Месечни архиви: March 2019

Brexit: Der Kampf geht weiter

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will sich nicht in die Frage eines möglichen zweiten Brexit-Referendums einmischen. Darüber müsse allein das britische Volk entscheiden, sagte Juncker dem italienischen TV-Sender RAI. Er bekräftigte zudem frühere Aussagen, wonach das Parlament in London zwar bislang zwar klargemacht habe, was es nicht wolle. Offen bleibe aber, welche Wege es unterstützen würde. Er würde es begrüßen, wenn es in den kommenden Stunden oder Tagen zu einer Vereinbarung zwischen Großbritannien und der EU komme.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker

An diesem Montag berät das britische Unterhaus abermals über einen Alternativplan zu dem von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Austrittsvertrag. “Es gibt keine idealen Alternativen und es gibt derzeit gute Argumente gegen jedes mögliche Resultat der Abstimmungen, aber wir müssen etwas machen”, sagte Justizminister David Gauke der BBC mit Blick auf die Beratungen. Die Debatte ist bis 17.00 Uhr (MESZ) angesetzt.

Am vergangenen Freitag hatten die Abgeordneten den Austrittsvertrag zum dritten Mal durchfallen lassen. May hatte kurz zuvor ihren Rücktritt angeboten, um Kritiker auf ihre Seite zu ziehen. Nun hat sie weniger als zwei Wochen Zeit, um die anderen 27 EU-Staaten davon zu überzeugen, dass sie die Blockade noch lösen kann. Andernfalls muss die Regierungschefin eine weitere – diesmal deutliche – Verschiebung des Austrittstermins beantragen oder ihr Land am 12. April ohne Abkommen aus der Europäischen Union führen. Bei einem solchen ungeregelten Brexit werden chaotische Folgen für die Wirtschaft und andere Lebensbereiche befürchtet.

Die verbleibenden 27 Staaten - hier ihre Staats- und Regierungschefs - müssten der Verlängerung zustimmen

Die verbleibenden 27 Staaten – hier ihre Staats- und Regierungschefs – müssten der Verlängerung zustimmen

Über das Wochenende blieb unklar, mit welcher neuen Strategie May sich nun um eine Mehrheit für ihren Deal bemühen wird. Der Generalsekretär ihrer Konservativen Partei, Brandon Lewis, sagte BBC-Radio, alle Optionen seien zu prüfen. Der Zeitung “Sunday Times” zufolge droht May ein Auseinanderbrechen ihrer Regierung, sollte sie ihren Deal nicht doch noch durchs Parlament bringen. Entscheide sie sich für einen Austritt ohne Vertrag, würden mindestens sechs pro-europäische Minister ihre Ämter aufgeben. Lasse die Premierministerin sich dagegen auf eine Zollunion mit der EU ein oder eine lange Verschiebung des Austritts, drohe der Rücktritt von mehreren Brexit-Anhängern in der Regierung.

Großbritannien London People's Vote Demonstration (Getty Images/AFP/N. Halle'n)

Demonstration gegen …

Vergangene Woche hatte eine Unterhaus-Debatte über diverse Alternativ-Vorschläge keine Mehrheit ergeben. Beobachter halten es für möglich, dass sich die Abgeordneten nun auf eine der Varianten einigen könnten, die am besten abgeschnitten hatten. Dazu gehören die Vorschläge, dass Großbritannien dauerhaft in einer Zollunion mit der Europäischen Union bleibt oder dass die Briten in einem neuen Referendum über den Deal entscheiden. Die Idee der Zollunion wird insbesondere auch von Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei unterstützt und gilt als bevorzugte Variante vieler Unternehmer.

Brexit-Unterstützer sind jedoch dagegen, weil Großbritannien damit die Möglichkeit genommen würde, eigene Handelsvereinbarungen zu schließen. Der Zeitung “Sun” zufolge haben 170 der 314 konservativen Abgeordneten May einen Brief geschrieben, in dem sie auf einen EU-Austritt in den kommenden Monaten drängen – selbst wenn das einen harten Brexit bedeuten würde.

