Месечни архиви: June 2018

Kanzler Kurz in der Vermittlerrolle

Landestypischer hätte die symbolische Übergabe der EU-Ratspräsidentschaft nicht gestaltet sein können: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte den bisherigen Amtsinhaber, Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow, und EU-Ratspräsident Donald Tusk zu einem “Gipfel-Picknick” auf den Berg Planai in Schladming geladen. Vor imposanter Alpenkulisse überreichte Borissow Kurz eine kleine EU-Flagge in Wipfelform.

Geredet wurde natürlich auch. So kündigte Kurz an, den Ratsvorsitz nutzen zu wollen, um Brückenbauer in der Europäischen Union zu sein, Spannungen innerhalb Europas wieder abzubauen, und so sicherzustellen, dass “die Europäische Union eine starke ist.”

Österreich | Übergabe des EU-Ratsvorsitzes an Österreich (picture-alliance/dpa/B. Gindl)

Vermittler Österreich? Sebastian Kurz (m.) will den Ratsvorsitz dazu nutzen, Spannungen unter den EU-Staaten abzubauen

Das internationale Umfeld sei schwierig, sagte der österreichische Bundeskanzler: “Spannungen mit Russland, eine unberechenbar gewordene Situation in den USA, und auch innerhalb der Europäischen Union die Herausforderung, dass mit dem Brexit erstmals ein Land freiwillig die EU verlässt.”

Ein Europa, das schützt – oder ein Europa, das tötet?

“Ein Europa, das schützt” – dieses Motto hat sich Österreich für seinen halbjährigen EU-Vorsitzt ausgesucht. Der Regierungschef will unter dem Leitspruch die Reduzierung der Einwanderung auf allen Migrationsrouten in den Vordergrund stellen. ”Gegen ein Europa das tötet” – diese Mahnung entrollten Demonstranten auf einem Plakat. Sie zeigt das eigentliche Spannungsverhältnis der österreichischen Ratspräsidentschaft.

Denn mit Österreich übernimmt ein Land den EU-Vorsitz, das in Sachen Einwanderung in den vergangenen Jahren wenig Kompromissbereitschaft gezeigt hat. In Wien regiert Kurz’ konservative ÖVP zusammen mit der ausländerfeindlichen FPÖ. Der österreichische Bundeskanzler - 2015 zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise noch Außenminister - sagt von sich selbst, federführend bei der Eindämmung der Zuwanderung in die EU über den Balkan gewesen zu sein.

Östterreich | Proteste während der Übergabe des EU-Ratsvorsitzes an Österreich (Getty Images/AFP/AQ. Halada)

Proteste während der Übergabe des EU-Ratsvorsitzes an Österreich

Und der Streit um eine gemeinsame europäische Migrationspolitik ist noch lange nicht beigelegt: In Deutschland steht die Regierungskoalition vor einer Zerrreisprobe, die Visegrad-Staaten sind weiter auf Konfrontationskurs mit dem Rest der EU und Italien macht seine Häfen dicht für Schiffe mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen. Der EU-Gipfel einigte sich mühsam, darauf die Außengrenzen besser zu schützen. Die Frage, wie Migranten in der EU verteilt werden sollen, blieb am vergangenen Freitag in Brüssel unbeantwortet.

Konsens beim Schutz der Außengrenzen

“Ich glaube, die Leute haben es zu Recht statt, dass ständig über das Migrationsthema auf europäischer Ebene gesprochen wird, aber de facto nichts geschieht”, sagte Kurz wenige Tage vor Beginn der Ratspräsidentschaft in Brüssel. Der jüngste Beschluss der EU, in Nordafrika Lager für Schiffbrüchige einzurichten, ist aus Sicht des österreichischen Regierungschefs ein Schritt in die richtige Richtung. Das Abschotten sei mittlerweile ein gemeinsames Ziel, konstatierte Kurz in Brüssel. “2015 war das nicht so. Jetzt ist es das; und allein das ist schon Bewegung in die richtige Richtung.” 

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz an der mazedonisch-griechischen Grenze (12.02.2017) (picture-alliance/dpa/D. Tatic)

Außenpolitiker Kurz an der mazedonisch-griechischen Grenze (im Februar 2017): Eindämmung der Zuwanderung

Österreich setzt auf einen verbesserten Schutz der EU-Außengrenzen und plant einen massiven Ausbau der Grenzschutzagentur Frontex. Die EU-Kommission legte dazu bereits einen Vorschlag vor. Sie will 10.000 zusätzliche Beamte bis zum Jahr 2027. Österreich und den übrigen EU-Mitgliedern geht das nicht schnell genug. Sie beschlossen auf dem letzten Gipfel einen Ausbau schon bis 2020. Doch selbst wenn ein verbesserter Außengrenzschutz auf breite Zustimmung trifft, dürfte er schwer umzusetzen sein.

Die letzte Frontex-Personalaufstockung auf 1500 Beamte ist noch immer nicht vollständig umgesetzt worden. Nationale Regierungen stellen nur zögerlich Beamte für die EU-Grenzschutzeinsätze ab. Eine neuerliche, viel umfangreichere Aufstockung hält Saskia Stachowitsch, Leiterin des österreichischen Instituts für internationale Politik in Wien, für unrealistisch: ”Wissend, wie schwierig diese letzte Aufstockung für Frontex war, glaube ich nicht, dass das so einfach wird.”

