Месечни архиви: December 2015

Papst: "Das Gute gewinnt immer"


Papst Franziskus hat in seiner Silvesterpredigt dazu aufgerufen, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. “Das Gute gewinnt immer, auch wenn es in manchen Momenten schwächer und unsichtbar zu sein scheint”, sagte er in einem Gottesdienst zum Jahresabschluss im Petersdom. Das Jahr 2015 sei zwar einerseits von “unsagbaren Leiden vieler Unschuldiger” geprägt, insbesondere von Flüchtlingen. Diese seien “gezwungen worden, ihre Heimat zu verlassen”, ohne feste Unterkunft, Nahrungsmittel und Unterhalt. Zugleich habe es “großartige Gesten der Güte, der Liebe und der Solidarität” gegeben, “auch wenn sie nicht in die Fernsehnachrichten gekommen sind”. Diese Zeichen der Liebe könnten und dürften nicht “von der Rücksichtslosigkeit des Bösen verdunkelt werden”.



Auch die Kirchen in Deutschland riefen an Silvester zu Solidarität mit Flüchtlingen und Entschiedenheit gegenüber Radikalismus auf. Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs sagte, trotz verstörender Ereignisse wie die Terroranschläge in Paris und der Syrien-Krieg sei 2015 auch ein gutes Jahr gewesen. So habe Deutschland eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Die feste Gewissheit, dass das Gute sich am Ende durchsetzen wird, sei vielleicht der wichtigste Beitrag der christlichen Tradition für das Zusammenleben, sagte Fehrs in ihrer Neujahrsbotschaft. Dieser Glaube sei eine gute Grundlage für eine breite gesellschaftliche Debatte zum Thema Integration als wichtigste Aufgabe im kommenden Jahr.



“Neue Maßstäbe für ein gelindes Leben”



Der Kardinal Karl Lehmann sieht in der weltweiten Flüchtlingskrise ein Anzeichen dafür, dass die “globalisierte Welt nicht mehr statisch, weit von uns weg, irgendwie eine abstrakte Angelegenheit ist”. “Die Globalisierung zeigt ihre Auswirkungen nicht nur in fernen Ländern, sondern die betroffenen Menschen bringen sie in unsere Länder, ja sogar in unsere eigenen Häuser”, sagte Lehmann in seiner Silvesterpredigt im Mainzer Dom. “Wir werden in vielem im Blick auf unsere Maßstäbe für ein gelingendes Leben umdenken müssen, nicht nur auf uns allein schauen dürfen, sondern diese Fremden an unseren eigenen Lebenschancen teilnehmen lassen müssen.”



Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki sagte, Terroristen wie die, die zu Beginn des Jahres die Redaktion des Pariser Satiremagazins “Charlie Hebdo” überfielen und zwölf Menschen töteten, wollten Märtyrer sein. Doch im Namen der Religion verkehrten diese Ideologen den Inhalt ins Gegenteil, machten etwa aus dem Islam Islamismus und trieben einen Keil in die Gesellschaft, so der Kardinal im Jahresabschlussgottesdienst im Kölner Dom. “Ein Märtyrer unserer Tage, das ist sicherlich der junge Muslim aus Mali, Lassana Bathily, der während der Geiselnahme durch einen islamistischen Attentäter am Tag der Attentate auf ‘Charlie Hebdo’ mehrere Besucher im Kühlraum eines jüdischen Pariser Supermarkts versteckte.”