...und für den Brexit (Archivbilder)

… und für den Brexit (Archivbilder)

Der Plan, der an diesem Montag die meisten Stimmen erhält, könnte dem Parlament am Dienstag in einer Stichwahl gegen Mays Abkommen vorgelegt werden, berichtete die Zeitung “Mail on Sunday”. Gegebenenfalls könnten dann bereits am Mittwoch Neuwahlen anberaumt werden, hieß es ohne Quellenangabe. Diesem Vorgehen müssten zwei Drittel der Abgeordneten zustimmen. Mays Berater seien jedoch uneins, ob die Regierungschefin diesen Schritt gehen soll, berichtete das Blatt.

Eine Meinungsumfrage im Auftrag der Zeitung ergab, dass Labour fünf Prozentpunkte Vorsprung vor den Konservativen hat. Presseberichten zufolge sind führende Tories gegen Neuwahlen, weil sie eine krachende Niederlage fürchten.

stu/wa (rtr, afp, dpa)

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Algerien bekommt neue Regierung

Lediglich acht der insgesamt 27 Minister gehörten nach offiziellen Angaben auch der alten algerischen Regierung an, die nach Massenprotesten zurückgetreten war. An der Spitze der neuen Regierung steht als Ministerpräsident der 59 Jahre alte Noureddine Bedoui.

Schon Mitte März hatte Bedoui eine neue Regierung aus Technokraten versprochen, in der Die Ungeduld der Algerieralle politischen Spektren vertreten sein sollten. Zahlreiche Politiker lehnten es aber ab, in sein Kabinett einzutreten. Demonstrationen hatten sich zuletzt auch gegen Bedouis Ernennung zum Regierungschef gerichtet.

Noureddine Bedoui (picture alliance/AP/A. Belghoul)

Neuer Mann: Regierungschef Noureddine Bedoui

“Marionette” Bouteflika

In Algerien kommt es seit Wochen immer wieder zu Protesten gegen den 82-jährigen Bouteflika und die gesamte politische Elite des nordafrikanischen Landes. Auch am Wochenende gingen in etlichen Orten Hunderttausende von Menschen auf die Straße. Sie fordern unter anderem den sofortigen Rücktritt Bouteflikas. Er ist bereits seit 1999 an der Macht, sitzt aber seit einem Schlaganfall 2013 im Rollstuhl und kann kaum noch sprechen. Bouteflika sei nur noch eine “Marionette” von Militärs, Wirtschaftsvertretern und algerischer Clans, heißt es.

Vor einigen Wochen hatte Bouteflika erklärt, er werde auf seine ursprünglich geplante Kandidatur bei der nächsten Präsidentenwahl verzichten. Die eigentlich für April vorgesehene Wahl verschob er jedoch auf unbestimmte Zeit.

Algerien, Algier: Proteste gegen Algeriens Staatschef (picture-alliance/dpa/F. Batiche)

Besonders unter jüngeren Algeriern verliert Bouteflika zunehmend an Rückhalt

Präsident amtsunfähig? 

Mittlerweile rückt auch die einflussreiche Armee von Bouteflika ab, auf die er sich bisher stets stützen konnte. Generalstabschef und Vize-Verteidigungsminister Ahmed Gaid Salah forderte Verfassungsgericht und Parlament auf, Artikel 102 der Verfassung zu aktivieren. Damit könnte der Präsident aus gesundheitlichen Gründen für amtsunfähig erklärt und abgesetzt werden. Salah behält in der neuen Regierung sein Amt.

wa/stu (dpa, afp, rtr)

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Hannover Messe: Keine industrielle Revolution ohne 5G

Roboter vollführen die wildesten Aufgaben, ihre menschlichen Kollegen tragen Virtual-Reality-Brillen und sorgen per Datenhandschuh dafür, dass der 3D-Drucker das richtige Teil “just in time” ausspuckt – all das haut in Hannover keinen mehr vom Hocker. Zumindest nicht die Besucher der Industriemesse, die weltweit größte ihrer Art.

Seit Jahren wiederholen sich die Bilder, mit denen sich Aussteller auf der Messe präsentieren. Doch das Wesentliche ist ja bekanntlich für die Augen unsichtbar. Während die Hallen also aussehen wie 2014, ist die Technik doch auf dem allerneuesten Stand.

“Integrated Industry – Industrial Intelligence” lautet das Motto der Messe in diesem Jahr. Es geht also viel um künstliche Intelligenz und auch um komplexe Anlagen, die sich selbst warten oder zumindest Bescheid geben, wenn etwas nicht stimmt.

