Месечни архиви: November 2019

Deutschland steuert auf Neuwahlen zu

Wer hätte das gedacht? Die SPD hat sich für die Revolution entschieden. Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, zwei bislang weitgehend unbekannte Sozialdemokraten, die eindeutig dem linken Lager zuzuordnen sind und die keinen Hehl daraus machen, dass sie keinen Wert auf eine Fortsetzung der Regierungskoalition mit CDU und CSU legen, sollen SPD-Vorsitzende werden. So haben es die Mitglieder in einer Urwahl entschieden. Knapp zwar, aber deutlich.

Alle, die in der SPD bislang etwas zu sagen haben, sind düpiert. Egal ob Bundesminister oder Ministerpräsidenten. Die gesamte Politprominenz hatte sich vor der Wahl klar für das andere Kandidatenpaar, für Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die brandenburgische Landespolitikerin Klara Geywitz ausgesprochen. Kein Wunder. Schließlich hatten die beiden versprochen, die Regierung mit der Union bis zum Herbst 2021 fortsetzen zu wollen.

Wer will schon Macht und Einfluss abgeben?

Es war auch das Versprechen gewesen, wieder Ruhe in den Regierungsbetrieb bringen zu wollen. Mit Blick auf das kommende Jahr, in dem Deutschland den EU-Ratsvorsitz innehaben wird, und mit Blick auf die Umfragewerte von SPD und CDU, die in beiden Parteien wenig Lust auf Wahlen machen. An politischem Selbstmord ist niemand interessiert, der es in die erste Reihe geschafft und damit viel zu verlieren hat.

Das sieht bei Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken anders aus. Er ist 67 Jahre alt und hatte sich eigentlich schon aufs Altenteil zurückgezogen. Sie ist 58 Jahre alt, erst seit wenigen Jahren politisch aktiv und hat in der Bundestagsfraktion nicht viel zu sagen. Die beiden sind der Überzeugung, dass die SPD nur deswegen so schlecht dasteht, weil sie sich zu weit in die politische Mitte bewegt hat. Die zukünftigen SPD-Vorsitzenden wollen zurück zu den sozialistischen Wurzeln und mit einem radikalen politischen Kurswechsel einen Neuanfang einläuten.

Nur eine Woche bis zum Parteitag

Das werden sie am kommenden Wochenende dem SPD-Parteitag empfehlen. Dort werden sie zunächst offiziell gewählt, denn das dürfen nur die Delegierten, die sich aber an das Votum der Mitglieder halten werden. Das gilt als sicher. Spannend dürfte anschließend werden, wie schnell und auf welche Art und Weise Esken und Walter-Borjans den Ausstieg aus der Koalition vorantreiben.

Kinkartz Sabine Kommentarbild App

DW-Korrespondentin Sabine Kinkartz

Eigentlich soll der Parteitag über die Zukunft der GroKo entscheiden. Die neuen Vorsitzenden geben aber eine Empfehlung ab. Saskia Esken hatte anfangs unverblümt darauf bestanden, dass die SPD aussteigen muss. Inzwischen hat sie ihre Taktik geändert und fordert, den Koalitionsvertrag neu zu verhandeln. Das könnte der Versuch sein, der Union die Schuld für ein Scheitern zuzuschieben. Denn die Marschrichtung ist klar: Wenn die Union nicht nachgibt, dann bleibt der SPD keine andere Wahl als der Ausstieg. 

Programmiertes Scheitern

Natürlich ist absehbar, dass die Union sich nicht darauf einlassen wird, Arbeitslose wieder bedingungslos staatlich zu finanzieren, den Mindestlohn sofort auf mindestens zwölf Euro anzuheben und eine Vermögenssteuer einzuführen. Einzig die Forderung, das Klimapaket zu verschärfen, könnte Erfolg haben, zumal auch die Bundesländer das fordern.

