Месечни архиви: October 2015

129 Flüchtlinge in Kühllaster entdeckt

Wie das Innenministerium in Sofia mitteilte, war der Zustand der Flüchtlinge “nicht Besorgnis erregend”. Genauer ging das Ministerium nicht auf den Gesundheitszustand der Menschen ein.

Der Lastwagen sollte über Bulgarien nach Rumänien fahren, hieß es. Die 129 Menschen, unter ihnen 58 Kinder, waren hinter Paletten mit Mineralwasser versteckt. Sie hatten laut Innenministerium keine Papiere bei sich, gaben aber an, aus Syrien zu stammen. Der türkische Fahrer wurde am Grenzübergang Kapitan-Andreewo festgenommen. Die bulgarischen Behörden prüfen nun die Identität der Migranten. Das Nicht-Schengen-Land Bulgarien ist bemüht, illegal eingereiste Flüchtlinge zu stoppen und zu registrieren.



In diesem Kühllaster waren im August in Österreich 71 tote Flüchtlinge entdeckt worden (Foto: Xinhua)

In diesem Kühllaster waren im August in Österreich 71 tote Flüchtlinge entdeckt worden

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, wurden bei einer landesweiten Razzia seit Freitag 495 Ausländer festgenommen. Bulgarien liegt nicht auf der aktuellen Balkanroute von Flüchtlingen aus Krisengebieten nach Deutschland. In den Flüchtlingszentren des ärmsten EU-Landes sind nach amtlichen Angaben etwa 20.000 Menschen registriert.

Ende August war an einer Autobahn im österreichischen Burgenland ein Kühllaster mit 71 toten Flüchtlingen entdeckt worden. Sie stammten vor allem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Den Ermittlungen zufolge wurden die Flüchtlinge an der Grenze zwischen Ungarn und Serbien abgeholt und nach Österreich gebracht. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen.

stu/fab (afp, dpa)

Source Article from http://www.dw.com/de/129-flüchtlinge-in-kühllaster-entdeckt/a-18819353?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Neuseeland ist Rugby-Weltmeister

Titelverteidiger Neuseeland ist zum dritten Mal Rugby-Weltmeister. Die “All Blacks” setzten sich im Traum-Finale im Rugby-Tempel Twickenham in London deutlich mit 34:17 (14:3) gegen Australien durch und verteidigten damit als erste Mannschaft seit der WM-Premiere 1987 ihren Titel erfolgreich. Mit dem dritten WM-Erfolg ist Neuseeland nun alleiniger Rekord-Weltmeister.

“Das ist Wahnsinn, wir sind so stolz”, sagte Neuseelands Kapitän Richie McCaw, während seine Landsleute am anderen Ende der Welt um kurz vor sieben Uhr am Sonntagmorgen eine Riesen-Party feierten. Prinz Harry, Ehrenpräsident des englischen Rugby-Verbandes, klatschte auf der Tribüne Beifall und überreichte dem alten und neuen Weltmeister die “Webb-Ellis-Trophäe”.

“Wir haben ein gutes Finale gespielt, aber das bessere Team hat gewonnen. Das muss man einfach so sagen”, befand Australiens Spielführer Stephen Moore, nachdem die sechswöchige Rugby-Party in England und Wales für seine Mannschaft kein gutes Ende gefunden hatte.

Carter herausragend

Vor 81.605 Zuschauern dominierten die All Blacks, die vor Spielbeginn erneut ihren berühmt-berüchtigen Haka-Tanz aufführten, vor allem in den ersten 40 Minuten. Ein Try von Nehe Milner-Skudder und elf weitere Punkte von Dan Carter, der in seinem 112. und letzten Länderspiel mit insgesamt 19 Zählern überragender Spieler der Partie war, sorgten für die deutliche Halbzeitführung. Carter hat in seiner Nationalmannschafts-Karriere damit 1598 Punkte gesammelt – so viele wie kein Spieler vor ihm.

Nach der Pause konnten die “Wallabies” kurzzeitig für ein offenes Match sorgen. Der Versuch von Beauden Barrett zum 32:17 machte dann aber in der zweiten Halbzeit alles klar für die favorisierten Neuseeländer, die 1987 bei der ersten WM und 2011 im eigenen Land den Titel geholt hatten.