Österreich als Vermittler?

Wenig Einigkeit herrscht weiterhin bei der Frage, was mit Migranten passieren soll, die sich bereits in der Europäischen Union aufhalten. Die Regierung in Rom fordert seit Jahren, dass anerkannte Flüchtlinge aus Italien in andere EU-Staaten umgesiedelt werden. Die Slowakei und Ungarn klagten erfolglos gegen einen entsprechenden EU-Beschluss aus dem Jahr 2015, nahmen aber trotzdem kaum Flüchtlinge auf. Auch Österreich erfüllte, wie viele andere EU-Staaten, seine Quote nicht.

Jean Asselborn (picture-alliance/AP Photo/V. Mayo)

Luxemburgs Außenminister Asselborn: “Nicht richtig, nicht gut, nicht europäisch”

“Eine Präsidentschaft hat die Aufgabe, Fundamentalpositionen zusammenzubringen”, sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn dem Deutschlandfunk. “Ich finde es nicht richtig, nicht gut, nicht europäisch und auch irreführend, dass die österreichische Präsidentschaft so stark mit allen Mitteln sich auf die Seite der Visegrad-Länder stellt. Das wird die Europäische Union schädigen!” Ohne eine gemeinschaftliche europäische Lösung für die “Lastenverteilung”, also die ausgewogene Verteilung von Migranten innerhalb Europas, sei der anhaltende Streit um die Einwanderung nicht zu lösen, so Asselborn.

Kanzler Sebastian Kurz betonte im Vorfeld der Wiener Ratspräsidentschaft wiederholt, dass seine Regierung eine Brückenfunktion einnehmen und zwischen den verhärteten Fronten vermitteln wolle. Ob es Österreich tatsächlich schaffen wird, seine klare Haltung in den nächsten sechs Monaten in den Hintergrund zu stellen, sei abzuwarten, sagt Janis Emmanouilidis. Er ist wissenschaftlicher Direktor der Denkfabrik “European Policy Centre” in Brüssel.

Zwei Brocken, wenig Zeit: EU-Budget und Brexit

Ein weiteres Thema bei dem Österreich als Vermittler gefragt wäre, ist die Verhandlung des nächsten, siebenjährigen EU-Budgets. Der Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 ist der Erste, der ohne Großbritannien aufgestellt wird. Um das Wegfallen eines Beitragszahlers auszugleichen, sollen – laut einem Vorschlag der EU-Kommission – die Zahlungen der verbleibenden Nettozahler steigen. 

Janis Emmanouilidis (DW/B. Riegert)

Politologe Emmanouilidis: “Abwarten”

Kanzler Kurz lehnt die vorgeschlagene Beitragserhöhung als “inakzeptabel” ab und kündigte “harte und lange Verhandlungen” an. Das Tauziehen um das vorherige EU-Budget für den Zeitraum 2014 bis 2020 dauerte insgesamt zweieinhalb Jahre. Einige Staaten, darunter Deutschland, fordern dieses Mal einen deutlich schnelleren Kompromiss, im Idealfall noch vor der Europawahl im kommenden Mai, sagt Politologe Janis Emmanouilidis.

In die Zeit von Österreichs EU-Ratspräsidentschaft fällt auch der Schlussspurt bei den Brexit-Verhandlungen. Diese sollen auf alle Fälle noch dieses Jahr abgeschlossen werden, damit Großbritannien Anfang 2019 nicht ohne Abkommen aus der EU austritt. Ob das gelingt, ist weiter offen. Etliche wichtige Punkte sind auf britischer Seite umstritten, wie die Fragen, ob es in Zukunft Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland geben oder ob Großbritannien im Binnenmarkt bleiben wird. Sollten sich die Briten rechtzeitig einig werden, wäre Österreich gefragt, so Emmanouilidis. Die Ratspräsidentschaft hätte dann die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es unter den verbleibenden EU-Staaten keine Uneinigkeiten gibt, um die Verhandlungen möglichst rasch abzuschließen.

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Titelkandidat trifft auf Gastgeber

Um als großer Titelkandidat eine Runde weiterzukommen, wird sich Spanien am Sonntag im Luschniki-Stadion gegen Russland (Anstoß 16 Uhr MESZ, ab 15:45 Uhr im DW-Liveticker) strecken müssen. Die Debatte um Interimscoach Fernando Hierro, die fünf Gegentore für den wackligen Keeper David de Gea in der Vorrunde, dazu die Zweifel an der Generation um Andres Iniesta: All diese Themen nerven den Favoriten vor dem ersten K.o.-Spiel. WM-Gastgeber Russland will hingegen “das Mirakel von Moskau” schaffen, wie es russische Zeitungen nennen. “Wir haben viel Kritik abbekommen, mehr als wir verdient haben”, beklagt sich der Real-Profi und frühere Leverkusener Daniel Carvajal und betont: “Wir sind seit zwei Jahren ungeschlagen.”

Spaniens Trainerproblem

20 dieser 22 Spiele gingen allerdings auf das Konto von Julen Lopetegui, der seinen Trainerstuhl zwei Tage vor Turnierbeginn räumen musste. Sein Nachfolger Hierro kämpft weiter um Anerkennung. So kritisiert Ex-Spanien-Profi Bernd Schuster: “Spaniens Problem Nummer eins ist, dass Hierro kein Trainer ist. Er hat keine Erfahrung auf dem Niveau.”