“Wir brauchen religiöse Alphabetisierung”


Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Martin Heimbucher, warb für einen intensiven christlich-islamischen Dialog. Angesichts der schrecklichen Nachrichten aus Europa, dem Nahen Osten und aus Afrika sei der Kontakt zu den muslimischen Nachbarn und den muslimischen Nachbargemeinden unverzichtbar, sagte er. Es sei eine Aufgabe für alle christlichen Gemeinden und Theologen, sich gegenüber den Muslimen kundig und sprachfähig über den Islam zu machen, sagte Heimbucher. “Da brauchen wir eine Art religiöse Alphabetisierung.” Problematisch sei, dass beide Religionen einen Überbietungsanspruch in sich trügen, sagte Heimbucher. Beide beriefen sich auf eine unumstößliche Glaubenserkenntnis, “gefolgt von dem Reflex, wir sind besser als die anderen”. Als die Christen von einer Minderheit zu einer Mehrheit wurden, hätten sie ihre scheinbare Überlegenheit an den Juden ausgelassen, “mit grässlichen Folgen”. Erst nach dem Massenmord an den Juden in der NS-Zeit hätten die Christen begonnen, dies aufzuarbeiten. Die Geschichte zeige, dass dies ein sehr langer Lernprozess ist, unterstrich Heimbucher.



pab/wa (dpa, epd, kna)

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Großbrand wütet in Luxushotel in Dubai

Das betroffene Luxus-Hotel “The Address” befindet sich unweit des höchsten Wolkenkratzers der Welt, Burj Khalifa. Riesige Flammen schlugen über mehrere Etagen an den Wänden des Hotels hoch. Dunkler Rauch zog über Dubai.

Augenzeugen berichteten, Asche sei auf die vielen Schaulustigen herabgeregnet, die sich eigentlich wegen des Feuerwerkes in den Straßen versammelt hatten. Einsatzkräfte bemühten sich, die Menschen aus der Nähe des Hotels zurückzudrängen.

“Keine Verletzten”

Alle Hotelgäste konnten angeblich inzwischen in Sicherheit gebracht werden – nach Angaben des Zivilschutzes gibt es keine Opfer zu beklagen. Wie es heißt, waren die Flammen überwiegend nicht in das Innere des Gebäudes vorgedrungen. Die Brandursache ist noch unklar.

wa/pab (rtr, dpa, afp, twitter)

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Atomabkommen in Gefahr?

Die geplanten Sanktionen sollen sich gegen fast ein Dutzend Firmen und Einzelpersonen im Iran, in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten richten, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Grund sei deren mutmaßliche Mithilfe bei der Entwicklung des iranischen Raketenprogramms.

Scharfe Töne

Die Führung in Teheran reagierte prompt und bezeichnete die geplanten Sanktionen als “illegal”. “Der Iran hat ein legitimes Recht, sein Verteidigungspotenzial für die innere Sicherheit zu erhöhen”, sagte der iranische Außenamtssprecher Dschaber Ansari. Die Maßnahmen der Amerikaner würden den Iran nicht an diesem Recht hindern. Dies habe Teheran der amerikanischen Seite auch bereits mitgeteilt, fügte der Sprecher hinzu.

Während die iranische Führung neue Sanktionen als Bruch des Atomabkommens betrachten könnte, behält Washington sich das Recht auf Sanktionen im Zusammenhang mit dem Raketenprogramm, Finanzierung von Terrorismus sowie Menschenrechtsverstößen vor. Der Iran hatte im Oktober eine neue Mittelstreckenrakete erfolgreich getestet, was die USA als Verstoß gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gewertet hatten. Israel fühlt sich vom iranischen Raketenprogramm existenziell bedroht und hat mehrmals indirekt mit Luftschlägen gedroht.

Eine Lüge?

US-Angaben, wonach iranische Marineschiffe am 26. Dezember in der Straße von Hormus Raketen in der Nähe des Flugzeugträgers “USS Harry S. Truman” abgefeuert haben sollen, wurden vom Iran inzwischen dementiert. “Die Berichte des US-Militärs diesbezüglich sind gelogen”, betonte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden. Man habe in den vergangenen Wochen überhaupt keine Manöver in der Meeresenge zwischen den Golfstaaten und dem Iran abgehalten und daher auch keine Raketen abgeschossen.