Intelligent und schnell

“In den vergangenen fünf oder sechs Jahren haben wir daran gearbeitet, die weltweite Leitmesse für ‘Industrie 4.0‘ zu sein, also für die digitale Vernetzung einer Fabrik”, sagt Jochen Köckler, Vorstandschef des Veranstalters Deutsche Messe AG. “Jetzt wird hier gezeigt, dass die Vernetzung mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G noch einmal einen richtigen Schub bekommt.”

Was das heißt, zeigen mehrere Hersteller in der 5G-Arena. Hier wurde ein funktionierendes 5G-Testfeld errichtet, in dem Maschinen mit dem 100-fachen der bisherigen Geschwindigkeit miteinander kommunizieren. Das sieht auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär aus – man sieht Roboter, die Dinge tun und Transportwagen, die selbstgesteuert umherfahren. Und doch ist es ein Qualitätssprung: Mehr Sensoren, mehr Datenausstausch, aber keine Kabel. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern macht die Maschinen flexibler.

Hannover Messe 2019 - Roboter (DW/A. Becker)

Wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten, sollten beide freundlich sein

Mit oder gegen China?

In Deutschland läuft gerade die Versteigerung der 5G-Frequenzen, gleichzeitig wird über die Frage gestritten, wie sehr chinesische Firmen wie Huawei beim Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur beteiligt werden sollen.

Messe-Chef Köckler hofft, dass die deutsche Politik die Entwicklung bei 5G nicht verzögert. “Die Politiker müssen wirklich zusehen, dass sie den richtigen Rahmen schaffen, um diese Technologie auch zu nutzen”, so Köckler zur DW. “Denn China, von da kommen die meisten unserer Aussteller, setzt ganz auf diese Technologie. Die messen sich da richtig.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich in ihrer Eröffnungsrede gegen ein Huawei-Verbot aus. ”Ich bin dagegen, dass wir einfach per Definition jemand ausschließen”, sagte sie am Sonntagabend, ohne China oder den Netzwerkausrüster Huawei namentlich zu erwähnen. ”Wichtig sind die Standards, die eingehalten werden müssen.”

Geld verdienen, aber wie?

Mehr als früher stehen in diesem Jahr auch digitale Geschäftsmodelle im Fokus der Aussteller – Antworten also auf die Frage, wie man mit all der Vernetzung auch Geld verdienen kann.

“Die Digitalisierung der Geschäftsmodelle ist ein Dekadenprojekt. Und die Hannover Messe ist für uns der Pulsmesser, wo wir auf diesem Weg stehen”, sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer beim Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer. Die deutschen Firmen hätten gut zwei Drittel des Weges hinter sich gebracht und seien jetzt in der Lage, ihren Kunden neue Produkte und Prozesse anzubieten. “Wir stehen kurz vor der Schwelle, damit auch Geld zu verdienen.”

Eingang der Hannover Messe 2019
(DW/A. Becker)

Rund 60 Prozent der Aussteller in Hannover kommen aus dem Ausland

Industrie- oder IT-Messe?

Digitale Geschäftsmodelle, die Auswertung großer Datenmengen (Big Data), Dienstleistungen über die Cloud – die Grenzen sind endgültig verschwommen zwischen den Themen der Industriemesse und der IT-Messe Cebit, die im vergangen Jahr eingestellt worden war.

Das Scheitern der Cebit in Hannover sei aber für die Industriemesse kein Grund zur Sorge, sagt Klaus Mittelbach, Verbandschef der deutschen Elektroindustrie (ZVEI). “Der entscheidende Unterschied zur Cebit ist, dass die Weltmarktführer in der Industrie eben aus Deutschland kommen. Sie haben hier ihren Unternehmenssitz, sind vielfach mittelständisch. Und das zeigt auch, auf welche Themen wir uns hier konzentrieren.”

Der Rest der Welt scheint sich daran nicht zu stören, ganz im Gegenteil. Messe-Chef Köckler freut sich über 6500 Aussteller, davon mehr als 1500 aus China. “Rund 60 Prozent der Firmen kommen aus dem Ausland, das ist unser höchster Stand bisher.”