Beim glücklichen 2:2 gegen Marokko patzten Iniesta und Kapitän Sergio Ramos. “Seit ich 30 bin, muss ich mir anhören, dass ich alt bin”, sagt der künftige Japan-Profi Iniesta. Mittelfeld-Star Isco von Real Madrid, bisher herausragend bei den Spaniern, warnt: “Das wird ein ganz schweres Spiel gegen den Gastgeber. Sie haben exzellente Spieler mit viel Qualität und eine gute Vorrunde gespielt. Auch wenn sie das letzte Spiel verloren haben. Da dürfen wir keine Fehler machen.”

Bloß kein Russisch Roulette

Die Russen haben das 0:3 im letzten Vorrundenspiel gegen Uruguay weggesteckt und fühlen sich gut vorbereitet. “Die Spanier spielen den gleichen Fußball wie in den vergangenen Jahren. Die Verteidiger stehen sehr hoch – das schafft Raum für Konter”, sagt Rekord-Nationalspieler Sergej Ignaschewitsch. Und der Abwehrspieler stichelt in Richtung Ramos: “Provokateure haben es bei der WM schwerer, denn es gibt den Videobeweis. Alle spielen viel sauberer.” 

FIFA Fußball-WM 2018 in Russland | Sergei Ignaschewitsch, Russland (Getty Images/AFP/G. Bouys)

Rekord-Nationalspieler Sergei Ignaschewitsch setzt auf Videobeweis

Nach der weitgehend misslungenen Personal-Rotation gegen Uruguay will Trainer Stanislaw Tschertschessow wieder zur Stammelf zurückkehren, die Russland mit zwei Siegen und acht Toren im Sturmlauf ins Achtelfinale brachte. Zu offensiv dürfte es die “Sbornaja” aber nicht angehen. “Bloß kein Russisch Roulette!”, warnt der Sender Match TV. Fußball-Experten im WM-Gastgeberland werten den Einzug der Mannschaft unter die 16 besten Teams als größten Erfolg der jüngeren russischen Sportgeschichte.

Wunder geschehen, man darf träumen

Hoffnung schöpft Russland aus dem 3:3 im Testspiel gegen Spanien im November in St. Petersburg. Damals holte die “Sbornaja” einen 1:3-Rückstand auf. “Warum soll nicht ein Wunder geschehen?”, fragt die Zeitung “Sport-Express” und verweist auf das Ausscheiden der deutschen Mannschaft. “Südkorea hatte gegen den amtierenden Weltmeister ebenfalls keine Komplexe. Man darf träumen!”

Kroatien: Absoluter Fokus auf Achtelfinale

Kroatien hat den Pool mit Argentinien “überlebt” – und das mit der höchstmöglichen Punkte-Ausbeute durch die Siege gegen Nigeria (2:0), Argentinien (3:0) und Island (2:1). “Wir müssen diese Spiele ins Archiv packen und uns auf Dänemark fokussieren”, betont Teamchef Zlatko Dalic. “Das ist unser Moment der Wahrheit und das, worauf wir gewartet haben.”

Für Kroatien ist die Partie gegen Dänemark (Anstoß 20 Uhr MESZ, ab 15:45 Uhr im DW-Liveticker) das erste K.o.-Spiel bei einer WM seit 20 Jahren. Damals war das Balkan-Land bis ins Halbfinale vorgestoßen. Tatsächlich hat sich die Mannschaft stärker denn je in der Vorrunde präsentiert, vielleicht sogar stärker als alle anderen Mannschaften. Deshalb wundert es nicht, dass auch Kroatien längst zu den Titel-Kandidaten zählt, auch wenn Dalic noch abwinkt: “Ich denke nicht, dass unser Turnier im Achtelfinale endet, aber jetzt können wir uns nur auf Dänemark konzentrieren”.

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Frankreich und Uruguay im Viertelfinale

Nur wenige Stunden nach Lionel Messi musste auch der zweite Weltstar vorzeitig die Heimreise aus Russland antreten. Gegen Uruguay mit dem Doppel-Torschützen Edinson Cavani und dessen Sturmpartner Luiz Suarez unterlagen Alleinunterhalter Cristiano Ronaldo und seine Portugiesen im Achtelfinale mit 1:2 (0:1) – ob er in vier Jahren als dann 37-Jähriger noch einmal die Chance auf den Goldpokal bekommt, ist zweifelhaft.

Uruguay dagegen ist weiter auf einem guten Weg, die Gunst der Stunde zu nutzen – trotz seines ersten Gegentreffers in diesem Turnier nach 324 Minuten durch Pepe (55.), zudem der erste in diesem Kalenderjahr. Der formidable Cavani (6./62.) schoss die Himmelblauen in Sotschi in das Duell am Freitag (16.00 Uhr MESZ im DW-Liveticker) gegen Frankreich, ob der Angreifer dann dabei ist, erscheint fraglich. Cavani musste in der 71. Minute mit Verdacht auf eine Wadenverletzung vom Feld, fair gestützt von Ronaldo.

