Месечни архиви: July 2018

Die tragische Geschichte der Amy Winehouse

Ihr ganzes Leben lang wollte Amy Winehouse nur eins: singen – und den richtigen Mann fürs Leben finden. Amy wuchs als Tochter eines Taxifahrers und einer Apothekerin in Southgate, einem Vorort von London, auf. In der Schule langweilte sie sich und rebellierte gegen die Lehrer, denn sie interessierte sich nur für ein einziges Fach: Musik.

“Ich will berühmt werden”

Mit 12 Jahren bewarb sich Amy selbstbewusst an der renommierten Sylvia Young Theatre School. In ihrer Bewerbung schrieb sie: “Ich möchte Gesangsunterricht haben und nicht immer von meinen Lehrern hören, dass ich die Klappe halten soll. Ich will berühmt werden. Ich will, dass die Menschen meine Stimme hören und für fünf Minuten ihre Sorgen vergessen können. Ich will, dass die Menschen sich an mich erinnern.”

Amy Winehouse Bildergalerie (Getty Images/G. Cattermole)

Früher Ruhm und überschüttet mit Preisen: Hier bei den Brit Awards 2003

Die Schulleiterin war begeistert von Amys Talent: “Sie hatte eine so reife und wunderbare Stimme. Ich dachte, das wird die nächste Judy Garland oder Ella Fitzgerald”, erinnerte sich Sylvia Young Jahre später. Und Amy war überglücklich, als sie an Londons bekannter Talentschmiede aufgenommen wurde.

Frühes Debüt

Gerade mal 19 Jahre alt war Amy Winehouse, als sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb. Ein Jahr später kam ihr Debütalbum “Frank” auf den Markt und erreichte auf Anhieb Platz 3 der britischen Charts. Amy sang nicht nur, sie schrieb auch über ihr Leben. Auf “Frank” verarbeitete sie die Beziehung zu ihrem Ex-Freund.

Amy sei eine Weiße mit schwarzer Soulstimme, schwärmten die Kritiker. Sie selbst fühlte sich von den 60er Jahren inspiriert, nannte Sarah Vaughan, Dinah Washington und Ella Fitzgerald ihre Vorbilder. Auch optisch orientierte sich die eigenwillige Sängerin am Look der Sixties. Die Bienenkorb-Frisur und der ausgeprägte Lidstrich wurden zu ihrem Markenzeichen. Doch mit zunehmendem Erfolg fühlte sie sich unwohl auf der Bühne. Bei Konzerten vor großem Publikum verspürte sie Angst. Immer häufiger streifte sie nach den Auftritten durch Clubs und Bars und ertränkte den Erfolgsdruck im Alkohol.

Mit Liebeskummer zum Welterfolg

Amy Winehouse Bildergalerie Ehemann Blake Fielder-Civil (Getty Images/M. Buckner)

Die Ehe mit Blake Fielder-Civil stand unter keinem guten Stern

Auf einer ihrer Kneipentouren lernte Amy den heroinabhängigen Blake Fielder-Civil kennen und verfiel ihm auf Anhieb. Mit ihrem neuen Freund stürzte sie sich immer häufiger in Drogen- und Alkoholexzesse. Als er sie schon nach ein paar Monaten für eine Andere sitzen ließ, war die liebeshungrige Amy am Boden zerstört. Auf dem Album “Back To Black” schrieb sie sich 2006 in lauter traurigen Liebesliedern den Schmerz von der Seele. Die Scheibe brachte ihr fünf Grammys ein und machte sie endgültig zum Weltstar.

Allen voran stürmte der Song “Rehab” die Charts: Er handelt vom erfolglosen Versuch ihres Vaters Mitch und ihres Managers, Amy in eine Entzugsklinik zu stecken. In gerade mal zwei Stunden hatte Amy dieses Lied niedergeschrieben, das zur Hymne aller unangepassten jungen Rebellen wurde.