Für Deutschland sind das keine guten Aussichten. Anstatt sich wieder auf die Regierungsarbeit zu konzentrieren, werden sich die Sozialdemokraten absehbar weiter mit sich selbst beschäftigen und damit auch die Bundesregierung lähmen. Das gibt auch den Christdemokraten Zeit und Gelegenheit, ihren innerparteilichen Zwist über die Parteiführung und die Kanzlerkandidatur wieder aufleben zu lassen, den sie gerade mühsam zumindest notdürftig zugeschüttet hatten.

Zur Not eine Minderheitsregierung

Ob Union oder SPD – am Ende könnten alle als Verlierer dastehen. Insbesondere, wenn es tatsächlich auf Neuwahlen hinauslaufen sollte. Zwar könnte es sein, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel versuchen würde, zumindest für die Dauer der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit einer Minderheitsregierung ein gewisses Maß an Stabilität zu wahren. Aber danach würde unweigerlich das Aus kommen.

Von Neuwahlen würden am meisten die Grünen profitieren, zumindest wenn man die derzeitigen Umfragewerte zugrunde legt. Hoffnungen macht sich auch die Linkspartei, die in den zukünftigen SPD-Vorsitzenden natürliche Verbündete sieht. Allerdings müssten sich Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken dafür in ihrer Partei auch durchsetzen. An der Basis hat jeder zweite zwar für sie gestimmt, fast jeder zweite aber für Olaf Scholz und Klara Geywitz. Und, wie schon erwähnt: Das gesamte Parteiestablishment ist gegen die Neuen.

Ob sie ihren Widerstand einfach so aufgeben und nun die Reihen hinter den Siegern schließen, darf bezweifelt werden. Das hat in der SPD noch nie funktioniert. Wahrscheinlicher ist, dass der rechte Parteiflügel keineswegs in der durch das Wahlergebnis ausgelösten Schockstarre verharren und einfach nur dabei zugucken wird, wie Esken und Walter-Borjans die Partei umkrempeln wollen.

Kurs in den Abgrund

Stattdessen ist durchaus denkbar, dass sich die Sozialdemokraten in den nächsten Wochen und Monaten in einem parteiinternen Richtungskampf dermaßen zerstreiten und zerlegen werden, dass sich noch mehr Wähler abwenden und die älteste deutsche Partei am Ende im politischen Nirwana verschwinden wird. Zu wünschen wäre das nicht. Aber möglich ist bei der SPD inzwischen alles.

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Euro 2020: Deutschland gleich in der Vorrunde gegen Frankreich und Portugal

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bekommt es bei der Euro 2020 bereits in der Vorrunde mit Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich zu tun. Bei der Auslosung in Bukarest erwischte der DFB in Gruppe F das schwerste Schicksal, das man sich hätte vorstellen können. Dass ausgerechnet Ex-Mannschaftskapitän Philipp Lahm das kleine Zettelchen mit der Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo als Gegner zog, machte die Sache nicht besser.

Außerdem noch Island? 

Der dritte deutsche EM-Gegner wird erst am 31. März nach Ende der Playoff-Partien feststehen. Eine Möglichkeit wären die Isländer, die sich aber in den Playoffs noch durchsetzen müssen. Auch Ungarn oder Bulgarien kommen infrage.

Das Eröffnungsspiel des auf den Kontinent verstreuten Turniers bestreiten Italien und die Türkei am 12. Juni (21.00 Uhr) in der Gruppe A im Olympiastadion von Rom. Für Manuel Neuer und Co. beginnt das Turnier mit dem ersten von drei Heimspielen am 16. Juni in München gleich mit dem Kracher gegen die Franzosen.

Deschamps lachte sich eins

Bundestrainer Joachim Löw verfolgte die Auslosung in Bukarest übrigens tendenziell mit ernster Miene, während der neue DFB-Präsident Fritz Keller und vor allem der französische Coach Didier Deschamps sichtlich ihren Spaß hatten. Löw hatte wahrscheinlich die letzten Ergebnisse in Erinnerung: In der Nations League hatte es zuletzt in München ein 0:0 und in Paris ein 1:2 gegen das Starensemble um Kylian Mbappé und Antoine Griezmann gegeben. Bei der letzten EM 2016 besiegelten die Franzosen 2016 in Marseille das deutsche Turnier-Aus im Halbfinale.