Für die Portugiesen, vor vier Jahren in der deutschen Gruppe in der Vorrunde gescheitert, wurde es wieder nichts mit dem ersten Viertelfinale seit 1966, weil unter anderem Bernardo Silva nach einem Patzer von Torhüter Fernando Muslera (70.) die Chance zum Ausgleich vergab. Ronaldo - neuer Haarschnitt, der Ziegenbart ein wenig üppiger - zog vor dem Spiel zunächst mit Bastian Schweinsteiger gleich: Wie der deutsche Weltmeister, hat jetzt auch der Portugiese 38 Spiele bei EM- und WM-Endrunden bestritten, mehr hat keiner. Der Rekord wird also frühestens 2020 fallen, sollte Portugal sich für die paneuropäische EM qualifizieren – und Ronaldo mit dann 35 Jahren noch für die Nationalmannschaft spielen. Seine wohl größte Chance auf den WM-Titel ist freilich dahin.

Zuvor hatten die entfesselten Jungstars der Equipe Tricolore Lionel Messi und seine Argentinier in einem begeisternden Achtelfinale aus dem WM-Turnier geworfen. In Kasan drehten der Stuttgarter Benjamin Pavard mit einem Traumtor und der alles überragende 180-Millionen-Euro-Teenager Kylian Mbappe einen 1:2-Rückstand in ein 4:3 (1:1) und lassen die Grande Nation vom Titel träumen. Für den enttäuschenden Messi könnte es der letzte Auftritt auf der größten Bühne des Weltfußballs gewesen sein.

“Ich habe mich super gefühlt heute”, sagte Doppeltorschütze Mbappe (64./68.), der als erster Teenager seit dem großen Pelé 1958 im Endspiel gegen Schweden (5:2) zwei Treffer in einem WM-K.o.-Spiel erzielte. “Wir haben gesagt, zusammen können wir große Dinge erreichen. Das haben wir heute gezeigt. Es fühlt sich großartig an, aber jetzt müssen wir weiter arbeiten”, ergänzte der 19-Jährige.

Vier Jahre nach dem verlorenen Finale im Maracana verpasste dagegen der fünfmalige Weltfußballer Messi erneut sein erstes WM-Tor in einer K.o.-Runde. Schlimmer noch: Messi war abgemeldet, ein Schatten seiner selbst. Ganz anders Wirbelwind Mbappe und die weiteren französischen Torschützen Pavard (57.) und Antoine Griezmann (13./Foulelfmeter).

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | Javier Mascherano (Reuters/C.G. Rawlins)

Mascherano: Sein letztes Spiel im Trikot der Himmelblauen

Angel Di Maria (41.) und Gabriel Mercado, der einen schwachen Messi-Schuss ins Tor abfälschte (48.), hatten die Partie vor und nach der Pause auf den Kopf gestellt. Der Anschlusstreffer des eingewechselten Sergio Agüero (90.+3) kam zu spät. Kurz nach der Niederlage erklärte Javier Mascherano seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. “Es ist vorbei”, sagte der 34-jährige Mittelfeldspieler mit stockender Stimme und den Tränen nahe.

Mascherano spielte wie Superstar Lionel Messi vier Weltmeisterschaften für Argentinien und bestritt insgesamt 147 Partien im Nationaltrikot. 2010 führte er die Mannschaft als Kapitän an. Auch in Russland hatte das Wort des “Jefecito“ (Chefchen) auf dem und außerhalb des Platzes großes Gewicht. Ob weitere Spieler, darunter auch Messi, nach dem erneuten Scheitern aus der Nationalmannschaft zurücktreten, ist noch offen.

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Proteste gegen Trumps Einwanderungspolitik

Die Kritik an Trumps harter Einwanderungspolitik reißt nicht ab und mündet in landesweiten Protesten. An den Demonstrationen unter dem Motto “Familien gehören zusammen” beteiligen sich Menschen in allen Bundesstaaten. Die Zentralkundgebung findet in Washington statt. Die Demonstrationen starteten an der US-Ostküste, später sollten Märsche an der Westküste hinzukommen, etwa in Los Angeles. In der Hauptstadt Washington gingen rund 50.000 Menschen auf die Straße. Auch in Boston gab es eine Großkundgebung, 

Die Proteste wenden sich gegen die neue Einwanderungspolitik: So will die Regierung von US-Präsident Donald Trump Familien, die illegal in die USA gekommen sind, zwar nicht mehr trennen – dafür sollen die Kinder dieser Familien aber länger als bislang erlaubt in Gewahrsam gehalten werden . “Die Regierung wird Familien nicht trennen, sondern sie gemeinsam festhalten, bis das Einwanderungsverfahren abgeschlossen ist”, erklärte das Justizministerium dazu.

Generell behandeln US-Behörden die illegal ins Land kommende Menschen seit Monaten systematisch als Gesetzesbrecher und nehmen sie in Haft. Da Kinder eigentlich nicht mit ihren Eltern inhaftiert werden dürfen, wurden die Familien auseinandergerissen; rund 2000 der betroffenen Kinder sind derzeit getrennt von ihren Eltern in Heimen untergebracht.