USS Flugzeugträger Harry S. Truman (Foto: picture alliance)

USA: Raketenstart in der Nähe des Flugzeugträgers Harry S. Truman war “äußerst provokativ”

“Historisches Abkommen”

Im Sommer dieses Jahres hatte sich der Iran mit der “5+1″-Gruppe – den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland – auf eine deutliche Beschränkung seines Atomprogramms geeinigt. Mit diesem vielfach “historisch” genannten Abkommen sollen Ängste der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden, im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen Teheran fallen. Mit diesem Schritt wird spätestens im Februar 2016 gerechnet.

wa/pab (dpa, afp)

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Bosnien klagt Serben-Politiker an

Wie die bosnische Staatsanwaltschaft in Sarajevo mitteilte, werden dem 72-jährigen Borislav Paravac, ehemaliges serbisches Mitglied der Präsidentschaft des Landes, Verbrechen gegen Kroaten und Muslime zu Beginn des Bosnien-Krieges zur Last gelegt.

Von Mai 1992 bis Ende 1993 soll sich Paravac an systematischen Angriffen bosnisch-serbischer Einheiten auf die kroatische und muslimische Bevölkerung in der Region von Doboj und Teslic beteiligt haben. Paravac war seinerzeit Bürgermeister von Doboj und leitete einen “Krisen-Generalstab”. Mit ihm sind drei weitere Männer wegen dieser Verbrechen angeklagt. Es sollen ehemalige hochrangige Politiker der serbischen Lokalregierung in Doboj in Nordbosnien sein.

Laufende Verfahren vor UN-Tribunal

Paravac war von 2003 bis 2006 Mitglied der bosnischen Präsidentschaft; auch bekleidete er den Posten des Vizepräsidenten des bosnischen Parlaments. Der 72-Jährige ist das zweite serbische Mitglied der Präsidentschaft, das wegen Kriegsverbrechen belangt wird. Der andere bekannte Politiker, Momcilo Krajisnik, war von der internationalen Justiz zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. In Den Haag stehen derzeit auch die beiden ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic und Ratko Mladic unter anderem wegen Völkermordes vor Gericht.

Der Fall Paravac wurde der bosnischen Justiz vom Haager UN-Tribunal für Ex-Jugoslawien übergeben, nachdem dort die ersten Ermittlungen vorangetrieben worden waren. Im Bosnien-Krieg (1992 bis 1995) wurden mehr als 100.000 Menschen getötet. Zwei Millionen Menschen, die Hälfte der damaligen Bevölkerung, wurden vertrieben.

pab/wa (afp, dpa)

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Startschuss für Wirtschaftsgemeinschaft AEC

Bei ihrem Gipfeltreffen in Malaysia hatte die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) im November formell die Gründung der Gemeinschaft zum 31. Dezember verkündet. Dabei geht es um mehr Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, kulturellen Austausch und – als Herzstück – um den gemeinsamen Binnenmarkt (AEC).

Die zehn Mitgliedsländer bleiben aber ein lockeres Bündnis aus souveränen Staaten. Sie haben keine länderübergreifenden Behörden nach dem Muster der Europäischen Union und keine Gesetze, die in allen Mitgliedsländern gelten.

Barrieren bleiben

Für den Binnenmarkt sind die Zölle zwar weitgehend abgeschafft. Doch stehen dem geplanten freien Waren- und Dienstleistungsaustausch noch zahlreiche außertarifliche Handelsbarrieren entgegen. Darunter sind etwa unterschiedliche Sicherheitsstandards und Zulassungsbedingungen. Die Freizügigkeit der Arbeitskräfte wird für bestimmte Berufe angestrebt.