Trauriges Ende

18 Monate nach der Trennung klopfte Blake Fielder-Civil wieder an Amys Tür. Die beiden heirateten, doch glücklich wurde Amy nicht. Keine zwei Jahre später kam 2009 die Scheidung. Auch ihre Karriere geriet ins Stocken. Immer öfter torkelte sie betrunken auf der Bühne herum. Ihre einst so kraftvolle Stimme klang nur noch kläglich. Das Publikum buhte sie aus. Amy musste Konzerte abbrechen, ganze Tourneen wurden abgesagt – laut Management “aus gesundheitlichen Gründen”. Doch jeder wusste, dass Amy Winehouse massive Alkoholprobleme hatte. Ihr Apartment glich einem Müllhaufen: Überall lagen leere Flaschen herum. Amy selbst war abgemagert und nur noch ein Schatten ihres früheren Ichs.

Grabgestecke mit Amys Bild Photo: Alexander Smotrov/RIA Novosti

Fans trauern um die Sängerin

Am 23. Juli 2011 fand ihr Bodyguard sie tot in ihrer Londoner Wohnung. Gerichtsmediziner wiesen über vier Promille Alkohol im Blut nach. Die Sucht war Amy zum Verhängnis geworden. “Sie konnte die Songs zum Leben erwecken wie keine andere”, schrieb ein englischer Journalist nach ihrem Tod, “aber sie war unfähig, ihr eigenes Leben zu leben.”

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Mexiko: In den heiligen Quellen der Maya

Die mexikanische Metropole Cancún ist bekannt für ihr Nachtleben, die unendlich langen, weißen Sandstrände und Wassersport. Sie ist auch der beste Ort in Mexiko, um etwas über die Kultur und die Traditionen der Maya zu erfahren. Ihre Zivilisation hat über Jahrtausende die Halbinsel Yucatán geprägt. Ein vielleicht ungewöhnlicher und ziemlich abenteuerlicher Weg, sich ihrem Verständnis der Welt anzunähern, ist ein Ausflug in die Cenoten.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Landschaftsformen im Ecopark Chikin Ha

Cenoten entstehen in Karstgebieten, sie sind natürliche Pools in Kalksteinhöhlen. Sie entstehen, wenn eine Höhlendecke einbricht und durch das Loch Süßwasser in die Höhle eindringt. Über Jahrtausende sickerte Regenwasser in das Felsgestein, bildete unterirdische Flüsse und Seen. Es entstanden gigantische Unterwasserhöhlensysteme.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Cenote Zacil Ha im Ecopark Kantun Chi

Faszinierende Unterwasserwelt

Die Temperatur sinkt merklich als ich mich an meinen ersten unterirdischen Fluss heran pirsche. Er ist die Hauptattraktion im Ecopark Kantun Chi. Ich hatte natürlich mitbekommen wie andere Besucher von diesem Ort schwärmten und war gespannt, was mich erwarten würde. Tatsache ist, für diesen Anblick gibt es keine Worte. Die Höhle mit dem unterirdischen Fluss ist von so unfassbarer Schönheit, dass man einfach nur niederknien möchte.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Unterirdische Naturschönheiten: Stalagmiten in Kantun Chi

Der Abstieg in die Höhle ist abenteuerlich. Mir kommen Szenen aus Indiana Jones in den Sinn. Ich muss höllisch aufpassen, wohin ich meinen Fuß setze. Bald ist mein T-Shirt schweißnass. Anfangs kann ich noch die Hand vor Augen sehen, aber nach wenigen Minuten umfängt mich komplette Dunkelheit. Ich bin froh, als ich am Ende des Tunnels ein Licht erkenne. Ich habe das Gefühl, der erste Mensch zu sein, der jemals an diesem Ort war.