Nach einer Welle der Empörung aus dem In- und Ausland beendete Trumpdiese Praxis per Dekret. Das brachte die US-Regierung aber in eine rechtliche Zwickmühle. Nach einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 1997 dürfen Kinder nicht länger als 20 Tage in Gewahrsam genommen werden, auch nicht zusammen mit ihren Eltern. Bis über die Asylanträge ihrer Eltern entschieden ist, können aber Monate oder sogar Jahre vergehen.

Politiker fordern Abschaffung der Einwanderungsbehörde

Am Dienstag entschied ein Gericht in San Diego in einem eigenen Fall, dass getrennte Familien innerhalb von 30 Tagen wieder zusammengeführt werden müssten – sind die Kinder unter fünf Jahren alt, sogar innerhalb von 14 Tagen. Auf Basis dieses Urteils argumentierte das Justizministerium nun, es sei möglich, Kinder für die Dauer des Einwanderungsverfahrens zusammen mit ihren Eltern in Gewahrsam zu nehmen.

Einwanderungspolitik in den USA (picture-alliance/dpa/D.J.Phillip)

Menschen demonstrieren seit Wochen in USA: Hier versuchen Demonstranten einen Bus mit Einwandererkindern aufzuhalten (Archivbild)

In der Zwischenzeit hat sich eine lose Bewegung aus Politikern und Aktivisten gebildet, die als Antwort auf die harte Linie von Trump in Einwanderungsfragen die Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE fordern. Die ICE wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ins Leben gerufen, um für nationale Sicherheit und öffentliche Ordnung zu sorgen. Die Behörde sei jedoch von ihrem Ziel abgekommen und werde von Präsident Trump für seine “rassistische und fremdenfeindliche” Einwanderungspolitik instrumentalisiert, sagte etwa Hemanth Gundavaram, Experte für Einwanderungsrecht von der Northeastern University in Boston.

nob/kle (afp, dpa, ap)

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Syrische Armee setzt Vormarsch fort

Die syrische Armee ist im Südwesten des Landes weiter vorgerückt. Auch die Luftangriffe seien fortgesetzt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Kampfflugzeuge flogen demnach in der Nacht auf Samstag 32 Einsätze. Dabei seien neun Städte in der Provinz Daraa getroffen worden.

Innerhalb von knapp zwei Wochen wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle durch den Vorstoß etwa 100 Zivilisten getötet. Laut den Vereinten Nationen erhöhte sich die Zahl der Kriegsflüchtlinge durch die Offensive auf rund 160.000.

In der Stadt Dael, nordwestlich der Großstadt Daraa, gaben die Rebellen laut Staatsfernsehen nach Abschluss einer Vereinbarung auf. In vier nahegelegenen Städten hätten die Aufständischen ebenfalls ihre Waffen niedergelegt und die Regierungsmacht akzeptiert, hieß es. Die Beobachtungsstelle spricht sogar von insgesamt acht Städten. 

Rebellen: “Erniedrigende Bedingungen”

Die vom Nachbarland Jordanien vermittelten Gespräche über ein Ende der Kämpfe in der gesamten Provinz Daraa sind aber vorerst gescheitert. Ein Sprecher der Regierungsgegner erklärte, die Bedingungen der russischen Seite seien “erniedrigend” gewesen. Man habe sie daher zurückgewiesen.

Syrien, Konflikt, Daraa (Reuters)

… wo Assads Militär immer mehr Gebiete unter seine Kontrolle bringt

Laut Unterhändlern hatte Russland nach dem Vorbild anderer Abkommen verlangt, dass die Rebellen mit ihren Familien entweder in ein von der Opposition gehaltenes Gebiet im Nordwesten Syriens abziehen oder die Rückkehr der Staatsmacht akzeptieren. Die Aufständischen hätten stattdessen angeboten, russischen Militärpolizisten Zugang zu gewähren, was in einigen Städten und Dörfern auch geschehen sei.

Der Südwesten und eine Region im Nordwesten des Bürgerkriegslandes sind die beiden einzigen Gebiete, die noch zu Teilen von Rebellen kontrolliert werden. Seit Mitte Juni haben Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe ihre Offensive insbesondere im Bereich der Großstadt Daraa verstärkt.

jj/kle (dpa, afp, rtr)

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Frankreich steht im WM-Viertelfinale

Der überragende Kylian Mbappé hat Frankreich mit Hochgeschwindigkeits-Fußball ins WM-Viertelfinale geführt und die Titelträume von Argentiniens Superstar Lionel Messi bei dessen vermutlich letzter WM beendet. Die Équipe tricolore setzte sich in einer hochklassigen und spannenden Partie vor 42.873 Zuschauern in Kasan mit 4:3 (1:1) durch. Frankreich gehört nach der offensiv überzeugenden Leistung endgültig zum Kreis der WM-Favoriten – für Messi bleibt der Goldpokal vermutlich eine unerfüllte Sehnsucht.