ASEAN umfasst zehn Länder in Südostasien mit mehr als 600 Millionen Einwohnern: das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt, Indonesien, den winzigen, aber reichen Stadtstaat Singapur, das kommunistische Vietnam sowie Myanmar, Thailand, die Philippinen, Brunei, Kambodscha, Laos und Malaysia.

dk/sri (rtr, dpa)

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Hohn und Spott für "PEGIDA-Hymne"

Sonores Männersummen, Streicher und Glockenläuten: Kurz vor Weihnachten stimmte die fremdenfeindliche PEGIDA-Bewegung leisere Töne an und komponierte die Hymne “Gemeinsam sind wir stark!” unter dem Label von “Peggy Sounds”. Während sich die “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (kurz: PEGIDA) zu ihrem gemeinsamen Stadtspaziergang treffen, stimmen sie gemeinsam ihre Hymne an, schwenken Fahnen und Feuerzeuge. Eine Hymne ist ein Lobgesang, meist in Gedichtform. Außer “Lalala” hat die PEGIDA-Version allerdings keinen Text.

“Für einen guten Zweck”

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte die rechtspopulistische Bewegung den Song zum Download für jeweils 1,29 Euro ins Netz gestellt. Das Geld solle einem “guten Zweck” dienen”. Auch beim Onlinehändler Amazon kann es heruntergeladen werden. Das fünf Minuten lange Stück steht schon mehrere Tage auf deren Top-100-Liste. Der Internetriese reagierte auf seiner Webseite unter dem Motto: “Amazon hilft. Die Erlöse von Amazon aus dem Verkauf dieses Songs gehen an eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen.” In den Medien und sozialen Netzwerken wird dadurch das als PEGIDA-Hymne geltende Lied zur Lachnummer.

So schreibt ein Amazon-Kunde in der Kundenbewertung: “Der Text ist durch und durch deutsch. Er besteht nur aus zwei deutschen Buchstaben. Das kann sich jeder merken.”

Erlös wird gespendet – nicht die Einnahmen

Auch PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann bezieht auf Twitter Stellung und nutzt den PR-Coup für seine Sache.

Nach einem Bericht der “Dresdner Neuesten Nachrichten” ist noch unklar, welche Flüchtlingsprojekte Amazon konkret unterstützen will. Die politische Positionierung des Onlinehändlers stieß derweil auf ein positives Echo. Bis zum Silvestertag gab es über 1000 Kommentare zur der Aktion auf der Bestellseite von Amazon. Die allermeisten Nutzer lobten die Aktion des Internetriesen gegen den “PEGIDA”-Song.

Sascha geht in seinem Tweet weiter und fordert den Verkaufsstopp bei Amazon.

pab/wa (afp, dpa)

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Deutschland stockt Mali-Truppe auf

Das Kontinent von aktuell bis zu 150 Bundeswehr-Soldaten in Mali würde somit auf 650 Kräfte aufgestockt. Bei den zusätzlichen Soldaten soll es sich vornehmlich um Objektschützer und Aufklärer handeln, die die Einhaltung des Friedensvertrages auch im unsicheren Norden Malis an der Seite von Niederländern überwachen sollen, wie es in Berliner Regierungskreisen heißt.

Mit der Zustimmung des Bundestages wird für Ende Januar gerechnet. Die Verlegung der Soldaten soll dann im Februar beginnen und voraussichtlich bis Mai abgeschlossen sein.



Jürgen Hardt (Foto: Deutscher Bundestag)

Warnt vor Terror in Mali: Jürgen Hardt, MdB

Bundeswehr in Gefahr

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, hält den Mali-Einsatz für “viel gefährlicher als das, was wir in Syrien machen”. Es sei “nicht auszuschließen, dass es auch zu Gefechten und Anschlägen” komme, sagte Hardt der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung “Rheinische Post”.

In dem muslimisch geprägten Flächenstaat unterstützt die Bundeswehr bislang neben der UN-Friedensmission MINUSMA auch die Ausbildungsmission EUTM der Europäischen Union. Deutsche Soldaten übernehmen nach offiziellen Angaben unter anderem Aufgaben in der Pionier- und Logistikausbildung, stellen mit Hilfe Österreichs und Serbiens die sanitätsdienstliche Versorgung der Mission sicher und unterstützen bei der Sanitätsausbildung.