Erstmals waren bei dieser achten Weltmeistschaft alle europäischen Mannschaften spätestens im Viertelfinale ausgeschieden. Den
dritten Platz
hatten am Freitag die Südafrikaner mit einem Sieg gegen Argentinien belegt. Die WM 2019 findet in Japan statt. Dass dann das Rugby-Entwicklungsland Deutschland dabei sei wird, ist eher unwahrscheinlich. Die Deutschen waren im Mai 2014 gegen Russland in der WM-Qualifikation ausgeschieden.

to/sn (sid, dpa)

Source Article from http://www.dw.com/de/neuseeland-ist-rugby-weltmeister/a-18819340?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Brandkatastrophe in Bukarest: "Einfache Regeln ignoriert"

“Die Tragödie ist geschehen, weil einfache Regeln ignoriert wurden”, sagte Staatspräsident Klaus Iohannis nach einem Besuch am Unglücksort. Das Lokal sei für ein solches Konzert “total ungeeignet”, zudem sei es in “unvorstellbarer” Weise überfüllt gewesen.

In dem in einem Untergeschoss gelegenen Club “Colectiv” im Zentrum Bukarests trat am Freitagabend die Heavy-Metal-Band “Goodbye to Gravitiy” auf. Überlebende berichteten, dass für die Bühnenshow am Vorabend von Halloween Feuerwerkskörper zum Einsatz gekommen seien. Sie sollen eine Säule und einen Deckenabschnitt in Brand gesetzt haben. In Sekundenschnelle füllte sich demnach der Club mit Rauch, was zu Panik führte. Den Augenzeugen zufolge sollen sich zum Unglückszeitpunkt bis zu 400 Jugendliche in der Disco aufgehalten haben. Nach örtlichen Medienberichten gab es nur einen Ausgang.



Rettungseinsatz nach der Explosion in Bukarester Nachtclub (Foto: Reuters)

Großeinsatz für die Rettungskräfte

Unklare Brandschutzverordnung

Ungenaue Vorschriften zum Feuerschutz dürften mit ein Grund für das Unglück gewesen sein. Prinzipiell kann nur das Katastrophenschutzamt Genehmigungen für Feuerwerksshows geben. Eine solche Erlaubnis hatte der Club den Angaben zufolge nicht. Andererseits könne eine solche Show auch ohne die Genehmigung des Amtes stattfinden, wenn der Geschäftsführer unterschreibt, dass er dafür die Verantwortung übernehme, sagte Bezirksbürgermeister Cristian Popescu Piedone. “Colectiv” habe diese Erklärung unterschrieben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung und schließt eine Mordanklage nicht aus.

Die Regierung hat für das Land eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Hunderte Rumänen folgten einem über Facebook verbreiteten Aufruf zur Blutspende. Sie bildeten lange Schlangen vor verschiedenen Krankenhäusern und Blutspende-Zentren in Bukarest. Eine Facebook-Gruppe rief Partygänger dazu auf, zum Zeichen der Solidarität und Trauer in der Nacht zum Sonntag nicht in die Clubs zu gehen. “Wir alle sind empört, erschrocken und schockiert – wir fragen uns: Wie war das möglich?”

fab/stu (dpa, afp)

Source Article from http://www.dw.com/de/brandkatastrophe-in-bukarest-einfache-regeln-ignoriert/a-18819302?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Ban: Assads Schicksal blockiert Friedensprozess


Bei den internationalen Gesprächen zur Lösung des Syrien-Konflikts ist die Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad einer der wichtigsten Streitpunkte, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Interview mit mehreren spanischen Zeitungen. Es sei “total unfair und überhaupt nicht vernünftig, dass das Schicksal einer einzigen Person die politischen Verhandlungen” über Syrien blockiere. Bei den Gesprächen über eine syrische Übergangsregierung beharre Damaskus darauf, dass Assad einer solchen angehören müsse, während vor allem westliche Länder dies ablehnten, sagte Ban.



“Wir haben deswegen drei Jahre verloren, es gibt mehr als 250.000 Tote, mehr als 13 Millionen Flüchtlinge innerhalb Syriens”, so der Südkoreaner. Im Flüchtlingsdrama rief Ban Europa zu “Barmherzigkeit und Solidarität” auf. Kein Land, egal wie mächtig, und “auch keine internationale Organisation wie die UN kann das alleine stemmen”, warnte er.