Doppelpack von Mbappé

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | Niederlage (Reuters/C.G. Rawlins)

Lange Gesichter bei Messi (r.) und Banega

Mbappé entschied die Partie mit zwei sehenswerten Treffern (64. und 68. Minute). “Wir haben super gespielt”, freute sich der 19-Jährige nach dem Abpfiff. Antoine Griezmann hatte “Les Bleus” per Elfmeter nach Foul an Mbappé in Führung gebracht (13.), Ángel di María glich mit einem fulminanten Weitschuss aus (41.). Gabriel Mercado lenkte einen Messi-Schuss zur Führung für Argentinien ins Tor (48.), ehe der Stuttgarter Benjamin Pavard traf (57.). In der Nachspielzeit machte es Sergio Agüero (90.+3) noch einmal kurze Zeit spannend. Das Team von Frankreich-Coach Didier Deschamps dominierte die Partie mit Tempofußball und verdiente sich so den Einzug ins Viertelfinale am kommenden Freitag in Nischni Nowgorod gegen gegen den Sieger der Partie zwischen Uruguay und Portugal. “Ich bin einfach nur glücklich”, sagte Deschamps, der in der Vorrunde in Frankreich hart kritisiert worden war. “Die Wahrheit liegt auf dem Platz.”

Spiel verpasst? Dann können Sie hier nochmal das Wichtigste im DW-Liveticker nachlesen.

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FRANKREICH – ARGENTINIEN 4:3 (1:1)

Was für ein erstes Achtelfinale der WM in Russland! Frankreich und Argentinien liefern sich ein großartiges Duell, das die Equipe tricolore am Ende verdient gewinnt. Matchwinner der Franzosen ist der erst 19 Jahre alte Mbappe, dem ein Doppelpack gelingt. Superstar Lionel Messi und Co. liefern ihre beste Turnierleistung ab, doch es ist zu wenig, um Frankreich in Schach zu halten.  

90.+6 Minute: Schiri Fahgani pfeift ab. Frankreich steht im Viertelfinale, Argentinien ist raus!

90.+5 Minute: Nach einer Flanke kommt Di Maria an den Ball, sein Schuss geht jedoch am Tor vorbei. Das hätte der Ausgleich sein können. 

90.+5 Minute: GELB auch für Frankreichs GIROUD nach einer Rangelei.

90.+4 Minute: GELB für OTAMENDI, der den Ball mit voller Wucht einem Franzosen in den Rücken schießt. Dafür Foul hätte er auch Rot sehen können.

90.+3 Minute: TOR für Argentinien! AGÜERO trifft per Kopf aus sechs Metern. Geht da noch was für Messi und Co.?

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | 3. TOR Argentinien (Reuters/C.G. Rawlins)

Agüero (l.) erzielt per Kopf das 3:4 aus Sicht der Argentinier

90.+1 Minute: Es werden vier Minuten nachgespielt.

88. Minute: WECHSEL bei Frankreich. Der Doppeltorschütze Mbappe geht, THAUVIN spielt in den letzten Minuten. 

87. Minute: Ein Freistoß Di Marias von rechts bringt nichts ein, ebensowenig seine Flanke danach. Die Argentinier reklamieren auf Strafstoß, aber da war nichts.

85. Minute: Messi zieht aus elf Metern ab, bringt aber nicht genug Kraft hinter den Schuss. Der Ball landet in den Armen des französischen Torwarts Lloris. 

83. Minute: WECHSEL bei Frankreich: FEKIR ersetzt den Torschützen zum 1:0, Griezmann. 

80. Minute: Hernandez fälscht einen Schuss des Argentiniers Meza ab, Frankreichs Torwart Lloris hält.

78. Minute: Die Argentinier wirken nicht, als seien sie in der Lage das Spiel erneut zu drehen. 

75. Minute: WECHSEL bei Frankreich. TOLISSO ersetzt Matuidi. Auch Argentinien bringt einen neuen Spieler: MEZA für Pavon.

72. Minute: MATUIDI sieht GELB, wenig später auch PAVARD. Matuidi würde im Viertelfinale nach der zweiten Gelben Karte im Turnier fehlen. 

70. Minute: Die nächste große Chance für Frankreich: Girouds Schuss aus 13 Metern landet am linken Außennetz. 

68. Minute: TOR für Frankreich! Nach einem schnellen Angriff über Matuidi und Giroud erzielt MBAPPE mit einem Flachschuss aus 13 Metern ins linke Eck das 4:2! Doppelpack für den 19-Jährigen von Paris St. Germain.

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | 4. TOR Frankreich (Reuters/D. Martinez)

Wieder Mbappé (r.)! Der 19-jährige zieht ab, keine Chance für Torwart Armani

66. Minute: WECHSEL bei Argentinien: AGÜERO ersetzt Perez.

63. Minute: TOR für Frankreich! MBAPPE! Der 19-Jährige erobert im Strafraum den Ball und zieht aus sechs Metern in halblinker Position ab, Argentiniens Torwart Armani berührt den Ball, kann den Treffer aber nicht verhindern.

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | 3. TOR Frankreich (Reuters/J. Sibley)

Armani (r.) ist gegen Mbappés Schuss zum 3:2 für Frankreich machtlos

61. Minute: Gut eine Stunde ist gespielt: zwei Tore auf jeder Seite, ein tolles Achtelfinale bisher.

58. Minute: TOR für Frankreich! PAVARD zieht aus 18 Metern ab, der Ball schlägt im linken Eck des argentinischen Tors ein. Was für ein Schuss des Stuttgarter Bundesliga-Profis! 2:2!