Putsch, Aufstand, Terror

Nach einem Putsch und dem Aufstand bewaffneter Gruppen geriet Mali vor drei Jahren in eine schwere Krise. Islamistische Gruppen besetzten den Norden des Landes, Anfang 2013 griffen französische Truppen ein und drängten sie zurück. Doch die Kämpfer verschanzten sich in der kaum bewohnten Wüstengegend und verüben weiterhin Anschläge.

Zuletzt sorgte eine Geiselnahme in einem Hotel in der Hauptstadt Bamako im November für internationales Aufsehen. Zu der Terrorattacke mit 22 Todesopfern bekannten sich die radikalen islamistischen Gruppierungen al-Murabitun (“Die Wächter”) und der Ableger der Terrororganisation Al-Kaida im Maghreb (Aqmi).

wa/pab (kna, epd)

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Wirtschaftsgemeinschaft AEC startet heute


Bei ihrem Gipfeltreffen in Malaysia hatte die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) im November formell die Gründung der Asean-Gemeinschaft zum 31. Dezember dieses Jahres verkündet, die heute vollzogen wird. Dabei geht es um mehr Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, kulturellen Austausch und als Herzstück um den gemeinsamen Binnenmarkt Asean-Wirtschaftsgemeinsaft (AEC).


Die zehn Mitglieds-Länder bleiben aber ein lockeres Bündnis aus souveränen Staaten. Sie haben keine länderübergreifenden Behörden nach dem Muster der Europäischen Union und keine Gesetze, die in allen Mitgliedsländern gelten.


Für den Binnenmarkt sind die Zölle zwar weitgehend abgeschafft. Doch stehen dem geplanten freien Waren- und Dienstleistungsaustausch noch zahlreiche außertarifliche Handelsbarriere entgegen. Darunter sind etwa unterschiedliche Sicherheitsstandards und Zulassungsbedingungen. Die Freizügigkeit der Arbeitskräfte wird für bestimmte Berufe angestrebt.


Asean umfasst zehn Länder in Südostasien mit mehr als 6o0 Millionen Einwohnern: das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt, Indonesien, den winzigen, aber reichen Stadtstaat Singapur, das kommunistische Vietnam sowie Myanmar, Thailand, die Philippinen, Brunei, Kambodscha, Laos und Malaysia.


dk/sri (rtr, dpa)


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Prevc gewinnt Quali für Neujahrsspringen

Peter Prevc lächelte in die Kameras und freute sich sichtlich über den Sieg in der Qualifikation für das Neujahrsspringen der 64. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Der Slowene landete vor 10.000 Zuschauern mit einem überragenden Sprung auf 139,0 m (143,8 Punkte) deutlich vor Titelverteidiger Stefan Kraft aus Österreich (134,6) und dem Norweger Johann Andre Forfang. Beste Voraussetzungen also für den Dauerrivalen von Severin Freund, der das
Auftaktspringen in Oberstdorf
für sich entschieden und die Qualifikation für Garmisch-Partenkirchen ausgelassen hatte.

Prevc und Freund im direkten Duell

Nach zwei starken Trainingssprüngen mit 133 und und 136,5 Metern hatte Freund zuvor die Trainingsbestweite auf der von ihm
ungeliebten großen Olympiaschanze
vorgelegt. “Es war in den vergangenen Jahren nicht selbstverständlich, dass ich hier so gut gesprungen bin im Training. Das war das Ziel für heute, das habe ich geschafft. Deshalb bleibt nicht mehr viel übrig für die Quali”, begründete Freund seinen Verzicht. Beim zweiten Tournee-Wettbewerb am Freitag (14.00 Uhr) kommt es damit bereits im ersten Durchgang zum K.o-Duell zwischen Freund und Prevc. Freund geht dennoch mit Selbstvertrauen in das Duell: “Ich habe die Energie aus Oberstdorf gut mitgenommen und die Sicherheit, die ich brauche.” Da neben den 25 Siegern der direkten Duelle am Freitag auch die fünf besten Verlierer den zweiten Durchgang erreichen, dürften Freund und Prevc nicht übermäßig zittern.