Internationale Kampfgruppe greift den IS an


Derweil geht der Kampf gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) in eine neue Runde: Eine von den USA angeführte, im Oktober gegründete Kampfgruppe namens “Syrische Demokratische Truppen” hat in der Nacht zu Samstag mit Angriffen auf IS-Hochburgen im Nordosten Syriens begonnen. Die Aktion sei im Süden der Provinz Hasaka gestartet worden, sagte der Kurdensprecher Idriss Nassan der Deutschen Presse-Agentur.


Nach Angaben der Kampfgruppe handele sich um den ersten Schritt einer Militäroperation, die das Ziel habe, Syrien mithilfe der USA von den Extremisten zu befreien. Die Brigade hatte sich Mitte Oktober als Bündnis aus den Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), arabischen Stämmen und Rebellengruppen gebildet.


Neue Strategie der USA?


Am Freitag hatte die US-Regierung angekündigt, bewaffnete Spezialeinheiten ins syrische Kriegsgebiet zu entsenden. US-Präsident Barack Obama sprach von weniger als 50 Soldaten, die lokale Gruppen im Kampf gegen den IS ausbilden und beraten sollen. Zudem gab Obama bekannt, eine nicht genannte Zahl von Kampfflugzeugen des Typs A-10 und F-15 an den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik zu verlegen.


In Abstimmung mit der irakischen Regierung soll ein Einsatzkommando gebildet werden, um Angriffe auf Anführer des IS und dessen Netzwerk zu koordinieren. Das Weiße Haus bestritt, dass es sich um eine grundsätzliche Kehrtwende in der US-Krisenstrategie handelt. Obama habe bereits im September 2014 verkündet, dass US-Soldaten in der Region dabei helfen würden, Kämpfer auszubilden und zu beraten, sagte der Sprecher Josh Earnest.


Wiener Treffen positiv gewertet


Am Freitag fand in Wien die bislang größte internationale Syrienkonferenz statt. Insgesamt 17 Länder sowie die Vereinten Nationen und die EU haben acht Stunden lang über den Syrien-Krieg beraten. In der Abschlusserklärung wurde auf Drängen des Iran und Russlands festgehalten, dass das syrische Volk selbst über die Zukunft des Landes entscheiden sollte. Damit rückte der Westen von einer früheren Forderung ab, dass der syrische Machthaber sofort aus dem Amt gedrängt werden müsse.



Außenminister von 17 Ländern sitzen an einer großen Tafel bei der Syrien-Konferenz in Wien zusammen (Foto: Oguz Gumrukcu)

Syrien-Konferenz in Wien


Der Iran, der erstmals an den Verhandlungen teilnehmen durfte, war mit den Entscheidungen recht zufrieden. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte nach Angaben iranischer Medien: “Tatsache ist, dass nicht wir zur Debatte stehen, sondern Syrien und die Syrer.” Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußerte sich bei einem Besuch im Golfstaat Bahrain vorsichtig optimistisch zu den Ergebnissen der Konferenz. “Das Treffen in Wien wird anerkannt als ein Startschuss für etwas Neues”, sagte sie in der bahrainischen Hauptstadt Manama.


Der Bürgerkrieg in Syrien dauert fast viereinhalb Jahre an. Mindestens 250.000 Menschen kamen ums Leben.


nem/fab (dpa, rtr)

Source Article from http://www.dw.com/de/ban-assads-schicksal-blockiert-friedensprozess/a-18819301?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Was geschah über dem Sinai?

Nach dem Absturz der russischen Passagiermaschine mit 224 Toten hat das Rätselraten um die Absturzursache begonnen. Unmittelbar nach dem Unglück hatten ägyptische Sicherheitskreise erklärt, man gehe von einem technischen Defekt aus. Es gebe weder Hinweise auf einen Abschuss noch auf eine Bombe an Bord.