Rumänien Bukarest | Auslosung Fußball-EM 2020 | Deutschland, Bundestrainer Joachim Löw (Reuters/K. Pfaffenbach)

Daumen hoch? Als Joachim Löw diese Geste machte, war noch nicht ausgelost …

Wenn die Deutschen ihr Auftaktspiel hinter sich haben, geht es vier Tage später (20. Juni) wieder in München gegen Portugal. Bei der EM 2012 (1:0) und auf dem Weg zum WM-Titel 2014 (4:0) gab es Vorrundensiege, soviel sei zum Trost der deutschen Fußball-Fans gesagt. Fritz Keller jedenfalls reagierte in der ihm eigenen, optimistischen Art: “Mit diesem Los kann man sofort Fußball-Fieber in Deutschland entfachen. Das ist ein Hammerlos”, sagte der DFB-Präsident und fügte an: “Angst habe ich keine.”

Ganz schön kompliziert

Die Frage, wer die Hammerlos-Gruppe komplett macht, ist übrigens mindestens so kompliziert wie der Auslosungsmodus insgesamt. Sieben Optionen gibt es noch, wie die Deutsche Presse-Agentur festgehalten hat. Gewinnt Island, Bulgarien oder Co-Gastgeber Ungarn den Playoff-Pfad A, ist dieses Team in der deutschen Gruppe. Setzt sich dort aber Rumänien durch, wird definitiv ein EM-Neuling zum Kontrahenten der deutschen Mannschaft. Denn: Rumänien muss als Co-Gastgeber in die Holland-Gruppe. Daher würde in diesem Fall der Sieger des Pfades D in die DFB-Gruppe kommen: Georgien, Nordmazedonien, Kosovo oder Weißrussland.

Und das sind die anderen Gruppen:

Gruppe A (Spiele in Rom und Baku): Türkei, Italien, Schweiz, Wales 

Gruppe B (Spiele in Sankt Petersburg und Kopenhagen): Dänemark, Finnland, Belgien, Russland 

Gruppe C (Spiele in Amsterdam und Bukarest): Niederlande, Ukraine, Österreich und Play-off Gewinner D 

Gruppe D (Spiele in London und Glasgow): England, Kroatien, Play-off Gewinner C und Tschechien

Gruppe E (Spiele in Bilbao und Dublin): Spanien, Schweden, Polen, Play-off Gewinner Gruppe B.

ml/asz (dpa, SID, Sky)

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SPD-Mitglieder wollen Walter-Borjans und Esken als neue Parteichefs

Sie haben für einen klaren politischen Kurswechsel gekämpft und damit haben der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken die SPD-Basis überzeugt. In einer Urwahl gaben rund 215.000 der 425.000 Mitglieder ein gültiges Votum ab. 53,06 Prozent der Stimmen entfielen auf die Sieger. Ihre Konkurrenten, Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die brandenburgische Landespolitikerin Klara Geywitz, kamen auf 45,33 Prozent.

Walter-Borjans sagte nach der Verkündung des Ergebnisses, es sei klar, dass man nun dafür sorgen müsse, “dass wir zusammenbleiben”. Esken und ihm sei bewusst, dass es keine Frage von Sieg oder Niederlage sei – zentral sei vielmehr, die SPD zusammenzuhalten. Auch Esken betonte: “Jetzt müssen wir zusammenstehen.” Nur gemeinsam könne die SPD wieder stark gemacht werden. 

Ein Mann und eine Frau auf dem Chefsessel

“Diese Partei ist in den letzten 20 Jahren von rund 40 auf rund 14 Prozent gesunken, weil sie sich viel zu lange Rezepten hingegeben hat, die man wirklich neoliberal nennen muss”, hatte Walter-Borjans zuletzt geschimpft. “Alles zu privatisieren was zu privatisieren ist, stolz darauf zu sein, dass man einen Niedriglohnsektor eingeführt hat.” Die SPD müsse politisch wieder nach links rücken und sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft ein setzen, so Esken. “Wir sind auch wirtschaftlich in der Situation, dass wir Arbeitnehmer-Rechte wieder in den Vordergrund stellen müssen, dass wir anständige Löhne in den Vordergrund stellen müssen und dass wir Kinderarmut unerträglich finden. Wir können nicht einfach so weitermachen.”