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | 2. TOR Frankreich (Reuters/D. Martinez)

Pavards Schuss landet im linken Eck des argentinischen Tors zum 2:2

56. Minute: Das war die Riesenchance für die Franzosen zum Ausgleich – Griezmann mogelt sich an Fazio vorbei, bringt den Ball aber nicht ganz unter Kontrolle. Der rollt knapp rechts am Tor vorbei.  

55. Minute: Die argentinischen Fans auf den Tribünen feiern ihr Team mit Jubelgesängen.

53. Minute: Die Franzosen reagieren auf den Rückstand mit wütenden Angriffen, die der robusten Abwehr der Argentinier allerdings derzeit keine Mühe machen.

48. Minute: TOR für Argentinien! MERCADO leitet, fünf Meter vor dem Tor stehend, einen Schuss von Messi mit dem linken Fuß ins Tor der Franzosen weiter. 2:1 für die Südamerikaner! Traumstart für die Argentinier in die zweite Halbzeit.

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | 2. TOR Argentinien (Reuters/C.G. Rawlins)

Riesenjubel bei den Argentiniern nach Mercados Tor zum 2:1

46. Minute: Die zweite Hälfte hat begonnen. Wer hat das bessere Ende für sich, die pfeilschnellen Franzosen oder die abgezockten Argentinier? WECHSEL in der Abwehr Argentiniens: FAZIO kommt für den mit Gelb belasteten Rojo. 

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Nach einer hochklassigen ersten Hälfte steht es 1:1 zwischen Frankreich und Argentinien. Die Franzosen waren die schnellere und gefährlichere Mannschaft, versäumten es jedoch, aus ihren guten Chancen mehr als das Elfmetertor von Griezmann (13.) zu machen. Di Maria brachte die Argentinier mit seinem schönen Treffer aus 20 Metern (41.) wieder zurück ins Spiel. Die zweite Halbzeit verspricht Hochspannung.

45.+2 Minute: Schiri Faghani pfeift die ersten Halbzeit ab.

45.+1 Minute: Zwei Minuten werden nachgespielt.

43. Minute: GELB für MASCHERANO nach einem Foul an Kante. Der Argentinier wäre nach seiner zweiten Gelben Karte im Turnier in einem möglichen Viertelfinale der “Gauchos”gesperrt.

41. Minute: TOR für Argentinien! DI MARIA zieht aus 20 Metern ab – halbhoch ins rechte Eck, keine Chance für Lloris im Tor der Franzosen. 1:1! Maradona jubelt auf der Tribüne. 

FIFA Fußball-WM 2018 | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | TOR Argentinien (Reuters/J. Sibley)

Da kann sich Lloris strecken, wie er will – der Ball zappelt nach Di Marias Schuss im Netz

39. Minute: Endlich einmal kann sich Argentiniens Pavon auf der rechten Seite durchsetzen, doch seine Flanke findet keinen Abnehmer. 

37. Minute: Messi fällt im Strafraum der Franzosen, doch Schiri Faghani lässt weiterspielen – zu Recht. Das war kein Elfmeter.

35. Minute: Giroud muss im Strafraum der Argentinier behandelt werden, nach einem harten Zweikampf mit Otamendi. 

32. Minute: Eine gute halbe Stunde ist gespielt. Die 1:0-Führung der Franzosen ist hochverdient. 

29. Minute: Der Ball landet im Strafraum der Argentinier nach einem Querschläger vor den Füßen Girouds, doch der Franzose ist zu überrascht, um die Chance zu nutzen. 

28. Minute: Das sah doch auch einmal nach einer Chance für Argentinien aus: Mercado zieht aus spitzem Winkel ab, doch sein Schuss streicht gut einen Meter am linken Pfosten vorbei. 

26. Minute: Wieder eine Gelegenheit für Frankreich. Griezmann spielt an der Fünf-Meter-Linie den Ball von rechts nach innen, doch Argentiniens Torwart Armani hat aufgepasst. 

25. Minute: Perez dringt in den Strafraum ein – doch ein Treffer hätte ohnehin nicht gezählt. Der Argentinier stand abseits und schlug dann auch noch seinen Gegenspieler Umtiti. 

23. Minute: Die Franzosen machen das bisher sehr geschickt. Hinten stehen sie dicht und spielen konzentriert. Nach vorne machen sie das Spiel extrem schnell, so dass die Ü30-Argentinier nicht hinterher kommen.

21. Minute: Pogbas satter Schuss zischt über das Tor der Argentinier. 

19. Minute: Wieder rennt Mbappe allen Argentiniern auf und davon und kann kurz vor dem Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. TAGLIAFICO sieht GELB. Freistoß aus 16 Metern!

18. Minute: Sobald Messi an den Ball kommt, sieht er sich von zwei bis drei Franzosen umringt. 

15. Minute: Das nennt man einen Start nach Maß für die Franzosen. Erst der Lattenknaller von Griezmann, dann sein Elfmetertor. 

13. Minute: TOR für Frankreich! GRIEZMANN verlädt Armani im Tor der Argentinier und schiebt flach links ein. 1:0!

FIFA Fußball-WM 2018 in Russland | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | TOR Frankreich (Reuters/D. Martinez)

Der Ball zappelt im Netz, keine Chance für Armani bei Griezmanns Elfmeter

11. Minute: Elfmeter für Frankreich! Rojo hat Mbappe im Strafraum gelegt, nachdem keiner der Argentinier den pfeilschnellen Franzosen halten konnte. GELB für ROJO.