Wenig später teilte jedoch der ägyptische Ableger der Dschihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) auf seinem Twitter-Konto mit, er habe die Maschine über dem Sinai zum Absturz gebracht. Die “Soldaten des Kalifats haben es geschafft, ein russisches Flugzeug in der Provinz Sinai” zu Boden zu bringen, erklärte die IS-Gruppe. Ziel der Kämpfer seien russische “Kreuzfahrer” an Bord gewesen. “Dank Gottes Hilfe wurden sie alle getötet.” Dies sei eine Racheaktion für die russische Intervention in Syrien. Russland hatte Ende September mit Luftangriffen auf den IS in Syrien begonnen.


Russlands Verkehrsminister Maxim Sokolow widersprach kursierenden Berichten zur Absturzursache. “Es gibt derzeit in verschiedenen Medien Informationen, dass das russische Passagierflugzeug mit einer Flugabwehrrakete von Terroristen abgeschossen worden sei”, sagte Sokolow der Nachrichtenagentur Interfax. “Diese Information kann nicht als korrekt betrachtet werden.”

Nach Angaben von Militärexperten verfügen die IS-Kämpfer auf dem Sinai nicht über Boden-Luft-Raketen, die ein Flugzeug auf einer Höhe von 30.000 Fuß (rund 9100 Meter) treffen könnten, wie dies bei der russischen Maschine bei ihrem letzten Funkkontakt der Fall war. Die Experten schlossen aber eine Bombe an Bord oder einen Abschuss durch eine Rakete nicht aus, sollte das Flugzeug wegen technischer Probleme in den Sinkflug gegangen sein.


Die russische Flugaufsicht bekräftigte, dass alle möglichen Ursachen geprüft würden. “Zu spekulieren, ob ein technischer Defekt, ein menschlicher Fehler oder eine äußere Einwirkung der Grund war, ist derzeit sinnlos”, sagte ein Behördensprecher in Moskau. Es fehle noch an aussagekräftigen Hinweisen.

Aufklärung könnte möglicherweise die Auswertung des Stimmenrekorders und des Flugdatenschreibers bringen. Nach Angaben offiziellen Angaben wurden beide Blackboxen inzwischen gefunden.

Das Flugzeug war in einer Unruhe-Region zerschellt. Auf der Halbinsel Sinai kämpfen islamistische Gruppen, die sich der IS-Miliz angeschlossen haben, gegen ägyptische Sicherheitskräfte. Seit 2013 wurden dabei hunderte Polizisten und Soldaten getötet.



Ägyptens Ministerpräsident Scherif Ismail (M.) an der Absturzsstelle (Foto: EPA)

Ägyptens Ministerpräsident Scherif Ismail (M.) an der Absturzsstelle

Air France und Lufthansa kündigten an, dass sie vorerst nicht mehr über die Sinai-Halbinsel fliegen werde. So lange die Absturzursache nicht geklärt sei, werde die ägyptische Halbinsel aus Sicherheitsgründen umflogen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung “Die Welt”. Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin der Air France.

Senkrecht zu Boden gestürzt

Der Airbus A321 war am frühen Morgen vom Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer nach St. Petersburg gestartet. Nur 23 Minuten nach dem Start brach der Kontakt zu der Chartermaschine der russischen Fluggesellschaft Kogalimawija ab, die unter dem Namen Metrojet fliegt. Die Maschine sei fast aus Reiseflughöhe praktisch senkrecht zu Boden gestürzt, sagte ein Vertreter der ägyptischen Sicherheitsbehörden.

Das Wrack wurde dann rund hundert Kilometer südlich der Stadt Al-Arisch im bergigen Norden des Sinai gefunden. Ein Vertreter der ägyptischen Flugaufsicht sagte, der Pilot habe zuletzt Probleme mit dem Kommunikationssystem gemeldet.

Die russische Botschaft in Kairo teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, alle Passagiere seien tot. An Bord der Maschine mit der Flugnummer 9268 waren 214 russische und drei ukrainische Passagiere sowie sieben Besatzungsmitglieder. Der jüngste Passagier war ein zehn Monate altes Mädchen.



Auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg erfuhren Angehörige der Opfer von der Katastrophe (Foto: dpa)

Auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg erfuhren Angehörige der Opfer von der Katastrophe

Helfer berichteten, das Flugzeug sei in zwei Teile zerbrochen. Viele Leichen lägen auf dem Boden, andere Opfer säßen noch angeschnallt in ihren Sitzen. In den Trümmern klingelten zahlreiche Mobiltelefone, die vermutlich den Insassen gehörten. Am Zielflughafen St. Petersburg warteten dem russischen Fernsehen zufolge Angehörige verzweifelt auf weitere Informationen.

Russische Untersuchungskommission gebildet

Russlands Präsident Wladimir Putin schickte eigene Bergungskräfte zum Absturzort. Laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen sollten auch Katastrophenschutzminister Wladimir Puschkow, Verkehrsminister Sokolow und der Chef der Luftverkehrsbehörde, Alexander Neradko, auf den Sinai reisen. Zudem nahm eine russische Untersuchungskommission die Arbeit auf, um mögliche Versäumnisse der Fluggesellschaft zu prüfen.

Putin telefonierte mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah Al-Sisi. Die Staatsoberhäupter hätten einen engen Informationsaustausch bei der Klärung der Katastrophe vereinbart, hieß es in Moskau. Bei dem Telefonat sei auch die Koordination der Bergungsarbeiten besprochen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Joachim Gauck und weitere Staats- und Regierungschefs drückten Putin ihr Beileid aus.

Scharm el Scheich wird jedes Jahr von tausenden Touristen besucht, darunter auch viele Russen. Seitdem die ägyptische Armee im Norden des Sinai gegen bewaffnete Islamisten vorgeht, werden die Badeorte im Süden der Halbinsel durch ein Großaufgebot von Militär und Polizei gesichert.

stu/fab (afp, dpa, rtr)

Source Article from http://www.dw.com/de/was-geschah-über-dem-sinai/a-18819102?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Brutaler Angriff auf religionskritische Autoren in Bangladesch

Mehrere Blogger sind dieses Jahr in Bangladesch ermordet worden – jetzt vermelden die Behörden erste Festnahmen. Bereits von einem entscheidenden Schlag zu sprechen, wäre aber verfrüht, meint DW-Redakteur Grahame Lucas. (18.08.2015)

Source Article from http://www.dw.com/de/brutaler-angriff-auf-religionskritische-autoren-in-bangladesch/a-18818841?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

IS will russische Passagiermaschine zum Absturz gebracht haben

Ein Badeurlaub am Roten Meer ist für zahlreiche Menschen tödlich geendet: Bereits kurz nach dem Start im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich ist ein russischer Urlaubsflieger mit 224 Menschen an Bord über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Wie die russische Botschaft in Kairo auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, starben alle Passagiere. Vertreter der ägyptischen Sicherheitsbehörden und Rettungskräfte erklärten, es gebe “keine Überlebenden”. Die meisten Fluggäste waren russische Urlauber.

Die Behörden waren Sicherheitskreisen zufolge zunächst von einem technischen Defekt ausgegangen. Es gebe bislang weder Hinweise auf einen Abschuss noch auf eine Bombe an Bord, hieß es. Später teilte jedoch der ägyptische Ableger der Dschihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) auf seinem Twitter-Konto mit, er habe die Maschine auf dem Sinai zum Absturz gebracht. Die “Soldaten des Kalifats haben es geschafft, ein russisches Flugzeug in der Provinz Sinai” abzuschießen, erklärte die IS-Gruppe. Die mehr als 220 “Kreuzzügler” an Bord der Maschine seien getötet worden. Der Abschuss sei eine Racheaktion für die russische Intervention in Syrien. Russland hat Ende September mit Luftangriffen in Syrien begonnen. Das Flugzeug war in einer Unruhe-Region zerschellt, in der auch Anhänger des IS operieren.



Pressekonferenz der russischen Behörden am Petersburger Flughafen Pulkowo (Foto: dpa)

Pressekonferenz der russischen Behörden am Petersburger Flughafen Pulkowo (Foto: dpa)

Verkehrsminister Maxim Sokolow widersprach Berichten, wonach das Flugzeug abgeschossen worden sei. “Es gibt derzeit in verschiedenen Medien Informationen, dass das russische Passagierflugzeug mit einer Flugabwehrrakete von Terroristen abgeschossen worden sei”, sagte Sokolow der Nachrichtenagentur Interfax. “Diese Information kann nicht als korrekt betrachtet werden.”