Nach dem Willen der SPD-Mitglieder wird die SPD nun erstmals eine Doppelspitze haben. Offiziell gewählt werden soll das Duo auf dem SPD-Bundesparteitag am 6. Dezember. Dort will die Partei auch entscheiden, ob sie die Regierungskoalition mit CDU und CSU, die eigentlich noch bis zum Herbst 2021 laufen soll, weiterführen oder vorzeitig aufkündigen wird.

Berlin Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums zum Parteivorsitz (picture-alliance/dpa/B. von Jutrczenka)

Die beiden Teams in der SPD-Zentrale in Berlin

Die Koalition so weiterlaufen lassen wie bisher, das halte sie “fast schon für fahrlässig”, so Esken. Ihre Forderung: Der Koalitionsvertrag müsse inhaltlich neu verhandelt werden mit dem Ziel, mehr sozialdemokratische Forderungen unterzubringen. “Wir brauchen wieder eine SPD, die in eigenen Visionen denkt und nicht in Kompromissen, die mit der Union durchsetzbar sind.” Sollte die Union nicht nachverhandeln wollen, dann müsse die SPD die Koalition verlassen, so Esken. Das werde sie dem Bundesparteitag, der entscheiden muss, auf jeden Fall empfehlen.

Die Union kontert

Bei CDU und CSU stoßen die Forderungen auf Nachverhandlungen auf wenig Gegenliebe. Die Reaktionen reichen von einer klar ablehnenden Haltung bis hin zur Ankündigung, dann werde die Union ebenfalls neue Ziele in den Koalitionsvertrag aufnehmen wollen, wie zum Beispiel eine Steuerreform für Unternehmen. Nachverhandlungen seien keine Einbahnstraße, hieß es kämpferisch auf dem CDU-Parteitag am vergangenen Wochenende.

Deutschland SPD-Regionalkonferenz in Duisburg, NRW (picture-alliance/dpa/R. Weihrauch)

17 Kandidaten hatten sich ursprünglich für den SPD-Vorsitz gemeldet

Ob da noch Kompromisse möglich sind, oder nun ein schnelles Ende der GroKo naht? Es ist kaum vorstellbar, dass sich die Union inhaltlich auf die politisch linken Forderungen der künftigen SPD-Vorsitzenden einlassen wird. Sie fordern eine klare Umverteilung von Reich zu Arm, plädieren für die Einführung einer Vermögenssteuer, deutlich schärfere Klimaschutzgesetze, die Abschaffung aller Sanktionen gegen Bezieher von Arbeitslosengeld, die sofortige Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro und das Ende der schwarzen Null im Bundeshaushalt. 

Die SPD wieder glaubwürdiger machen

Der Staat müsse endlich wieder mehr investieren: 500 Milliarden Euro seien allein für Kommunen, Schulen und die Digitalisierung nötig. Wer viel verdiene oder Vermögen habe, müsse deutlich mehr zur Finanzierung der staatlichen Aufgaben beitragen und auch mehr Geld in die Rentenkasse einzahlen. Auch für Vermietungen, Verpachtungen und Kapitalerträge sollten zukünftig Beiträge abgeführt werden.

“Der größte Wert in der Politik ist, dass Menschen an uns glauben”, sagt der Nordrhein-Westfale Walter-Borjans. “Das deutlich zu machen, ist Aufgabe der SPD.” Ihren erkennbar linken Kurs vertrat das Duo während der Kandidatentour in klar verteilten Rollen. Er, stets freundlich, verbindlich und moderat. Sie, unverblümt und angriffslustig. Doch so unterschiedlich die beiden in ihrem Auftreten sind, so unterschiedlich verlief auch ihr bisheriges Leben und ihr politischer Werdegang.