Neben Freund sind neun weitere deutsche Springer im Wettkampf dabei. Der ebenfalls vorqualifizierte Richard Freitag sprang am Silvester-Nachmittag mit 132,5 m (128,3 Punkte) auf Platz fünf. Bester der DSV-Adler, die sich qualifizieren mussten, war Stephan Leyhe als 16. knapp vor Andreas Wank auf Platz 17. Auch Andreas Wellinger, Michael Neumayer, Karl Geiger, Marinus Kraus, Pius Paschke und David Siegel sind im zweiten Tournee-Wettbewerb am Freitag dabei. Markus Eisenbichler, Tim Fuchs und Paul Winter verpassten hingegen die Qualifikation, für sie ist die Tournee damit beendet.

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Willkommen 2016!

Mit einem Riesenfeuerwerk haben in Sydney mehr als eine Million Menschen ins neue Jahr gefeiert. Um 14 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) erleuchteten Tausende Silvesterraketen den Nachthimmel über der australischen Metropole. Die weltberühmte Harbour Bridge verwandelte sich in einen vielfarbigen Wasserfall aus Lichtern. Das 20 Minuten dauernde Spektakel lässt sich die Stadt umgerechnet 4,7 Millionen Euro kosten. Manche Besucher campierten schon seit Dienstag am Hafen von Sydney, um die besten Plätze für das Feuerwerk zu ergattern. Die Sicherheitsvorkehrungen waren wie immer streng, besondere Terrorwarnungen hatte es allerdings nach Angaben der Polizei nicht gegeben.

Ganz traditionell feierten Millionen Japaner Neujahr: Pünktlich um Mitternacht (16 Uhr MEZ) wurde mit Tempelglocken 2016 eingeläutet. Über dem Tokyo Tower stiegen tausende Luftballons auf. Das Neujahrsfest ist in Japan auch eine Zeit der Besinnlichkeit. So besuchen mehr als 70 Prozent der 127 Millionen Japaner an den ersten Neujahrstagen traditionell Tempel.

Samoa ganz vorne!

Als erste konnten schon um 11 Uhr MEZ die Bewohner von Samoa – 16.000 Kilometer von Deutschland entfernt – das neue Jahr begrüßen. Der Inselstaat feiert erst seit 2012 so früh. Die dortige Regierung hatte damals eine Verschiebung der Datumsgrenze beschlossen – bis dahin hatten die Samoaner östlich der Datumsgrenze gelebt und waren damit in der Silvesternacht als letzte dran gewesen.



Datumsgrenze Karte (Foto: picture alliance)

Vor einigen Jahren wurde die Datumsgrenze verschoben

Am längsten warten auf 2016 müssen nun die Bewohner Hawaiis und die von American Samoa und den Midway-Inseln. Dort beginnt das neue Jahr erst um 11 beziehungsweise 12 Uhr MEZ am Freitag.

Zur größten Silvesterparty Deutschlands…

…werden in Berlin Hunderttausende Besucher auf der Festmeile am Brandenburger Tor erwartet. Dort sollen am Abend auf mehreren Bühnen Bands wie Caught in the Act, Rednex oder Mr. President auftreten.



Bühne am Brandenburger Tor (Foto: dpa)

Hier geht’s am Abend richtig ab: Hauptbühne am Brandenburger Tor

Die Sicherheitsvorkehrungen sind in diesem Jahr verschärft worden – als Reaktion auf die Anschläge von Paris. Auf der zwei Kilometer langen Festmeile sollen 600 Ordner für Sicherheit sorgen. Keine großen Taschen und Rucksäcke dürfen auf das Gelände mitgebracht werden. Wie in den vergangenen Jahren gilt strenges Böllerverbot.

wa/pab (dpa)

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