einiges geändert. In seinen Anfängen wurde der seit 1977 ausgetragene Lesewettstreit noch zur Plattform für vielfach unbekannte Autoren. Von Klagenfurt aus gelang zumindest einigen, den Preisträgern zumal, der Sprung in die Programme etablierter Verlage. Doch diese Zeiten sind passé. Dieser Tage kommen auch viele bekannte Namen nach Klagenfurt, um einen noch unveröffentlichten Text vorzulesen. Das, was der Bachmann-Wettbewerb einmal war, ist mittlerweile der Open Mike in Berlin – ein Katapult heraus aus der literarischen Anonymität. Wer heutzutage in Klagenfurt liest, hat solche Ambitionen, wie gesagt, häufig schon hinter sich gelassen. Weniger aufregend und spannend ist das Wettlesen deshalb nicht. Die Erwartungen jedenfalls sind auch 2015 keineswegs klein.

Weibliche Dominanz

Denn im modernen Theater des ORF-Landesstudios gastieren Anfang Juli einige Schriftstellerinnen, auf die man besonders gespannt sein darf. Männer kommen auch nach Klagenfurt, aber wohl nie war das weibliche Element so dominant wie in diesem Jahr, da zehn von vierzehn Bewerbern Frauen sind.



Teresa Präauer Künstlerin

Teresa Präauer, eine der Favoritinnen

Vorab von Favoriten zu sprechen ist immer heikel; manch einer kam schon mit allerlei Vorschusslorbeeren nach Klagenfurt und fuhr traurig wieder heim. Trotzdem konzentriert sich die Aufmerksamkeit vorab stets auf einige Namen. Zu ihnen gehört in diesem Jahr zweifellos die Österreicherin Teresa Präauer, deren zuletzt erschienener Roman “Johnny und Jean” über zwei abenteuerbereite junge Männer bereits für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war.

“Furchtbare und kränkende Dinge”

Die Grazerin Valerie Fritsch hat sich mit ihrem sprachmächtigen zweiten Roman “Winters Garten”, der ganz in der Tradition österreichischer Todessehnsucht steht, gerade erst in eine Mitfavoritenrolle geschrieben. Sie selbst rechnet allerdings damit, dass in Klagenfurt, “viele schöne, eigenartige, aber vielleicht auch furchtbare und kränkende Dinge passieren”. Ein wenig überspitzt hat sie in einem Interview das Wettlesen gar als “Hunger Games” des Literaturbetriebs apostrophiert.

Freuen darf man sich auch auf Saskia Hennig von Lange. Zwei Titel gibt es bislang von der Frankfurterin, die Novelle “Alles, was draußen ist” und den im vergangenen Herbst erschienen Roman “Zurück zum Feuer”. Es sind schmale Bücher, doch beides zugleich Werke von literarischem Gewicht. Keineswegs Unbekannte sind auch die Lyrikerin Nora Gomringer und der schon 1997 als Romanautor hervorgetretene Tim Krohn.



Bachmann-Preis 2015 Juryvorsitzender Hubert Winkels

Der neue Juryvorsitzende Hubert Winkels

Neue Jury

Die Qualität eines ‘Bachmann-Jahrgangs’ wird selbstverständlich in erster Linie von den vorgetragenen Texten bestimmt. Ob aber ein Wettlesen am Ende als gelungen oder eher missraten bewertet wird, hängt ganz entschieden auch von der Jury ab, mithin davon, wie auf der ORF-Bühne über Prosa nachgedacht und debattiert wird. Schon jetzt ist klar: In diesem Jahr wird manches anders werden, denn in der Jury 2015 gibt es eine ganze Reihe neuer Gesichter, Stefan Gmünder vom “Standard” und den Grazer Literaturwissenschaftler Klaus Kastberger etwa. Erstmals als Jurorin dabei ist auch die Kritikerin Sandra Kegel, die bislang für die “FAZ” regelmäßig über den Wettbewerb geschrieben hat. Nach dem Rückzug von Burkhard Spinnen debütiert zudem der Klagenfurt-Erfahrene Hubert Winkels als neuer Vorsitzender. Dass sich neben Spinnen auch die österreichische Germanistin Daniela Strigl verabschiedet hat, ist gewiss als bedauerlicher Verlust für eine lebendige Diskussionskultur zu verbuchen.

