Месечни архиви: August 2017

US Open: Alexander Zverevs Traum ist geplatzt

Gerade einmal zwei Runden sind bei den US Open gespielt, und schon ist im Lager des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) Ernüchterung eingekehrt. Nach Titelverteidigerin Angelique Kerber verabschiedete sich mit Alexander Zverev auch der große Hoffnungsträger aus deutscher Sicht frühzeitig aus dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Der 20-Jährige, in New York an Nummer vier gesetzt, verlor sein Zweitrundenspiel gegen den Kroaten Borna Coric in vier Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:7 (1:7) und 6:7 (4:7). Wegen seiner beiden Erfolge bei den Hartplatzturnieren in Washington und Montreal und dem Sprung auf Platz sechs der Weltrangliste war der jüngere der beiden Zverev-Brüder als heißer Titelanwärter gehandelt worden – zumal mit dem Serben Novak Djokovic, dem Briten Andy Murray und dem Schweizer Stan Wawrinka gleich drei Mitfavoriten für die US Open abgesagt hatten.

Drei Satzbälle vergeben

Zverev verabschiedet sich von den Tennisfans in New York. Foto: Getty Images

Abschied von den Tennisfans in New York

Im vierten Durchgang vergab die deutsche Nummer eins beim Stand von 6:5 drei Satzbälle in Folge gegen den stark auftrumpfenden Coric. Nach 3:26 Stunden besiegelte ein Vorhandfehler das frühe Turnier-Aus Zverevs. “Ich habe keine Lust mehr aufs Lernen”, sagte der Shooting-Star im deutschen Männertennis nach dem bitteren K.o. gegen Coric frustiert. “Ich habe im zweiten und dritten Satz sehr, sehr schlecht gespielt. Das ist einfach enttäuschend. Ich weiß, dass ich hier große Dinge hätte erreichen können. Dinge, die ich bislang noch nicht erreicht habe. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und diesen Titel vielleicht in der Zukunft zu gewinnen.”

Mischa Zverev und Julia Görges in Runde drei

Damit ist das Feld der bei den US Open gestarteten deutschen Profis von 13 auf sechs geschrumpft. Am Mittwoch zogen Mischa Zverev und Julia Görges in die dritte Runde ein. Zverev musste beim 6:3, 6:2, 3:6, 6:7 (3:7), 7:5 gegen Benoit Paire aus Frankreich über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Görges erledigte ihre Aufgabe beim 6:2, 6:1 gegen die Chinesin Zheng Saisai souverän und präsentierte sich in guter Form. Am Donnerstag kann ein DTB-Quartett nachziehen: Philipp Kohlschreiber, Dustin Brown, Cedric-Marcel Stebe und Tatjana Maria spielen um den Einzug in Runde drei.

Zweiter Sieg für Scharapowa

Dort steht bereits Maria Scharapowa. Die 30 Jahre alte Russin, die erst im April nach 15-monatiger Dopingsperre auf die Tour zurückgekehrt war, besiegte die Ungarin Timea Babos nach anfänglichen Problemen am Ende sicher mit  6:7 (4:7), 6:4, 6:1. Scharapowa hatte für die US Open eine Wildcard erhalten und in Runde eins bei ihrem ersten Grand-Slam-Match seit Januar 2016 die Weltranglistenzweite Simona Halep aus Rumänien aus dem Rennen geworfen.

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Deutsche Arbeitslosenzahl im August leicht gestiegen

 Aufgrund der Sommerpause ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im August auf 2,545 Millionen gestiegen. Das ist der niedrigste Wert für diesen Monat seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Juli nahm die Zahl der Erwerbslosen damit um 27.000 zu, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher dagegen um 139.000 zurück.

Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Juli um 0,1 Punkte auf 5,7 Prozent. “Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv”, sagte BA-Chef Detlef Scheele. “Die Arbeitslosigkeit ist im August aus jahreszeitlichen Gründen nochmals leicht angestiegen.” Viele Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich im Sommer vorübergehend arbeitslos. Auch viele Unternehmen halten sich während der Betriebsferien mit Neueinstellungen zurück.

In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Jobsucher im August im Schnitt um 23.000 gestiegen. Saisonbereinigt habe die Zahl der Erwerbslosen dagegen weiter abgenommen, sagte der BA-Chef. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag zuletzt bei 2,532 Millionen. Damit waren etwa 5000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im Juli. Im Westen sank die Zahl um 3000, im Osten um 2000.

