Месечни архиви: May 2016

Erneute Panne: Steinmeier schafft es nicht nach Afrika

Neues Pech für Außenminister Frank-Walter Steinmeier (Artikelbild): Beim Start zu einer Afrika-Reise ist auf dem Flughafen Berlin-Tegel bei Steinmeiers Regierungsflugzeug einer der Reifen geplatzt. Der Airbus A340 musste gegen 13.20 Uhr, als die Maschine kurz vor dem Abheben war, auf der Startbahn eine Vollbremsung machen. Im Flugzeug war ein lauter Knall zu hören. Verletzt wurde niemand.

Die Maschine stand dann minutenlang auf der Startbahn, die für den sonstigen Flugverkehr gesperrt werden musste. Anschließend wurde sie zur Untersuchung auf eine Parkposition geschleppt. Der Flug sei nun erst einmal ausgesetzt, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Der Airbus A 340 müsse umfangreich überprüft werden. Es gebe zunächst auch keine Ersatzmaschine. Ob die Afrika-Reise wie geplant stattfinden kann, war zunächst unklar.

Für Steinmeier ist dies innerhalb von wenigen Wochen bereits das zweite Malheur mit einem Regierungsflieger: Im vergangenen Monat war der SPD-Politiker auf dem Flughafen der chinesischen Millionenstadt Changsha hängen geblieben, weil ein Motor kaputt gegangen war und nicht sofort ein Ersatzteil beschafft werden konnte. Steinmeier kam deshalb zu einem Treffen der G7-Außenminister in Japan viele Stunden zu spät. Zunächst hatte es aus dem Cockpit geheißen, die Maschine sei mit einem Schwarm Vögel zusammengestoßen. Nach einigen Minuten kam dann aber die Ansage, dass während des Starts ein Reifen geplatzt sei.

Flughafen-Feuerwehr im Einsatz

Der Airbus A340 hat insgesamt zwölf Reifen. Aus Sicherheitsgründen waren rund um die Maschine mehrere Fahrzeuge der Flughafen-Feuerwehr im Einsatz.

Steinmeier will zusammen mit Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault eigentlich bis Dienstag die westafrikanischen Länder Mali und Niger besuchen. Wichtigste Themen sind der Kampf gegen islamistischen Terror und die Flüchtlingskrise.

Zuvor hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (ebenfalls SPD) eine Iran-Reise wegen einer Erkrankung absagen müssen. Möglicherweise ist dies für Steinmeier nun die Rettung: Falls der Reifen nicht ersetzt werden kann, könnte seine Delegation in den Airbus umsteigen, mit dem eigentlich Gabriel unterwegs sein wollte. Die Maschine stand jedenfalls noch in Tegel.

stu/as (afp, dpa)

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Orthodoxe Christen feiern Ostern

Das Oberhaupt der größten orthodoxen Kirche, Russlands Patriarch Kyrill I., hat in seiner landesweit in den Gottesdiensten verlesenen Osterbotschaft zur Nächstenliebe aufgerufen. Auch auf Hass solle mit Liebe geantwortet werden. An der von Kyrill I. in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale gefeierten Ostermesse nahmen auch Staatspräsident Wladimir Putin und Ministerpräsident Dmitri Medwedew teil. Als Höhepunkt gilt dabei die Weitergabe des “Heiligen Feuers” aus der Jerusalemer Grabkapelle an die Gläubigen.



Russlands Patriarch Kyrill I. (Foto: Reuters)

Russlands Patriarch Kyrill I.

Ein Ausschnitt des Johannesevangeliums wurde in 27 Sprachen verlesen, darunter auch auf Deutsch. Im Rahmen einer Fürbitte beteten die russisch-orthodoxen Christen auch für den Frieden in der Ukraine.

Am Ende des dreistündigen Gottesdienstes tauschte der Patriarch mit Putin und Medwedew Ostergeschenke aus. In einem Telegramm an Kyrill I. würdigte Putin das soziale Engagement der Kirche. Die Kirche verdiene “aufrichtige Anerkennung” für ihren großen Beitrag, “drängende soziale Probleme zu lösen und hierzulande Frieden zwischen den Ethnien und Religionen zu bewahren”.



Griechisch-orthodoxe Osterfeier in Athen (Foto: Reuters)

Griechisch-orthodoxe Osterfeier in Athen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko besuchte mit seiner Frau sowohl eine Ostermesse des von der russisch-orthodoxen Kirche abgespaltenen Kiewer Patriarchats als auch eine der zum Moskauer Patriarchat gehörenden ukrainisch-orthodoxen Kirche.

Papst Franziskus, das Oberhaupt der katholischen Kirche, gratulierte den orthodoxen Christen zu ihrem Fest – über den Kurznachrichtendienst Twitter unter anderem auch auf Latein. In einem Gruß beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz wandte er sich an “unsere Brüder in den Ostkirchen” und wünschte, Christus möge ihnen “die Gaben seines Lichts und seines Friedens gewähren”. Franziskus bekräftigte seine Worte mit dem traditionellen griechischen Ostergruß “Christos anesti” – “Christus ist auferstanden!”.



Äthiopische Gläubige in der Jerusalemer Grabeskirche (Foto: Reuters)

Äthiopische Gläubige in der Jerusalemer Grabeskirche

Seit der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. (1572-1585) gibt es in den Kirchen des Ostens und des Westens unterschiedliche Berechnungen für den Ostertermin. Bemühungen um eine Vereinheitlichung blieben bislang erfolglos. So können die Osterfeiern um bis zu fünf Wochen auseinanderliegen. In diesem Jahr feierten die Westkirchen Ostern am 27. März, die meisten orthodoxen Kirchen nach dem auf Julius Cäsar (100-44 v. Chr.) zurückgehenden Kalender am 1. Mai. Nächstes Jahr fällt das Osterdatum sowohl nach dem alten Julianischen wie auch nach dem reformierten Gregorianischen Kalender auf den 16. April.

stu/as (afp, dpa)

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