In Klagenfurt lässt sich immer wieder erleben, mit welcher Leidenschaft und Intensität, mit wie viel Ernsthaftigkeit und Gedankenschärfe über Literatur geredet werden kann. Und zuweilen wird das ORF-Theater zum Ort für besondere Auftritte. Das war so, als vor zwei Jahren Katja Petrowskaja mit ihrer erschütternden Familienrecherche dafür sorgte, dass für einen Augenblick alle im Saal den Atem anhielten und zugleich wussten, dass es 2013 nur eine Preisträgerin geben konnte.



Ingeborg Bachmann-Preis

Die Eröffnungsrede hält der Bachmannpreisträger von 2010, Peter Wawerzinek

Oder 2010 – als Peter Wawerzinek, der vergessene, einstige Star der alternativen Ostberliner Literaturszene, mit seiner wuchtigen Mutterklage eine triumphale Rückkehr auf die literarische Bühne erlebte. Der unorthodoxe Wawerzinek ist seither als Zuhörer Stammgast in Klagenfurt. In diesem Jahr wird er die Bachmann-Tage eröffnen. Seine Rede zur Literatur trägt den schönen Titel “Tinte kleckst nun einmal”.

Die “Tage der deutschsprachigen Literatur” finden von 1. bis 5. Juli im ORF-Theater des ORF-Landesstudio Kärnten statt. Der 39. Ingeborg-Bachmann-Preis wird am 5. Juli 2015 vergeben.

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Mehr Gewalttaten von Rechtsextremisten



Um 24 Prozent, berichtete Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), sei die Zahl der extremistisch motivierten Gewalttaten im Jahr 2014 gestiegen. Der Verfassungsschutzbericht weist für das vergangene Jahr 990 Gewalttaten aus, die auf das Konto von Rechtsextremisten gingen. Einen Höchststand hat in diesem Zusammenhang die Zahl der fremdenfeindlichen Gewalttaten erreicht, die der Bericht mit 512 beziffert. “Mehr als erschreckend” nannte der Bundesinnenminister jene 170 Straftaten, die sich im Jahr 2014 gegen Flüchtlingsunterkünfte richteten, mehr als dreimal so viele wie im Jahr zuvor.


“Klima der Angst”


Diese Übergriffe, so de Maizière, erzeugten in den betroffenen Kommunen “ein Klima der Angst und der Einschüchterung”. Es sei nicht hinnehmbar, dass Bürgermeister oder Ehrenamtliche, die sich für Flüchtlinge einsetzen, bedroht würden. Es dürfe kein stilles Einverständnis mit Gewalttaten gegen Asylbewerber oder Flüchtlingsunterkünfte geben. “Hier müssen wir gemeinsam klare Kante zeigen”, forderte de Maizière.


Die Strategie der Rechtsextremisten beschrieb Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, so: Sie versuchten zunehmend, Themen aufzugreifen, die den Menschen Sorgen machten und Bewegungen wie etwa die “Pegida”-Märsche zu vereinnahmen oder zu unterwandern.


Rechtsterroristen im Visier


Als Erfolg werteten de Maizière und Maaßen die frühzeitige Aufdeckung der “Old School Society” in diesem Frühjahr, gegen die der Generalbundesanwalt wegen des Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Die Gruppe soll Anschläge auf Moscheen und Asylbewerberheime geplant haben.


Die Verfassungsschützer kamen ihr durch das Chatprogramm “WhatsApp” auf die Spur. “Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern hat hier vorzüglich funktioniert”, betonte de Maizière. Hier hätten die Verfassungsschutzbehörden aus den Pannen beim Umgang mit dem “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) gelernt. Die rechtsextremistische Terrorzelle war wegen gravierender Ermittlungsfehler und mangelnder Abstimmung zwischen den Verfassungsschutzämtern lange unentdeckt geblieben.