Gastland ist in diesem Jahr Schweden, das in Hannover damit wirbt, den höchsten Anteil von Ökostrom in der Europäischen Union zu haben – und gleichzeitig den günstigsten Industriestrom in Nord- und Westeuropa. Grund genug für Amazon, in Schweden drei große Datencenter für seine Clouddienste zu bauen.

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Frankfurt gnadenlos effektiv gegen Stuttgart

FRANKFURT – STUTTGART 3:0 (1:0)

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Eintracht Frankfurt bleibt in der Bundesliga auf Erfolgskurs. Der Fußball-Pokalsieger setzte sich am Sonntag souverän mit 3:0 (1:0) gegen den VfB Stuttgart durch und schob sich am 27. Spieltag auf einen Champions-League-Platz. Gegen die Schwaben, die auf dem Relegationsplatz 16 in Abstiegsgefahr verharren, traf Filip Kostic (45./64.) doppelt. Den Schlusspunkt setzte Luka Jovic (84.) mit seinem 16. Saisontor.

Als Vierter liegt die in diesem Jahr weiter ungeschlagene Eintracht nun zwei Punkte vor Königsklassen-Konkurrent Mönchengladbach und schon sieben Zähler vor den nächsten drei Bewerbern um einen internationalen Startplatz. dvo/jst (dpa)

Spiel verpasst? Hier gibt es die gesamte Partie noch einmal zum Nachlesen im DW-Liveticker:

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ABPFIFF – Dr. Felix Brych pfeift eine am Ende klare Angelegenheit auf die Sekunde pünktlich ab. 

88. Minute: WECHSEL - Der Mann des Spiels geht unter tosendem Applaus vom Feld: Filip Kostic wird durch JETRO WILLEMS ersetzt.  

84. Minute: Deckel drauf! LUKA JOVIC mit dem 3:0. Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch. Wieder lassen die Frankfurter alle Stuttgarter nur zuschauen, am Ende der Kette hat Jovic nach Zuspiel von Da Costa keine große Mühe, den Ball aus kurzer Distanz an Zieler vorbeizubefördern. 

80. Minute: Frankfurt spielt das jetzt souverän runter, beschränkt sich auf Konter und hält den VfB, der nicht so wirkt, als würde er hier das Gegenmittel noch finden, weitestgehend vom eigenen Tor weg. 

75. Minute: Für Haller geht es nicht weiter, er wird durch JONATHAN DE GUZMAN ersetzt. 

73. Minute: Jovic geht alleine in den Strafraum und versucht Zieler auszuspielen, doch der wartet lange und drängt den Frankfurter so aus der Gefahrenzone. 

67. Minute: Didavi hat im Strafraum viel Platz und findet mit seinem Zuspiel niemanden. Da war mehr drin für die Gäste. 

64. Minute: TOR - FILIP KOSTIC zum zweiten! Nach einer Stuttgarter Ecke geht es wieder schnell: Jovic für Rebic, der schickt Kostic mit einem weltklasse Zuspiel in die Lücke und dieser lässt Zieler dann frei vor dem Tor keine Chance. 

58. Minute: Hasebe sieht die Gelbe Karte. 

51. Minute: Nach einer Ecke der Eintracht ist es jetzt mal der VfB, der schnell und mit viel Platz kontert: Esswein und Zuber gehen gegen einen Gegenspieler, doch statt für das zuspiel entscheidet Esswein sich für den Abschluss, der Trapp im kurzen Eck nicht vor Probleme stellen kann. 

51. Minute: Konter Frankfurt, Kostic und Jovic gehen gegen einen Gegner aufs Tor zu. Doch Kostics Ball auf den Landsmann ist viel zu scharf, da kann Jovic nie und nimmer dran kommen. War mehr drin…

47. Minute: Rebic mit einem ersten Versuch, aber kein Problem für Zieler. 

WIEDERANPFIFF

Frankfurt erzielt gegen Stuttgart die Führung quasi mit dem Pausenpfiff. Zuvor gab es bereits gute Chancen auf beiden Seiten, aber weder Jovic, Rebic und Rode auf Frankfurter, noch Zuber oder Kempf auf Stuttgarter Seite hatten das nötige Glück im Abschluss und scheiterten alle knapp. Doch dann lässt Kostic die Frankfurter Fans nach einer Unachtsamkeit von Beck doch noch jubeln. 