9. Minute: Griezmann schlenzt den Ball über die Mauer an die Latte. Riesenglück für Argentinien. Das war die erste richtig gute Torgelegenheit des Spiels.

FIFA Fußball-WM 2018 in Russland | Achtelfinale | Frankreich vs. Argentinien | Freistoß Griezmann (Reuters/M. Dalder)

Griezmann nimmt Maß – sein Freistoß landet an der Latte

7. Minute: Erste gute Gelegenheit für Frankreich nach einem Foul an Mbappe. Die Entfernung zum Tor: 20 Meter, zentrale Position. 

5. Minute: Die Argentinier tauchen erstmals im Strafraum der Equipe tricolore auf. Doch Di Marias rutscht der Ball vom Fuß, seine Flanke landet im Niemandsland.

4. Minute: Erstes Foul an Messi. Der anschließende Freistoß landet in der französischen Abwehr, die keine Mühe hat zu klären.

3. Minute: Messi verliert im Mittelfeld den Ball, doch Mascherano bügelt den Fehler seines Kapitäns aus und verhindert, dass daraus ein gefährlicher Angriff der Franzosen entsteht.

1. Minute: Der Ball rollt. Das erste K.o.-Spiel der WM in Russland hat begonnen.

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15.59 Uhr: Gespielt wird in Kasan, in dem Stadion, in dem die DFB-Elf am Mittwoch gegen Südkorea so blamabel gescheitert war. 40.000 Zuschauer sehen die Partie Schiedsrichter ist der Iraner Alireza Faghani. Er hatte beretis das Vorrundenspiel zwischen Serbien und Brasilien (0:2) gepfiffen

15.57 Uhr: Didier Deschamps steht im Achtelfinale zum 80. Mal als französischer Nationalcoach an der Seitenlinie und wird damit zum Rekordtrainer der “Equipe tricolore”. “Ich kämpfe nicht für Rekorde”, sagte Deschamps, “wichtig ist das Spiel, darauf konzentrieren wir uns.” Diese Startelf bietet er heute auf: Lloris – Pavard, Varane, Umtiti, Hernandez) – Kante, Pogba – Mbappe, Griezmann, Matuidi – Giroud.

15.55 Uhr: Bei den Franzosen hat Torjäger Antoine Griezmann versprochen, dass er nach den enttäuschenden Auftritten der Vorrunde jetzt aufdrehen will. “Ich werde in der K.o.-Runde mein Niveau erreichen”, sagte Griezmann. “Das war bei der Europameisterschaft genauso. Da bin ich auch erst im Achtelfinale in Schwung gekommen.” Der 27-Jährige hatte vor zwei Jahren bei der Heim-EM auf dem Weg ins EM-Endspiel fünf seiner sechs Turniertore in den K.o.-Partien erzielt.

15.53 Uhr: Auf der Tribüne wird wieder Argentiniens Edelfan Diego Maradona mitfiebern. Der 57-Jährige hatte mit seinem teilweise peinlichen Verhalten in der Vorrunde weltweit Schlagzeilen gemacht. Die Kritik prallte an Maradona ab. “Meine Schale ist zu hart, als dass mich ein paar Idioten umbringen könnten”, sagte der Ex-Weltstar der spanischen Sportzeitung “Marca”.

15.51 Uhr: Das Team der Argentinier wirkt überaltert. Nur drei Spieler der Startelf (Rojo, Tagliafico und Pavon) sind jünger als 30 Jahre. Dieses Team schickt der umstrittene Nationaltrainer Jorge Sampaoli ins Rennen: Armani – Mercado, Otamendi, Rojo, Tagliafico – Perez, Mascherano, Banega – Pavon, Messi, Di Maria.

15.49 Uhr: Natürlich richten sich die Augen der Fußballwelt bei den Argentiniern vor allem auf Lionel Messi. Der fünfmalige Weltfußballer war in den 270 Minuten in der Vorrunde meist blass geblieben. Nur im letzten Spiel gegen Nigeria war ihm der wichtige Treffer zum 1:0 gelungen. Mit der perfekten Ballannahme und dem erfolgreichen Abschluss hatte der 31-Jährige seine genialen Fähigkeiten aufblitzen lassen. Noch nie hat Messi allerdings in einem K.o.-Spiel einer WM getroffen. “Es wird richtig schwierig”, sagte Messi vor dem Achtelfinale gegen Frankreich. “Sie haben Weltklasse-Spieler im Tor, in der Abwehr, im Mittelfeld und im Sturm.”

15.47 Uhr: Weder die Argentinier, noch die Franzosen haben in der Vorrunde überzeugt. Die “Gauchos” erreichten nur mit Ach und Krach das Achtelfinale. Und auch die Equipe tricolore erntete in der Heimat heftige Kritik für drei eher uninspirierte Auftritte. Jetzt sind beide Teams, die vor dem Turnier zum engsten Favoritenkreis gezählt worden waren, gefordert. Eine von beiden Mannschaften fährt nach dem Achtelfinale heim, wo dann mit ziemlicher Sicherheit Medienschelte und eine Riesenenttäuschung der Fans warten.

15.45 Uhr: Herzlich willkommen zum DW-Liveticker!

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