Verfassungsschutzpräsident Hans Georg Maaßen (links) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière stellen in Berlin den Verfassungsschutzbericht vor

Verfassungsschutzpräsident Maaßen (links) und Innenminister de Maizière mit dem Verfassungsschutzbericht 2014


Leipzig neuer Schwerpunkt linksextremer Gewalt


Auch in der linksextremistischen Szene stellten die Verfassungsschützer eine gestiegene Gewaltbereitschaft fest. Als Beispiel nannte Thomas de Maizière die Ausschreitungen rund um die Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Dort hätten Linksextreme mit “Zerstörungswut und Lust an der Gewalt” agiert. “Mich hat das Ausmaß der Verrohung, das wir dort erlebt haben, tief erschüttert”, sagte der Innenminister.


Ein neuer Schwerpunkt linksextremer Gewalt sei Leipzig. Zuletzt hätten dort Anfang Juni große Gruppen Vermummter randaliert, Blockaden errichtet und Pflastersteine geworfen. Die im Februar 2014 neu eröffnete Polizeiwache im Stadtteil Connewitz sei bereits sechzehn Mal von linksextremen Randalierern angegriffen worden, sagte de Maizière. Polizeibeamte, aber auch Rettungskräfte würden immer häufiger das Ziel von Angriffen.


“Digitale Verwundbarkeit”



Kaum noch beherrschbar – wie die folgenschwere Cyberattacke auf den Bundestag zeige – scheint der Schutz des Internets. Täglich würden mehrere Tausend Angriffe auf die IT-Infrastruktur des Bundes technisch abgewehrt, sagte Maaßen. Ein Teil dieser Angriffe kämen von Nachrichtendiensten anderer Länder. Die Hauptakteure seien Russland, China und der Iran. Daraus und aus der NSA-Affäre hätten die deutschen Dienste die Konsequenz gezogen, dass sie mit einem “360-Grad-Blick” nun grundsätzlich alle Aktivitäten fremder Nachrichtendienste in Deutschland beobachteten, auch die befreundeter Staaten. Außerdem sei der Arbeitsbereich “Elektronische Angriffe” im Bundesamt für Verfassungsschutz gestärkt worden. Die mögliche Ausspähung deutscher Bürger durch den US-Geheimdienst NSA in Deutschland ist für Amtschef Maaßen hingegen kein Grund zur Sorge: “Dafür haben wir keine Anhaltspunkte.”


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Die neue Macht der Arbeitnehmer


Mehr Mitbestimmung, größere Freiheiten, flache Hierarchien – der US-Konzern Gore, Erfinder und Hersteller der luftdurchlässigen und wasserfesten Gore-Textilien, hat von Anfang an auf eine etwas andere Mitarbeiterkultur gesetzt. Entscheidungen werden nicht in der Chefetage getroffen, sondern in Teams diskutiert und ausgearbeitet. Das Unternehmen setzt auf eine ausgeprägte Meeting-Kultur. Jeder übernimmt Verantwortung, Positionen und Titel spielen keine große Rolle – so das Credo.


Alle Macht den Mitarbeitern




Videostill aus der DW TV Repotrage zum Unternehmen Gore in Putzbrunn Deutschland

Rainer Enggruber hat sich für eine andere Unternehmenskultur entschieden

Für Rainer Enggruber war das eine ganz neue Erfahrung. Bekannte hatten ihm von dem Unternehmen erzählt, er war neugierig, ob das alles so stimmt. Nach dem Studium war der Ingenieur ein paar Jahre bei einer größeren, deutschen Firma. “Ich war es gewohnt, dass man mir genau sagt, was ich zu tun und zu lassen habe, wo mein Arbeitsbereich anfängt und aufhört”, sagt Rainer Enggruber. “Entscheidungen sind vom Teamleiter getroffen worden.” Bei Gore hat sich das schnell geändert. Der 36-jährige übernahm gleich Verantwortung für ein Projekt, bekam sein eigenes Budget zugeteilt. Das hieß auch für Fehler gerade stehen. Einige schlaflose Nächte hat ihn das schon gekostet. Inzwischen ist Rainer Enggruber zehn Jahre bei Gore und leitet seinen eigenen Bereich. Dass sich nicht alles eins zu eins in die Praxis umsetzten lässt, ist für ihn klar. “Auf dem Blatt würde man sagen, wir haben keine Hierarchien”, so Enggruber. “Aber natürlich haben wir auch gewisse Stellen, wo Entscheidungen getroffen und Investments abgesegnet werden, eine gewisse Grundstruktur ist natürlich schon da”.