Arbeitsmarkt boomt weiter

Gleichzeitig setze sich das kräftige Beschäftigungswachstum fort, sagte Scheele. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sei weiter hoch. 765.000 offene Stellen waren zuletzt bei der BA gemeldet – 80.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli bei 44,39 Millionen – ein saisonbereinigtes Plus von 42.000 im Vergleich zum Vormonat und von 698.000 gegenüber dem Vorjahr.

Der Anstieg geht laut BA allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Mai auf Juni saisonbereinigt um 53.000 zugenommen. Im Juni hatten demnach 32,18 Millionen Menschen in Deutschland einen regulären Job.

Im Gegensatz zum robusten Arbeitsplatz in Deutschland ist der Abbau der Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone im Juli im Vergleich zum Vormonat nicht vom Fleck gekommen. Die Arbeitslosenrate blieb wie im Juni bei 9,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Das war aber weiterhin die niedrigste Quote seit Februar 2009. Im Juli 2016 betrug die Rate noch 10,0 Prozent. Die Unterschiede im Währungsraum blieben weiterhin hoch. Während Deutschland nach einheitlicher europäischer Rechnung mit 3,7 Prozent den niedrigsten Wert aufwies, verzeichneten Griechenland mit 21,7 Prozent (im Mai) und Spanien mit 17,1 Prozent anhaltend hohe Zahlen. Die südeuropäischen Länder kämpfen zudem weiter mit der Jugendarbeitslosigkeit: In Griechenland lag die Quote der jungen Menschen unter 25 Jahren ohne Job im Mai bei 44,4 Prozent, in Spanien im Juli bei 38,6 Prozent und in Italien bei 35,5 Prozent

zdh/ul (dpa, rtr)

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Britische Premierministerin nimmt an Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Japan teil

Der jüngste Raketentest zeigt, dass Sanktionen und Drohungen Nordkorea nicht einschüchtern. Das Land will auf Augenhöhe mit den USA verhandeln, meint Martin Fritz aus Tokio. Die USA täten gut daran, darauf einzugehen. (30.08.2017)

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Vierkampf um Platz drei

Gleich vier Parteien in Deutschland haben bei der Bundestagswahl laut jüngsten Umfragen die reelle Chance, Platz drei zu belegen – hinter CDU/CSU und SPD. Am Mittwochabend kam es im Privatsender Sat.1 zum Vierkampf – es traten an: Linken-Chefin Katja Kipping, Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt, der FDP-Vorsitzende Christian Lindner und die Spitzenkandidatin der “Alternative für Deutschland” (AfD), Alice Weidel.

Mehr Flüchtlinge?

Auch am Mittwochabend wurde wieder deutlich: Die Flüchtlingspolitik ist das beherrschende Wahlkampfthema – vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Terroranschläge. So kritisierte Weidel, dass sich die Sicherheitslage in Deutschland durch den unkontrollierten Zuzug von Flüchtlingen verschlechtert habe. Sie verlangte einen effektiven Grenzschutz, auch um terroristische Gefährder herauszufischen und dann konsequent abzuschieben.

Lindner forderte erneut ein Einwanderungsgesetz. Deutschland müsse selbst entscheiden können, wer in den Arbeitsmarkt kommen dürfe. Zuwanderung in das Sozialsystem müsse verhindert werden, betonte er.

Göring-Eckardt lehnte eine Abschottung der Grenzen ab. Sie sei in der DDR groß geworden und wisse, was es heiße, eingesperrt zu sein. Wer vor Krieg fliehe oder politisch verfolgt werde, müsse in Deutschland Asyl bekommen. Weidel hielt dem entgegen, von den Asylsuchenden seien lediglich 0,5 Prozent asylberechtigt. Ungeachtet dessen forderte Kipping einen Abschiebestopp nach Afghanistan. Zuwanderung solle im übrigen nicht nur nach Nützlichkeitsaspekten erfolgen.

Mehr Polizisten!

Mit Blick auf den Terrorismus sagte Göring-Eckardt, Radikalisierung beginne häufig erst in Deutschland. Deshalb bedürfe es einer besseren Integration. Es gebe Gefährder im Land, aber zu wenig Polizei. Nach Ansicht Lindners sollte der Staat Gefährder lückenlos überwachen. Mit Blick auf Ausreisepflichtige meinte er: “Wer sich nicht legal hier aufhält, muss das Land verlassen.” Deswegen müsse die Bundesregierung etwa mit nordafrikanischen Länder über eine Rücknahme verhandeln.