Nach Angaben von Militärexperten verfügen die IS-Kämpfer auf dem Sinai nicht über Boden-Luft-Raketen, die ein Flugzeug auf einer Höhe von 30.000 Fuß (rund 9100 Meter) treffen könnten, wie dies bei der russischen Maschine bei ihrem letzten Funkkontakt der Fall war. Die Experten schlossen aber eine Bombe an Bord oder einen Abschuss durch eine Rakete nicht aus, sollte das Flugzeug wegen technischer Probleme in den Sinkflug gegangen sein.

Rettungskräfte fanden Trümmerteile des Airbus 321 in einer Gebirgsregion nahe dem Al-Arisch-Flughafen im Norden des Sinai, wie die ägyptische Flugunfallbehörde mitteilte. 45 Krankenwagen eilten zum Absturzort.

Helfern zufolge zerbrach das Flugzeug nach dem Abstzurz in zwei Teile. Ein Teil des Flugzeugs sei an einem Felsen zerschellt, der kleinere, hintere Bereich in Flammen aufgegangen. Viele der Opfer säßen noch angeschnallt in ihren Sitzen, sagte ein Helfer. Unter den Todesopfern seien mindestens 17 Kinder, sagte der Chef der Luftfahrtbehörde, Mahmud al-Sinati.

Der Kontakt zu dem Charterflugzeug der russischen Fluggesellschaft Kogalimawija mit 217 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord sei nur 23 Minuten nach dem Start über dem Sinai abgebrochen, sagte ein Vertreter der ägyptischen Flugaufsicht. Der Airbus A-321 flog demnach in einer Höhe von über 30.000 Fuß (rund 9100 Meter), als er vom Radar verschwand. Kurz zuvor habe der Pilot Probleme mit dem Kommunikationssystem gemeldet. Gerüchte, wonach der Pilot versucht haben soll, in Al-Arisch notzulanden, wurden von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt.

Russische Minister auf dem Weg nach Ägypten

Am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg versammelten sich verzweifelte Angehörige. Sie warte auf ihre Eltern, sagte die 25-jährige Ella Smirnowa. “Ich habe zum letzten Mal mit ihnen telefoniert, als sie schon im Flugzeug saßen, und dann habe ich die Nachricht gehört.” Sie hoffe zwar, dass ihre Eltern noch am Leben seien, “aber vielleicht werde ich sie nie wiedersehen”.

Russlands Präsident Wladimir Putin wies das Katastrophenschutzministerium in Moskau an, auch eigene Rettungskräfte zum Absturzort zu schicken. Der Katastrophenschutz bereitete den Abflug von drei Maschinen mit Bergungsmannschaften vor. Laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen sollten auch Katastrophenschutzminister Wladimir Puschkow, Verkehrsminister Maxim Sokolow und der Chef der Luftverkehrsbehörde, Alexander Neradko, auf den Sinai reisen.

Staatliche Untersuchungskommission

Putin ordnete die Bildung einer staatlichen Untersuchungskommission an. Die Leitung übernehme Regierungschef Dmitri Medwedew, teilte der Kreml in Moskau mit. Putin ordnete zudem sofortige Hilfe für die Angehörigen der Opfer an und sprach ihnen sein Beileid aus. Die russische Generalstaatsanwaltschaft leitete der Agentur Interfax zufolge eine Prüfung der Tragödie ein.



Wartende am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg nach dem Unglück (Foto: dpa)

Wartende am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg nach dem Unglück

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Putin ihr Beileid aus. “Deutschland trauert mit Russland um die Opfer”, sagte Merkel laut einer Regierungssprecherin in Berlin in einem Telefonat mit Putin. Auch Bundespräsident Joachim Gauck kondolierte Putin. “Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Flugzeuginsassen und deren Familien und Freunden”, erklärte Gauck in Berlin.

Frankreichs Präsident François Hollande übermittelte Putin das Beileid Frankreichs. “Es war mir wichtig, dem russischen Volk nach dieser Katastrophe unsere Solidarität auszusprechen”, sagte Hollande. Der Generalsekretär des Europarates in Straßburg, Thorbjørn Jagland, äußerte sich schwer erschüttert. “Dies ist ein schrecklicher Verlust für unser Mitgliedsland Russland”, sagte Jagland. Im Namen des Europarates und aller seiner Mitgliedsstaaten sprach er den Russen seine tiefste Trauer und sein Mitgefühl aus.