Chef wird nur, wer die Mitarbeiter hinter sich hat




Videostill aus der DW TV Repotrage zum Unternehmen Gore in Putzbrunn Deutschland

Klaus Berger: Die Macht des Chefs ist begrenzt

Den deutschen Standort mit rund 1500 Mitarbeitern leitet Oskar Berger. Auch er hatte am Anfang seine Schwierigkeiten. Er kam neu ins Unternehmen, sollte ein Werk aufbauen, doch es fehlte ihm die Akezeptanz der Mitarbeiter. An die Freiheiten, die jeder Einzelne hatte, musst er sich erst mal gewöhnen. Doch er blieb und konnte nach und nach seine Mitarbeiter überzeugen – “Followership” gewinnen, wie das bei Gore heißt, denn ohne Gefolgschaft und Akzeptanz der Mitarbeiter kann sich keine Führungskraft halten. “Wenn ich eine Aufgabe übernehme, weil ich der Meinung bin, dass ich das kann, heißt das noch lange nicht, dass eine Followership für das Team gegeben ist”, sagt Oskar Berger. “Followership muss sich entwickeln und das geschieht über einen gewissen Zeitraum. Wir beobachten dann den neuen Leader. Sollte es Probleme geben, müssen wir natürlich eingreifen.” Im Zweifel muss die Führungskraft gehen, wenn das Team nicht mit ihr klar kommt.


Eine etwas andere amerikanische Firmenphilosophie


In den 1950er Jahren gründete Bill Gore seine Firma im US-Staat Delaware, um aus seinem eigenen Berufsleben auszubrechen. Der Chemiker hatte in einem amerikanischen Großkonzern gearbeitet und litt unter den starren Strukturen und daran, dass der einzelne Mitarbeiter nichts zu sagen hatte. Er beschloss, sich selbsständig zu machen. Was als Startup begann, ist heute ein Konzern mit weltweit 10.000 Mitarbeitern, der bekannt wurde mit dem wasserabweisenden Stoff Gore-tex. Dass alles im Team diskutiert wird, darauf hat Firmengründer Bill Gore seine Firma ausgerichtet. Dazu gehört auch, dass die Firma in kleinen Einheiten organisiert ist. Wächst ein Unternehmenssitz auf über 200 Mitarbeiter, wird ein neues Werk gegründet, das sich wieder in Kleingruppen organisiert.


Ein Modell für deutsche Unternehmen?


Dass eine solche Firmenphilosophie ein Modell für die Zukunft sein könnte, hält Werner Eichhorst durchaus für möglich. Er ist Arbeitsmarktexperte am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit in Bonn. “Der Abbau von Hierarchien, die Führungsverantwortung, die aus fachlicher Kompetenz und auch aus persönlicher Anerkennung resultiert, sind durchaus Elemente, die man in einer wissensintensiven Wirtschaftsform braucht”, so Eichhorst. “Ich denke, dass sich viele Unternehmen eine Scheibe davon abschneiden können.” Mehr Vorbilder findet man in den skandinavischen Länder. “Die Unternehmenskulturen sind da weniger hierarchisch, sind offener, das hilft auch in den Berufen und Wirtschaftszweigen, die jetzt für die Zukunft entscheidend sind, einen gewissen Wettbewerbsvorteil zu erlangen”, sagt der Arbeitmarktforscher.


Die neuen Arbeitnehmer – Generation Y




Videostill aus der DW TV Repotrage zum Unternehmen Gore in Putzbrunn Deutschland

Junge Arbeitnehmer haben ihre eigenen Vorstellungen

Gerade junge Menschen fühlen sich von einer solchen Unternehmenskultur angesprochen. Die heute 20- bis 30-jährigen haben eine andere Vorstellung von Arbeit als ihre Eltern und Großeltern. Die sogenannte “Generation Y” hinterfragt herkömmliche Arbeitsverhältnisse und stellt sie auf den Prüfstand. Die jungen Fachkräfte suchen Erfüllung im Job und wollen mehr Freizeit haben. Feste Arbeitszeiten, strenge Hierarchien lehnen viele ab. “Diese Generation diktiert schon heute, wie es in der Arbeitswelt aussieht, denn sie kommt mit ihren Vorstellungen in die Berufstätigkeit hinein”, sagt Jugendforscher Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin. “Weil Nachwuchskräfte knapp werden, haben sie heute schon ein kräftiges Wörtchen mitzureden. Das Betriebsklima wird sich ändern.”