Von der Paketbotin zur Softwareentwicklerin

Saskia Esken kommt aus dem nördlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg. Nach dem Abitur jobbte sie als ungelernte Kraft zunächst acht Jahre lang als Paketbotin, Putzfrau, in der Gastronomie und als Schreibkraft. Sie brach ein Studium in Stuttgart ab, machte ein Ausbildung zur Informatikerin und erzog drei Kinder. 1990 trat sie in die SPD ein. Zur aktiven Politik fand sie aber erst viel später.

2007 wurde Esken Gemeinderätin, 2009 Abgeordnete im Kreistag von Calw. 2013 gelang ihr im zweiten Anlauf der Einzug in den Bundestag. Dort beschäftigte sie sich vorwiegend mit Digital- und Bildungspolitik und gehört der parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion an. Erfahrung in politischen Führungsämtern hat sie nicht. Das sieht Esken aber nicht als Nachteil. “Ich weiß nicht, ob das immer hilfreich ist, schon so lange in Führungspositionen zu sein. Weil man sich dann an die Rolle gewöhnt und eine gewisse Haltung gegenüber der Basis entwickelt hat”, sagte sie kürzlich gegenüber ZEIT Online.

Sieben Milliarden Euro Steuernachzahlungen

Der heute 67-jährige Norbert Walter-Borjans war schon vor seiner Kandidatur für den SPD-Vorsitz durchaus bekannter. Von 2010 bis 2017 war der promovierte Volkswirt Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. Dort erwarb er sich den Beinamen “Robin Hood der Steuergerechtigkeit”, weil er nicht davor zurückschreckte, aus der Schweiz CDs mit den Namen von deutschen Steuerflüchtlingen zu kaufen. Sieben Milliarden Euro Nach- und Strafzahlungen habe er damit in die deutsche Staatskasse zurückgeholt, so Walter-Borjans.

Norbert Walter-Borjans (picture-alliance/dpa/F. Gambarini)

Norbert Walter-Borjans 2015 als Finanzminister in NRW

Sozialdemokratische Politik macht “Nowabo”, wie sein Spitzname lautet, seit 1984. Er arbeitete als Regierungssprecher und Staatssekretär in der nordrhein-westfälischen Landesregierung und später als Kämmerer für die Stadt Köln.

Mit 67 in die zweite Karriere

Eigentlich hatte Norbert Walter-Borjans mit seiner politischen Karriere abgeschlossen, als ihn Saskia Esken im Spätsommer dieses Jahres fragte, ob er mit ihr für den SPD-Vorsitz kandidieren würde. Nun sieht es so aus, als wenn Nowabo an der Seite seiner Co-Vorsitzenden eine zweite Karriere erleben wird. Mit einer Einschränkung allerdings. “Einen Kanzlerkandidaten können wir erst wieder aufstellen, wenn die SPD solche Zustimmungswerte erreicht hat, dass sie für den Anspruch auf die Regierungszentrale nicht ausgelacht wird”, sagt Esken.

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Verdi ruft zu Streiks bei Catering-Tochter der Lufthansa auf

Hintergrund des Ausstands ist der Plan der Lufthansa den europäischen LSG-Teil an die Schweizer Gategroup zu verkaufen. “Wir fordern die Lufthansa auf, das Einkommen der rund 7000 Beschäftigten der LSG tarifvertraglich abzusichern, bevor sie den Verkaufsvertrag mit Gate Gourmet unterzeichnet”, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick. Die Lufthansa habe es in der Hand, eine Ausweitung des Arbeitskampfes abzuwenden. “Der Lufthansa-Vorstand hat sein Vertrauen verspielt”, kritisierte Wesenick weiter. Bis heute sei das Versprechen des Vorstands, für die betroffenen Beschäftigten soziale Verantwortung zu übernehmen, nicht eingelöst worden.

Streiks an allen Standorten

Für den 4. Dezember ist laut Verdi ein neuer Verhandlungstermin angesetzt. Von Lufthansa lag zunächst keine Stellungnahme vor. Die LSG beschäftigt weltweit rund 35.000 Mitarbeiter, davon etwa 7000 in Deutschland. In Europa sind einschließlich der deutschen Kräfte rund 9500 Menschen für die LSG tätig.