Branchenberichten zufolge besuchten im vergangenen Jahr etwa drei Millionen Russen Ägypten – dies sei die größte ausländische Gruppe gewesen, hieß es. Reisebüros locken mit günstigen Pauschalangeboten und dem guten politischen Verhältnis zwischen Kairo und Moskau. Da westliche Touristen wegen mehrerer Terroranschläge und der derzeitigen autoritären Regierung das Land meiden, sind russische Gäste für die ägyptische Tourismusbranche von großer Bedeutung.

stu/fab (afp, dpa, rtr)

Source Article from http://www.dw.com/de/is-will-russische-passagiermaschine-zum-absturz-gebracht-haben/a-18818732?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Überraschungsfinale in Singapur

Mit diesem Endspiel hatte niemand gerechnet. Die Polin Agnieszka Radwanska und Petra Kvitova aus Tschechien erreichten beim Saison-Abschlussturnier der acht besten Spielerinnen überraschend das Finale. Radwanska setzte sich im Halbfinale gegen die zuvor noch ungeschlagene Spanierin Garbine Muguruza in drei Sätzen mit 6:7 (5:7), 6:3, 7:5 durch. Danach gewann Kvitova gegen die ebenfalls mit drei Siegen in die Vorschlussrunde eingezogene Russin Maria Scharapowa in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:6 (7:3). Sowohl Radwanska als auch Kvitova hatten bei der mit sieben Millionen Dollar dotierten Tennis-Veranstaltung zuvor nur ein Spiel gewonnen.

Zweimal “unglaublich”

“Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll”, sagte Radwanska nach ihrem überraschenden Erfolg gegen die Weltranglisten-Dritte Muguruza. “Nach den beiden Niederlagen zum Beginn der Gruppenphase dachte ich eigentlich, dass das Turnier für mich schon gelaufen ist. Jetzt stehe ich im Finale, das ist unglaublich.” Ähnlich äußerte sich Kvitova nach ihrem Match gegen die Ranglisten-Vierte Scharapowa, bei dem die Favoritin aus Russland im zweiten Durchgang eine 5:1-Führung noch aus der Hand gegeben hatte. “Ich kann es noch gar nicht glauben”, sagte Kvitova.



Petra Kvitova jubelt nach ihrem Sieg im Halbfinale in Singapur. Foto: Getty Images

Petra Kvitova überraschte sich im Halbfinale von Singapur selbst


Am Freitag
war die Tschechin nach ihrer Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Muguruza eigentlich so gut wie ausgeschieden. Doch weil die Deutsche Angelique Kerber danach in zwei Sätzen gegen Kvitovas Landsfrau Lucie Safarova verlor, schaffte die zweimalige Wimbledon-Siegerin doch noch den Sprung ins Halbfinale. Kerber hätte bereits der Gewinn eines Satzes zum Weiterkommen gereicht. So aber schied die deutsche Nummer eins wie 2012 und 2013 in der Vorrunde aus. “Momentan sitzt der Stachel der Enttäuschung schon noch tief”, räumte Kerber am Tag nach ihrer 4:6, 3:6-Niederlage gege Safarova ein, blickte aber schon auf das Tennisjahr 2016 voraus: “Ich muss das Positive herausziehen – und das werde ich.” Die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA hatte ihre Saison vorzeitig beendet und war daher nicht beim WTA-Finale gestartet.

sn/ck (dpa, sid)

Source Article from http://www.dw.com/de/überraschungsfinale-in-singapur/a-18818822?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Liveticker: Bundesliga – 11. Spieltag

Bundesliga




Dortmund siegt in Bremen, Gladbach punktet dreifach in Berlin. Punkteteilung zwischen Schalke und Ingolstadt, Augsburg und Mainz, sowie Kön und Hoffenheim. LesenSie nach, wie die Partien verliefen.










Die Redaktion empfiehlt


WWW-Links










Source Article from http://www.dw.com/de/liveticker-bundesliga-11-spieltag/a-18806772?maca=de-rss-de-all-1119-rdf