Der Arbeitsmarkt wird sich wandeln, da sind sich die Experten sicher. Nicht mehr Firmen werden sich die besten Mitarbeiter aussuchen, sondern sich um Beschäftigte bewerben müssen. Die Machtverhältnisse kehren sich um, denn der Fachkräftemangel wird sich durch den demografischen Wandel noch verschärfen. Arbeitgeber werden mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter eingehen müssen, wenn sie diese langfristig binden wollen.



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Bulgariens Roma: "Traumziel Deutschland"

Boris*, der 30-jährige Lebensmittelverkäufer in der Roma-Siedlung, kennt alle Wege nach Deutschland. Er lebt zwar noch in Bulgarien, aber seine Verwandten sind schon fast alle nach Koblenz umgezogen. Denn die Stadt am Rhein ist gängiges Ziel für Migranten aus dem bulgarischen Vidin. Die ersten Familien haben sich schon in den 1990er Jahren auf den Weg dorthin gemacht. Heute pendeln zwei Minibusse von der Roma-Siedlung am Rande von Vidin nach Koblenz – und zwar dreimal in der Woche.

Sie haben keinen festen Fahrplan, auch keine offizielle Haltestelle, und trotzdem wissen alle Bescheid: Man soll sich nur im Café von Georgi anmelden und 80 Euro für die einfache Fahrt bezahlen. Dafür bekommt man einen Rund-um-Service von Tür zu Tür, das Gepäck wird am Vorabend abgeholt, die Passagiere am frühen Morgen.

Ohne Beziehungen keine Fahrkarte

“Aber einfach bei Georgi auftauchen und ein Ticket kaufen, das geht überhaupt nicht”, warnt Boris. Die Busfahrer akzeptierten keine Unbekannten, noch weniger Passagiere, die in Koblenz nicht abgeholt werden. Denn die deutschen Behörden beobachten die Minibusse misstrauisch und kontrollieren sie streng, erzählt ein Busfahrer. Also würde er es keinesfalls zulassen, dass in seinem Bus Drogenhändler oder Zuhälter einsteigen. Deswegen gibt es ein “Auswahlverfahren”: Für jeden Fahrgast muss jemand aus der Siedlung bürgen, der schon in Koblenz wohnt. “Es ist auch für die Passagiere gut”, fasst Boris zusammen. “Sie sind ja sowieso hilflos in Deutschland. Sie brauchen jemanden, der ihnen die Gesetze erklärt.”



Roma-Siedlung der Stadt Vidin (Foto: Vaksberg/DW)

Wer kann, verlässt die Siedlung

Das Wort “Gesetz” fällt immer wieder in Zusammenhang mit Deutschland. Die Roma meinen damit so etwas wie den “Way of Life”. Die deutschen Gesetze zu kennen, heißt, den Alltag zu meistern: Die Müllabfuhr kommt donnerstags, die Ehefrau ist mehr als eine Haushaltshilfe und das neue Leben beginnt erst mit der Anmeldung. Selbst Boris weiß das: “Nur wenn du einen legalen Aufenthalt und Arbeit hast, kannst du bei den Deutschen eine Wohnung mieten.” Sonst muss der Auswanderer sich als Untermieter bei Bekannten in Koblenz anmelden.

Solange das nicht geklärt ist, lassen die Busfahrer keinen einsteigen. Dann aber setzen sie die Passagiere direkt an der jeweiligen Adresse ab. Boris bietet mir ein großes Geschenk an: eine Adresse in Koblenz für meine angebliche einfache Fahrt nach Deutschland. Er könne mir sogar einen Zeitjob, sprich Schwarzarbeit, vermitteln, bis ich mich zurechtgefunden hätte.