“Ist deine Kamera auch wasserdicht?” dringt aus der dunklen Stille die Stimme von Tour Guide Enrique zu mir. Er wartet unten in der Höhle auf mich. “Ab hier geht es im Wasser weiter!“ Die Unterwasserhöhle in Kantun Chi wird für immer einer der faszinierendsten Orte bleiben, die ich jemals gesehen habe. Nie werde ich den Moment vergessen, als ich den glatten, kristallblauen Wasserspiegel zum ersten Mal berührte. Auf dem Wasser gerieten die Reflektionen der Stalagmiten und Stalaktiten plötzlich in Bewegung. Es war, als ob ich in das Farbenmeer eines surrealen Gemäldes eintauchte. In diesem Fall war der Maler die Natur. Unglaublich schön.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Es gibt geführte Wanderungen durch die Höhlen von Kantun Chi

Und es gibt noch weitere fünf andere zugängliche und halb zugängliche Höhlen. Nicht weit entfernt, etwa fünf Minuten mit dem Auto oder 30 Minuten zu Fuß drängen sich Touristen vor den Höhlen von Chikin Ha. Sie warten auf den Einlass in die Cenoten. In dem kühlen Wasser darf man schwimmen und tauchen. Guides erklären auch die Bedeutung dieser Höhlen in der Maya-Kultur. Es gibt Belege, dass sie die Höhlen als Kultstätten nutzten. Der Eintritt für Chikin Ha und Kantun Chi ist relativ teuer, je nachdem welche Tour man bucht, liegen die Preise zwischen 30 und 70 Euro. Andere Cenoten in der Gegend sind günstiger – und dabei genauso schön, finde ich.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Die Cenote Oxman liegt in der Nähe von Valladolid und ist nicht so überlaufen wie die berühmte Ik Kil nahe Chichén Itzá

Verbindung zu den Göttern

Wer die Höhlenwelt der Maya entdecken will, kann in Cancún starten und der Küstenlinie folgen. Es gibt aber auch welche in Richtung Chichen Itza im Landesinneren von Yucatan. Um die 7000 Höhlen wurden bislang entdeckt.

In der Maya-Kultur waren diese unglaublichen, von der Natur geformten Höhlen heilige Orte. Hier fanden rituelle Handlungen statt. Man weiß heute, dass hier Tier- und Menschenopfer dargebracht wurden. Die Höhlen wurden auch als Friedhöfe genutzt. Für die Maya waren die Flüsse und Seen in den Höhlen nicht nur eine direkte Verbindung zu ihren Göttern. Sie hatten einen sehr weltlichen, praktischen Nutzen, sie waren Wasserreservoirs. Die Höhlen versorgten die Dörfer der Maya mit sauberem Wasser. Das Wort Cenote kommt aus der Maya-Sprache, von ts’onot, was bedeutet: Ort mit Zugang zu Wasser.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Auf der Halbinsel Yucatán kann man in den meisten Cenoten schwimmen

Ich hatte über 50 Cenoten zur Auswahl. Also musste ich genau planen, wann ich wo sein wollte. Es gibt eine ganze Reihe von Veranstaltern, die geführte Touren anbieten. Man muss wissen, Höhlen wie Gran Cenote oder Dos Ojos sind zwar leicht zugänglich, aber deshalb auch sehr beliebt und entsprechend überfüllt. Yucatán ist eine bei Touristen sehr beliebte Region Mexikos. Wenn nicht sogar die beliebteste. Ich hätte diese Höhlen gerne einmal in Ruhe genossen, ich hatte zuvor so viele beeindruckende Fotos gesehen – alle ohne Menschen.

Aber das darf man nicht erwarten. Die Höhlen haben eine übermächtige Ausstrahlung, am beeindruckendsten sind sie, wenn man sie alleine genießen kann. Nur dann kann die Magie dieser Orte ihre ganze Wirkung entfalten. Und man fühlt sich den Maya ganz nah.