Zum Streik aufgerufen sind laut Verdi-Mitteilung LSG-Beschäftigte an allen Standorten. Dies sind im einzelnen die Flughäfen Frankfurt/Main, München, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin. Der Streik soll am 2. Dezember um 00.00 Uhr beginnen. Die Gewerkschaft rechnet insbesondere bei Langstreckenflügen mit Ausfällen und Verspätungen.

cgn/rb (afp, dpa)

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Liveticker: Hertha BSC – Borussia Dortmund

HERTHA – BVB 1:2 (1:2)

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85. Minute: Die Ruppigkeiten nehmen zu, Trend zur Rudelbildung. Qualität des Spiels hat unterdessen deutlich abgenommen. 

84. Minute: Erster Wechsel beim BVB, HAZARD raus, PISZCZEK rein. 

83. Minute: GELB für IBISEVIC

82. Minute: Gute Chance für den BVB, Guerreiro zu ungenau, Reus war in aussichtsreicher Position. 

79. Minute: Noch ein Offensiv-Wechsel bei der Hertha. SALOMON KALOU kommt für VLADIMIR DARIDA. Ob Klinsmann wohl denkt: Viel hilft viel? Noch gut zehn Minuten – und im Moment stürmt der BVB. 

78. Minute: Und plötzlich brennt es vor dem Hertha-Tor. Hakimi mit einer guten Chance. 

75. Minute: Schuss von Grujic, aber kein Problem für Roman Bürki. 

72. Minute: Nach einem Hertha-Fehlpass bewegt sich die BVB-Offensivmaschine mal wieder nach vorne. Die Dortmunder sind aber sichtlich bemüht, einen Ballverlust in dieser Aktion zu vermeiden. 

68. Minute: Klinsmanns erste Wechsel, zwei frische Stürmer. DILROSUN kommt für den eher schwachen STARK; IBISEVIC für LUKEBAKIO. Der wiederum hat ein gutes Spiel gemacht. 

67. Minute: Der BVB hat sich weit in die eigene Hälfte zurückgezogen. 

63. Minute: Laut hörbar unterstützt der BVB-Anhang die Männer in den gelben Trikots, während den Männern in den blau-weißen Trikots gegenwärtig eine Idee fehlt. Ein Tor würde es ersatzweise auch tun. 

56. Minute: Die nächste Offensivaktion der Hertha über Lukebakio. Aber ungenaues Zuspiel. 

54. Minute: Reus zieht in den Strafraum ein, fällt … Weiterspielen, sagt der Referee. 

50. Minute: Skjelbred foult Hakimi und kann froh sein, ohne Karte davon zu kommen. 

48. Minute: Fast ein TOR durch Selke für die Hertha. Die BVB-Abwehr ist, nun ja, indisponiert, als der Berliner von links in den Strafraum marschiert. Doch der Treffer wird wegen Abseitsstellung nach Video-Überprüfung zurückgenommen.

48. Minute: Rauchschwaden im Innenraum; BVB-Fans haben da etwas abgebrannt. 

46. Minute: Chance für Selke, der Akanji anschießt. 

46. Minute: Beide Teams unverändert. Wie können die Gastgeber die zahlenmäßige Überlegenheit nutzen? 

WIEDERANPFIFF

Da ist eine Menge drin in dieser Partie. Die Hertha zeigt nach einer Anfangseuphorie wenig sehenswerten Fußball. Die Führung für den BVB durch Sancho (15.) und Hazard (17.) wirkt zudem wie ein doppelter Genickschlag. Doch irgendwie fummeln sich die Berliner ins Spiel, vor allem Lukebakio hat erschreckend viel Bewegungsfreiheit in der Dortmunder Hälfte. Der Anschlusstreffer durch Darida (34.) und der Platzverweis für Hummels lässt die Berliner für die zweite Halbzeit hoffen. Spielerisch gesehen aber dürfte der BVB diese Partie nicht verlieren.   