Zwei Drittel der Menschen sind weg

Es gibt keine offizielle Statistik, die belegt, wie viele Roma nach Deutschland gezogen sind. Café-Besitzer Georgi führt eine Liste. 300 Familien aus der Siedlung wohnen in Koblenz, sagt er, 200 in Köln. Die Stromgesellschaft in Vidin hat hier insgesamt 900 Kunden. Boris bilanziert: 60 bis 70 Prozent der Roma seien inzwischen ausgewandert. Und nicht nur nach Deutschland: “Frauen kümmern sich um alte Menschen in Italien. Viele sind in England oder Finnland unterwegs. Andere schuften als Saisonarbeiter in Spanien oder Griechenland. Einen Monat Orangen pflücken und du überstehst den Winter.”



Bulgarien Romaviertel in Vidin (Foto: Vaksberg/DW)

Das fünfjährige Mädchen muss jeden Tag durch das Loch in der Mauer – ihr Kindergarten ist auf der anderen Seite

Boris selbst steht an einem Wendepunkt: Soll er bleiben oder “für immer” nach Koblenz ziehen? “Da werde ich zumindest einen sicheren Job finden”, brummt er. Die Entscheidung ist nicht leicht. Für Vidin spricht, dass er hier heimisch ist, Arbeit hat und ein zweistöckiges Haus, samt Kühlschrank, Tiefkühltrue, Waschmaschine, Plasmafernseher und Parkettboden. Aber die Arbeitslosigkeit ist bedrohlich, im vergangenen Jahr lag sie bei 23 Prozent lag. Und allein im März dieses Jahres haben 600 Menschen ihren Job verloren, in der Näherei, der Chemiefabrik oder im Putzbetrieb. Die Lebensqualität in der Roma-Siedlung ist schlecht: Eine Mauer trennt sie von der Stadt. Boris‘ Tochter muss zur Schule einen weiten Umweg gehen. Und das wird nicht von allen gern gesehen: Sie sei schon “zu gebildet”, sagen die Menschen, sie müsste eigentlich heiraten. In Deutschland zu leben, das wäre ein Aufstieg, glaubt Boris.

Die Roma in Koblenz haben ihre eigene Idee vom Weiterkommen: Wer sich in Koblenz als Arbeiter bewährt, erzählen die Leute in Vidin, der siedelt nach Köln um und schult seine Kinder dort ein. Die sprechen ohnehin nur noch Deutsch, kein Bulgarisch und auch kein Romanes mehr. Und die erfolgreichsten pilgern weiter nach Frankfurt am Main. Die alten Männer, die auf dem Platz mitten in der Siedlung sitzen und Sonnenblumenkerne knabbern, beobachten eine Nachbarin: “Guck mal, die Gergana*, die geht zur Post. Ihre Mutter hat ihr 300 Euro überwiesen, damit schafft sie den Monat.”



Roma-Siedlung der Stadt Vidin (Foto: Vaksberg/DW)

Viele Häuser sind mit dem Geld aus Deutschland gebaut worden

Mit einem Fuß im Ausland

Mir raten die Alten: “Geh mal zum Laden und frag nach dem Heft. Da wirst du sehen, wie die Leute auf Pump leben.” In dem kleinen Supermarkt auf dem Platz ist das Monatsheft, in dem die Leute ihre Einkäufe anschreiben lassen, Mitte des Monats schon voll. “Anschreiben lassen dürfen nur die, die einen Verwandten im Ausland haben”, erklärt die Verkäuferin.

Da kommt Elena* angerannt. Sie ruft täglich ihren Ehemann in Koblenz an, immer mit derselben Frage: Ist er endlich “legal”? “Er hat schon eine Steuernummer”, erzählt sie aufgeregt. “Ohne Steuernummer konnte er nur schwarz arbeiten, für sieben Euro in der Stunde. Er musste immer zittern, geschnappt zu werden. Jetzt wird er das Doppelte verdienen, eine Wohnung mieten und mich und das Kind holen.”

“Tja, die Elena ist auch bald weg”, kommentieren die Alten und machen eine neue Tüte Sonnenblumenkerne auf. Für einen guten Job in Deutschland braucht man einen Führerschein oder einen Beruf in der Baubranche, berichten sie: Dann reicht es für ein Haus in Vidin. “So läuft das: Man verdient in Deutschland und gibt das Geld in Bulgarien aus. Die Häuser hier in der Siedlung – alle gebaut mit Geld aus Deutschland.”