HALBZEIT

45. Minute: Die Frankfurter Führung! Erst kommt Haller nicht an den Ball, dann entscheidet Beck sich, den Ball ins Seitenaus trudeln zu lassen und bleibt fast stehen. Schlechte Idee, denn FILIP KOSTIC kommt aus vollem lauf noch an den Ball und knallt ihn aus spitzem Winkel unter die Latte. Auch Zieler sieht nicht ganz glücklich aus bei der Aktion. 

43. Minute: Hasebe klärt, wieder gibt es eine Ecke für den VfB und wieder tritt Castro an. Dieses Mal ist sein Ball jedoch viel zu kurz, so dass Jovic mühelos klären kann. 

40. Minute: Jovic setzt sich auf engstem Raum gegen drei Gegenspieler durch und schließt im Fallen ab. Doch sein Ball geht vorbei. 

39. Minute: Insua unterbindet einen Konterversuch von Da Costa mit einem Foul und sieht Gelb. 

38. Minute: Da Costa hat auf rechts viel Platz, gibt seiner Flanke dann aber zu viel Dampf mit, so dass sie erst an allen vorbei durch den Strafraum und anschließend ins Seitenaus fliegt. 

33. Minute: WECHSEL - Gentner humpelt, es geht nicht weiter für den VfB-Kapitän. Er muss raus und wird durch DANIEL DIDAVI ersetzt. 

32. Minute: Rebic probiert es über rechts und lässt zwei Gegner stehen. Anschließend bekommt er den Flankenball allerdings nicht mehr in Richtung Gefahrenzone herumgezogen. 

26. Minute: Wieder geht es blitzschnell bei der Eintracht, Haller steht frei vor Zieler, der bekommt den Fuß dazwischen. Dann steht Rode frei und schießt den Stuttgarter Schlussmann erst an und den Abpraller schließlich am Tor vorbei. Wenn Frankfurt kontert, bleibt dem VfB nur das Nachsehen. 

22. Minute: Gefälliges Kombinationsspiel der Stuttgarter, am Ende nimmt Zuber den Abschluss, der aber auch deutlich vorbei geht.   

22. Minute: Rebic hat Platz und geht mit zwei Mitspielern gegen drei Stuttgarter. Doch dann gerät sein Zuspiel im richtigen Moment ein klein wenig zu steil für Kostic auf links. Ein typischer Frankfurter Angriff, der aber noch keinen Erfolg bringt. 

19. Minute: Jovic auf Haller, auf Rebic – so sollte es sein. Doch der Ball des Franzosen kommt beim kroatischen Sturmpartner nicht an – trotzdem sehr schön anzusehen das direkte Kombinationsspiel der Eintracht Offensive. 

17. Minute: Stuttgart hält hier bislang mehr als ordentlich mit, besonders über die linke Angriffsseite kommt der VfB immer wieder durch und beschäftigt den Favoriten aus Frankfurt dadurch defensiv. 

13. Minute: Kabak tänzelt sich im Strafraum der Eintracht durch, doch sein Ball geht meilenweit vorbei. 

11. Minute: Kostic tritt zum Freistoß aus mehr als 20 Metern an und setzt den Ball deutlich drüber.  

9. Minute: Eine Flanke von Insua wird zunächst abgewehrt, doch dann kommt aus der zweiten Reihe Zuber und prüft Trapp, der aber rechtzeitig unten ist. 

5. Minute: Und auch auf der anderen Seite fast das Tor. Ecke für Stuttgart, getreten von Castro, dann fliegt Kempf in den Ball und köpft die Kugel an die Latte. Trapp wäre chancenlos gewesen. 

2. Minute: Glänzende Kombination der Gastgeber. Stuttgart kann nur zuschauen und am Ende vergibt Jovic freistehend vor dem Tor. Das hätte schon die Führung sein müssen. 

ANPFIFF

17:45 Uhr: Die Aufstellungen - Frankfurt: 31 Trapp – 13 Hinteregger, 20 Hasebe, 2 Ndicka – 24 da Costa, 17 Rode, 5 Fernandes, 10 Kostic – 4 Rebic – 9 Haller, 8 Jovic

Stuttgart: 1 Zieler – 18 Kabak, 21 Pavard, 4 Kempf – 32 Beck, 8 Castro, 2 Emiliano Insua – 20 Gentner, 9 Zuber – 14 Esswein, 22 Gonzalez

17:45 Uhr: Herzlich willkommen zum DW-Liveticker!