Lindner sprach sich zudem für eine Aufstockung bei der Polizei um 15.000 Stellen aus. Nur so könnten die Millionen von Überstunden abgebaut werden. Zudem müsse die Ausrüstung verbessert werden. Auch Göring-Eckardt verlangte mehr Stellen bei der Polizei. Zudem müssten vor allem die unteren Gehaltsgruppen bessergestellt werden. Diese Position vertrat ebenso Kipping. Weidel forderte, bei der Verfolgung von Straftaten müsse die Möglichkeit der DNA-Analyse ausgeweitet werden.

Mehr Geld!

Für Diskussionen sorgte auch das Thema Löhne und Sozialabgaben. Altersarmut, so argumentierten alle Vier, könne in erster Linie durch angemessene Bezahlung von Arbeit verhindert werden. Kipping bekräftigte die Forderung ihrer Partei nach einem Mindestlohn von zwölf Euro in der Stunde sowie eine Mindestrente von 1050 Euro im Monat. Lindner und Weidel verlangten eine Reduzierung der Steuer- und Abgabenlast. Göring-Eckart sprach sich für eine Garantierente aus, die deutlich über der Rente jener Menschen liegen sollte, die nicht oder nur wenig gearbeitet haben.

Wer in der TV-Auseinandersetzung die Nase vorn hatte, ließ sich nicht genau klären. Bei der Wahl am 24. September erwarten Demoskopen jedenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den dritten Platz: Grüne, Linke, FDP und AfD können wohl jeweils mit sieben bis zehn Prozent der Stimmen rechnen. Bei der Wahl 2013 waren FDP und AfD knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

wa/cgn (dpa, sat.1)

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Gericht stoppt Goldrausch am Amazonas

Da Umweltschutzareale betroffen seien, müsse der brasilianische Kongress der Freigabe der Rohstoffförderung im Amazonaswald zustimmen, urteilte ein Gericht in der Hauptstadt Brasilia. Per Dekret hatte Präsident Michel Temer kürzlich die Ausbeutung des 1984 eingerichteten Renca-Gebiets erlaubt. Damit wäre es Unternehmen möglich gewesen, dort Rohstoffe wie Gold, Kupfer, Eisenerz und Mangan zu fördern. Die Entscheidung des Staatschefs hatte zu heftigen Protesten – nicht nur in Brasilien – geführt.

Michel Temer (Reuters/U. Marcelino)

Präsident Michel Temer: Seine Regierung will Einspruch gegen das Urteil einlegen

Das in einem bisher nahezu unberührten Waldareal nördlich des Amazonasflusses liegende Gebiet ist etwas größer als das deutsche Bundesland Baden-Württemberg. Es wurde während der Militärdiktatur ausgerufen, um den Abbau von Rohstoffen durch ausländische Unternehmen zu blockieren.

In den Folgejahren entstanden innerhalb des Gebiets Nationalparks und indigene Territorien, die mittlerweile knapp 70 Prozent der Renca-Fläche ausmachen. Die Regierung in Brasilia hatte zwar versichert, deren Unversehrtheit zu garantieren. Umweltschützer, Indigene und auch Kirchenvertreter glaubten das jedoch nicht. Sie befürchteten eine “Zunahme der Abholzung, einen unwiederbringlichen Verlust der Artenvielfalt und negative Folgen für die Völker der gesamten Region”.

Mehr Arten am Amazonas

In Sachen Artenvielfalt in der Amazonasregion kamen derweil positive Nachrichten aus Brasilien: Dort wurden in den Jahren 2014 und 2015 Hunderte bisher unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt, wie die Umweltschutzorganisation WWF in Sao Paulo bekanntgeben konnte. Darunter sind nach ihren Angaben 216 neue Pflanzen, 93 Fische, 32 Amphibien, 19 Reptilien sowie 18 Säugetiere. Einige der Fischarten seien genau in der Region gefunden worden, die Präsident Temer für den Bergbau freigeben wollte, so der WWF.

Insgesamt ist der Amazonas-Regenwald rund sechs Millionen Quadratkilometer groß, der größte Teil liegt in Brasilien. Rund ein Fünftel der ursprünglichen Waldfläche ging bereits durch vom Menschen betriebene Abholzung verloren.

wa/cgn (kna, afp, rtr)

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