* Alle Namen wurden von der Redaktion geändert.

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Ufo sagt Streik bei der Lufthansa ab

Zumindest bis Mitte Juli seien keine Ausstände geplant, verspricht der Vorsitzende der Flugbegleitergewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation), Nicoley Baublies. Der Grund für die Absage des ursprünglich ab Mittwoch geplanten Streiks: Die Lufthansa sei der Gewerkschaft in allen wichtigen Punkten so weit entgegengekommen, dass die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen werden könnten, erklärte Baublies.


Zurück an den Verhandlungstisch

Zudem habe sich Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr wie von den Arbeitnehmervertretern lange gefordert mit an den Verhandlungstisch gesetzt. Deutschlands größte Airline bestätigte die vorläufige Einigung auf weitere Gespräche.

Beigelegt ist der Tarifkonflikt damit aus Ufo-Sicht aber noch nicht: Erst wenn es belastbare Fortschritte in den Verhandlungen gebe, könnten Streiks endgültig ausgeschlossen werden.

Die Gewerkschaft, die 19.000 Lufthansa-Flugbegleiter vertritt, kämpft für die Beibehaltung der bisherigen Betriebsrente. Dem Unternehmen zufolge ist das bisherige System wegen der niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten und längeren Rentenbezugszeiten nicht mehr bezahlbar. Eingeführt werden soll deshalb eine Vorsorge, bei der die Mitarbeiter stärker in die Finanzierung eingebunden sind.

Konzernchef Spohr will zudem, dass Flugbegleiter, die bereits mit 55 Jahren in Vorruhestand gehen wollen, künftig weniger Geld erhalten. Die Lufthansa gab voriges Jahr rund 3,7 Milliarden Euro aus, um die Renten der Kabinenmitarbeiter zu finanzieren. Die Gewerkschaft pocht neben der Beibehaltung der Altersversorgung in der jetzigen Form auf acht Prozent mehr Lohn für zwei Jahre. Die Lufthansa bietet ein Gehaltsplus von 2,5 Prozent über zweieinhalb Jahre.

Tarifkonflikte auch mit anderen Lufthansa-Beschäftigten

Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag waren erst kürzlich nach einem Jahr abgebrochen worden. Ufo hatte daraufhin mit einer massiven Streikwelle in der Hauptreisezeit im Sommer gedroht.

Die Lufthansa verhandelt derzeit mit mehreren Gewerkschaften für unterschiedliche Beschäftigungsgruppen. Ein Knackpunkt ist in allen Verhandlungen die betriebliche Altersvorsorge. Während die Piloten im laufenden Tarifkonflikt bereits mehrfach gestreikt haben, verzichteten die Flugbegleiter bislang darauf.

qu/kle (rtr, dpa, afp)

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Tsipras verbindet seine politische Zukunft mit Volksabstimmung

Wenn bei dem Referendum über die Forderungen der internationalen Geldgeber am Sonntag ein “Ja” herauskomme, “bin ich nicht für alle Zeiten Ministerpräsident”, sagte Alexis Tsipras im staatlichen Fernsehen. Seine Regierung werde bei der Volksabstimmung zwar ein “Ja” der Bevölkerung respektieren. “Wir werden aber nicht diejenigen sein, die sie ausführen”, unterstrich der Politiker von der linksgerichteten Syriza-Partei.

Tsipras hatte am Wochenende überraschend eine Volksabstimmung über die Reformvorschläge der Gläubiger angekündigt und die Europartner so vor den Kopf gestoßen. Daraufhin entschieden die Euro-Finanzminister, das aktuelle Hilfsprogramm nicht – wie von Tsipras gewünscht – um einige Tage zu verlängern. Wegen den geplatzten Verhandlungen waren die Finanzmärkte am Montag weltweit eingebrochen.