Mexiko Yucatan Kukulkan Pyramide in Chichen Itza (picture-alliance/M. Mara)

Kukulcán-Pyramide in der Ruinenstadt Chichén Itzá im Norden der Halbinsel Yucatán

Yucatán erkunden

Ich habe also versucht, Menschenmassen zu vermeiden und mir ein Auto gemietet. Mexikanische Autobahnen sind einfach zu fahren, sie sind in gutem Zustand und bei weitem nicht so chaotisch wie in anderen südamerikanischen Ländern. Das Auto verschaffte mir einen entscheidenden Vorteil:  ich konnte früher als die Reisegruppen vor Ort sein. Ich war der Erste in der Warteschlange  und damit der Erste in der Höhle. Auf dem Rückweg  war ich auch gerne der  letzte in der Höhle. Ich genoss die Momente, wo ich diese Räume endlich ganz für mich alleine hatte. Es ist ein gewaltiger Unterschied.

Mexiko – Cenotes (DW/J. Martinez)

Die Cenote von Zaci in Valladolid ist vom Stadtzentrum aus leicht mit dem Fahrrad zu erreichen

In der Nähe der Stadt Valladolid liegen die Cenoten Zaci und Dzitnup. Sie sind perfekt geeignet für eine Erkundungstour mit dem Fahrrad. Die Eintrittspreise liegen zwischen drei und fünf Euro. Wenn man in Valladolid ist, sollte man sich einen Fahrrad-Trip in eine der Höhlen nicht entgehen lassen.

Oxman und It Kil werden als die schönsten Höhlen der Welt gepriesen. Entsprechend groß ist der Andrang. Wenn man eine geführte Tour bucht, ist es ratsam den frühest möglichen Termin am Tag zu wählen. Dann hat man noch eine Chance den Massen zu entgehen.

Die Cenoten sind mystische Orte. Sie stecken voller Geschichte und Geschichten der Maya-Kultur. Es ist ein Geschenk, dass wir diese Orte betreten dürfen, in den glasklaren Seen schwimmen oder tauchen dürfen.  Meine Reise durch Yucatán war sowieso schon beeindruckend, aber der Besuch der Cenoten hat alle meine Erwartungen übertroffen. Es war der Höhepunkt meiner Reise.

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Kommentar: Neue Verfassung, alte Dogmen

Hinter verschlossenen Türen wurde in Kuba an der neuen Verfassung gearbeitet. Der mit 33 Personen besetzte Reformausschuss unter Vorsitz des 86-jährigen früheren Staatspräsidenten Raul Castro erstellte einen Entwurf, der jetzt vom Parlament abgesegnet wurde. Danach wird es zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein Referendum geben, bei dem die Menschen auf dem Stimmzettel sogar ein “Nein” ankreuzen können.

Die kubanische Regierung hat schon durchblicken lassen, mit welchen Veränderungen wahrscheinlich zu rechnen ist. Inmitten der politischen und rechtlichen Erstarrung, die auf dem Inselstaat herrscht, erregt allein schon die Aussicht auf Veränderung alle Gemüter.

Endlich eine Beschränkung der Amtszeit des Präsidenten

Die Optimisten sagen, dass die neue Verfassung das Privateigentum stärkt und neue Möglichkeiten für private Unternehmen eröffnet. Dies könnte gerade für Kleinstunternehmen interessant sein, die in den vergangenen Jahren auf der Insel entstanden sind und nun auf mehr Rechtssicherheit und einen ökonomischen Schub hoffen. Positiv gesehen wird auch die Beschränkung der Amtszeit des Präsidenten auf maximal zwei Wahlperioden zu jeweils fünf Jahren sowie ein Verbot jeglicher Art von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.

Kubanische Bloggerin Yoani Sánchez.

Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez.

Die Pessimisten wiederum warnen davor, dass der zentrale Kern der Verfassung völlig unberührt bleibt. In Artikel fünf bleibt die Kommunistische Partei weiterhin als “überlegene Führungsmacht” der Gesellschaft verankert und damit auch ihre absolute Kontrolle über das Leben jedes einzelnen Kubaners. Ebenso bleibt der “sozialistische Charakter des politischen und sozialen Systems” der Insel weiterhin unangetastet. Und dies, obwohl das kubanische Modell seit vielen Jahrzehnten auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beruht, auf den Verkauf von Teilen des Landes an ausländisches Kapital und dies durch die Verschärfung der sozialen Unterschiede immer deutlicher wird.