 

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Selenski und Poroschenko wohl in der Stichwahl

Der Politneuling und Comedy-Star Wladimir Selenski, der amtierende Staatschef Präsident Petro Poroschenko und die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, das waren zuletzt die einzigen drei aus dem Feld der 39 Kandidaten, denen reelle Chancen auf einen Einzug in die Stichwahl am 21. April eingeräumt wurden.

Diese Einschätzung scheint sich in den ersten Nachwahlbefragungen zu bestätigen. Selenski liegt demnach in Führung und Poroschenko auf dem zweiten Rang. Mehrere Prognosen von Wahlforschungsinstituten in Kiew sehen Selenski bei um die 30 Prozent und Poroschenko bei knapp 18 Prozent. Timoschenko dürfte mit um die 14 Prozent den Einzug in die Stichwahl verpasst haben. In die Nähe der für einen Wahlsieg in der ersten Runde erforderlichen absoluten Mehrheit kam keiner der Bewerber.

Ukraine Präsidentschaftswahl 2019 | Stimmabgabe Petro Poroschenko, Präsident (Reuters/V. Ratynskyi)

Poroschenko bei der Stimmabgabe

Bis erste ausagekräftige Auszählungsergebnisse vorliegen, dürfte es aber noch mehrere Stunden dauern. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwacht die Wahl und die Auszählung mit Hunderten Beobachtern.

Schokozar gegen Komiker

Die führenden Bewerber gelten als proeuropäisch. Der 53-jährige Poroschenko regiert die Ukraine seit den Maidan-Protesten im Jahr 2014. Nach dem Sturz seines kremltreuen Vorgängers Viktor Janukowitsch versprach er, das Land stärker am Westen auszurichten, gegen Korruption vorzugehen und den bewaffneten Konflikt im Osten zu beenden. Der Konflikt schwelt jedoch weiter, die Korruption ist allgegenwärtig. Aus Sicht vieler Ukrainer hat er die Erwartungen nicht erfüllt. Zwar ermöglichte er das visafreie Reisen in die EU. Aber vielen fehlt dafür das Geld.

Der Schauspieler, TV-Komiker und gelernte Jurist Wladimir Selenski, der gute Witze über seine Konkurrenten, aber kein Programm zu bieten hatte, gilt dennoch vielen jungen Ukrainern als Hoffnungsträger. Kritiker sehen die Kanidatur des 41-Jährigen als ein Projekt des Exil-Oligarchen Igor Kolomoiski, der mit Poroschenko verfeindet ist. Zudem werfen sie ihm politische Unerfahrenheit, Planlosigkeit und Populismus vor. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP hatte Selenski zuletzt gesagt, er lerne bereits für seine mögliche neue Aufgabe: “Schließlich will ich nicht wie ein Idiot aussehen.” 

Einig sind sich Poroschenko und Selenski in einer Sache. Beide erklärten vorab, sie wollten die territoriale Unversehrtheit der Ukraine wiederherstellen. Neben den selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk wollen sie auch die von Russland einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim wieder unter ukrainische Hoheit stellen. 

Abgeschlagen

Julia Timoschenko, Veteranin der ukrainischen Politik, wollte es im dritten Anlauf endlich an die Staatsspitze schaffen. Die 58-Jährige legte das umfassendste Programm der Bewerber für eine mögliche Präsidentschaft vor. Sie versprach unter anderem eine Senkung der Gaspreise und kündigte eine Rentenerhöhung an.

Wahlen in der Ukraine (picture-alliance/dpa/P. Sivkov)

Auch im dritten Anlauf nicht an die Staatsspitze – Julia Timoschenko

Der überlange Stimmzettel bereitete Probleme

Rund 30 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, auf dem 80 Zentimeter langen Stimmzettel ein Kreuz zu machen. Die von Russland unterstützten abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk im Kriegsgebiet Donbass im Osten nahmen nicht an der Wahl teil. Die Sicherheitsvorkehrungen in der Ukraine waren hoch. Zehntausende Einsatzkräfte waren abgestellt, um Zwischenfälle zu verhindern.

qu/kle (dpa, afp, rtr, ape)

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