IWF-Rate wird nicht bedient

In der Nacht zum Mittwoch läuft das Hilfsprogramm der Euro-Länder für das finanziell angeschlagene Land aus. An diesem Dienstag wird Athen beim Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Kreditrate von 1,5 Milliarden Euro aller Voraussicht nach nicht zurückzahlen können und damit in die Pleite rutschen. Tsipras sagte dazu, er stehe bereit, die Verhandlungen mit den europäischen Partnern wieder aufzunehmen. Sollten sie umgehend ein Angebot unterbreiten, werde Griechenland seine Zahlungsverpflichtungen am Dienstag erfüllen. “Mein Telefon ist den ganzen Tag an. Wer immer auch anruft, ich nehme immer ab”. Kurz zuvor hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erklärt: “Griechenland hat angekündigt, den IWF nicht zu bezahlen, damit entfällt jede künftige Zahlung durch den IWF.”

Im Fernsehen forderte Tsipras seine Landsleute auf, den Spar- und Reformforderungen der Gläubiger eine Absage zu erteilen. Je stärker das “Nein” ausfalle, desto besser werde die Position Griechenlands in folgenden Verhandlungen sein. Mindestens 20.000 Anhänger der Regierung demonstrierten für die Politik von Tsipras. Er argumentiert, Auflagen wie etwa Rentenkürzungen wären unsozial und würden die schlechte Wirtschaftslage noch verstärken. Die Gläubiger fordern dagegen Strukturmaßnahmen, um das Land langfristig wettbewerbsfähiger zu machen.



Tausende Griechen demonstrieren vor dem Parlament für ein Nein beim Referendum (Foto: afp)

Tausende Griechen demonstrieren vor dem Parlament für ein “Nein” beim Referendum

Europas Spitzenpolitiker appellieren derweil an die Griechen, mit “Ja” zu stimmen. “Ein ‘Nein’ würde ein Nein zu Europa heißen, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Brüssel. Bundkanzlerin Angela Merkel versicherte, man werde sich weiteren Verhandlungen nicht verschließen, wenn Athen nach der Volksabstimmung darum bitten sollte.

Ratingagenturen schlagen zu

Am Abend stufte die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit Griechenlands nach der Ankündigung eines Referendums weiter herab. Die US-Agentur senkte die Bonität des Landes von CCC auf CCC-, was einer Stufe vor dem kompletten Zahlungsausfall entspricht. Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone liege nun bei rund 50 Prozent. Der Ausblick sei negativ. Zur Begründung erklärte Standard & Poor’s, sie werte die Volksabstimmung als “weiteren Hinweis”, dass die Regierung Tsipras der Innenpolitik Priorität vor der finanziellen und wirtschaftlichen Stabilität Griechenlands sowie vor Schuldzahlungen und der Mitgliedschaft in der Eurozone geben werde.


Fast zeitgleich bescheinigte die Ratingagentur Fitch vier griechischen Banken einen teilweisen Zahlungsausfall. Die Ratingagentur brachte damit ihre Einschätzung zum Ausdruck, dass die Griechische Nationalbank (NBG) sowie die Geldhäuser Piraeus, Eurobank und Alpha zahlungsunfähig gewesen wären, wenn die Regierung in Athen ab Montag nicht Kapitalverkehrskontrollen eingeführt hätte. Ihre Kreditwürdigkeit wurde daher von CCC beziehungsweise C auf RD herabgestuft, was für “Restricted Default” (Begrenzter Zahlungsausfall) steht.

Banken und Börsen geschlossen

Die Banken hätten stark unter dem massenhaften Abheben von Guthaben besorgter Kunden sowie unter der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) gelitten, die Notfallkredite des sogenannten ELA-Programms für griechische Banken nicht weiter anzuheben, erklärte Fitch.

Ohne frisches Geld droht Griechenland binnen wenigen Tagen der Bankrott. Um einen Kollaps des Bankensektors zu verhindern, hatte die Regierung in Athen Kapitalverkehrskontrollen und eine einwöchige Schließung der Banken angeordnet. An Geldautomaten dürfen Griechen seit Montag maximal 60 Euro pro Tag abheben, für ausländische Bankkarten soll die Beschränkung aber nicht gelten. Seit Monaten ziehen Unternehmen und Privatleute aus Sorge um den Verbleib des Landes in der Euro-Zone Milliarden Euro von ihren Konten ab.

kle/qu (rtr, dpa, afp)

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