Zudem drängten Aktivisten der LGBTI-Gemeinschaft auf die Legalisierung der Homo-Ehe und das Recht auf Adoption und künstliche Befruchtung für homosexuelle Paare. Aufgrund der heftigen Gegenwehr seitens der evangelikalen Kirchen hat sich interessanterweise genau dieses Thema als das bisher explosivste in der Debatte um die neue Verfassung herausgestellt.

Der Einheitsstaat steht nicht zur Debatte

Auch die Gegner der Verfassungsreform bringen sich in Stellung. Die “Nein”-Kampagne vereint verschiedene Gruppen aus den unterschiedlichsten politischen Richtungen. Die Dissidenten versuchen eine höchstmögliche Nein-Quote im Referendum zu erzielen. Dies dürfte sich aber als schwierig erweisen, da man Millionen von Kubanern davon überzeugen müsste, dass die positiven Aspekte der neuen Verfassung nicht ausreichen, wenn dabei gleichzeitig der politische Einheitsstaat abgesegnet werden muss.

Es bleiben noch Wochen, bevor die erste Version der neuen Verfassung überhaupt veröffentlicht wird und noch Monate bis zum Referendum. Bis dahin können Optimisten und Pessimisten weiterhin versuchen, sich gegenseitig zu überzeugen. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Gleichgültigen die Oberhand behalten. Diejenigen, die spüren, dass eine neue Verfassung wenig dazu beitragen wird, ihr alltägliches Leben zu verändern.

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Kubas Parlament segnet neue Verfassung ab

Kein kubanischer Parlamentarier stimmte gegen die 224 Artikel der neuen Verfassung, wie aus der Hauptstadt Havanna vermeldet wurde. Staatschef Miguel Díaz-Canel sprach zum Abschluss der Sitzung der Nationalversammlung von einer Reform, die “die Einheit der Kubaner um die Revolution stärken” werde.

Vom 13. August – dem Geburtstag des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro – bis zum 15. November soll der Verfassungstext nun vom Volk diskutiert und ihm anschließend in einem Referendum zur Abstimmung vorgelegt werden.

Díaz-Canel rief die Bürger zu einer “aktiven und bewussten” Beteiligung an der Debatte auf. Jeder Kubaner dürfe dabei “frei seine Meinungen äußern und dazu beitragen, einen Verfassungstext zu erhalten, der das Heute und die Zukunft des Vaterlandes widerspiegelt”, versicherte der Präsident. Seine Kommunistische Partei hat die Reform ebenfalls bereits abgesegnet.

Miguel Díaz-Canel (vorne rechts) - neben seinem Vorgänger Raúl Castro / Archivbild (picture-alliance/dpa/EFE/ACN/A. Padrón Padilla)

Präsident Miguel Díaz-Canel (vorne rechts) – an der Seite seines Vorgängers Raúl Castro

Geteilte Macht

Die neue Verfassung soll Privateigentum auf Kuba legalisieren und unter anderem den Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe freimachen. Die Reform sieht auch vor, dass die Macht künftig zwischen Staatspräsident und Regierungschef aufgeteilt wird. Dafür soll das Amt eines Ministerpräsidenten wiedereingeführt werden.

Nach knapp 60-jähriger Herrschaft der Brüder Fidel und Raúl Castro soll die Amtszeit des Staatschefs zudem künftig auf zwei Mandate begrenzt werden. Das Ziel der Schaffung einer “kommunistischen Gesellschaft” wurde in der neuen Verfassung gestrichen. Die bisherige Verfassung stammte aus dem Jahr 1976.

wa/haz (afp, epd)

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