HALBZEIT

46. Minute: Freistoß durch Lukebakio ans Außennetz

45. Minute: GELB-ROT für MATS HUMMELS, der den heranstürmenden Selke von den Beinen holt. Klare Sache.  

43. Minute: Ballhalten nach BVB-Art. Wo ist die Lücke für den schnellen Angriff? 

39. Minute: Der BVB hat etwas locker gelassen, und vor allem die Aktionen von Lukebakio bringen die Hertha zurück ins Spiel. Aber sobald sich die Dortmunder dem gegnerischen Strafraum nähern, steigt dort regelmäßig die Anspannung. 

34. Minute: TOR für die Hertha – LUKEBAKIO war mit dem Ball quer über das Feld gelaufen. Seinen Schuss leitet DARIDA unhaltbar für Bürki ins BVB-Tor. Jetzt kann hier etwas gehen für die Berliner. Nur noch 1:2.  

30. Minute: Offensivaktion für die Berliner über rechts, Lukebakio setzt sich durch. Der Schuss ist aber für Bürki kein Problem. 

28. Minute: Freistoß für den BVB. Akanji prallt mit dem Hertha-Keeper zusammen und bleibt liegen. 

26. Minute: Der nächste Fehler von Stark in der Hertha-Defensive. 

24. Minute: Auf Hertha-Seite stellt sich heraus, dass gute Laune durch den Trainer allein nichts hilft. Nach dem Anfangsschwung der ersten Minuten geht da wenig zusammen. 

20. Minute: Auch HUMMELS kann ruppig und bekommt GELB

Fußball Bundesliga | Hertha BSC vs. Borussia Dortmund (Reuters/A. Hilse)

Mats Hummels in Aktion

18. Minute: GELB für BOYATA. Die Hertha übertreibt es mit den Ruppigkeiten. 

17. Minute: TOR durch HAZARD zum 0:2, der mit seinen Mitspielern schnell gestartet war und direkt vor dem Hertha-Keeper auftaucht. 

15. Minute: TOR durch JADON SANCHO, der von Julian Brandt mustergültig links geschickt wird. Schönes Tor, verdiente Führung für den BVB. 0:1. 

12. Minute: Viele Ballverluste bei der Hertha.

11. Minute: Anfangs zögerlich, setzt sich nun der BVB an der Strafraumgrenze der Hertha fest. 

5. Minute: Hertha beginnt rustikal. GELB für GRUJIC

4. Minute: Erste Angriffsaktionen von Dortmund – Herthas Abwehr wackelt. Missverständnis zwischen Stark und Torhüter Kraft an der Strafraumgrenze, Kraft hat Glück und kann den Ball mit dem Fuss noch wegbefördern.  

3. Minute: Gute Aktion für die Hertha mit Selke auf der rechte Seite, der sich aber den Ball zu weit vorlegt. 

1. Minute: Marco Reus führt den Anstoss aus. Der BVB heute in gelben Hosen zu gelben Trikots. Hertha blau-weiß wie üblich. 

ANPFIFF

15:28 Uhr: Jürgen Klinsmann vor der Hertha-Bank von Fotografen umringt. Da zückt der Neu-Coach sein Mobiltelefon und macht – ein Foto. 

15:25 Uhr: Volle Hütte im Olympiastadion. Schiedsrichter der Partie ist Sven Jablonski. Und Hertha-Investor Lars Windhorst bemüht sich auf der Tribüne um ein Lächeln. 

Fußball Bundesliga | Hertha BSC vs. Borussia Dortmund | Trainer Favre & Klinsmann (Getty Images/AFP/O. Andersen)

Treffen sich zwei Trainer vor dem Spiel …

15:20 Uhr: Wie oft hat Lucien Favre in den letzten Wochen schon gesagt, dass seine Personalie nicht wichtig sei? Egal, er sagt es auch vor dem Auswärtsspiel in Berlin wieder – und verrät auch ansonsten so gut wie nichts über seine Pläne für die Partie gegen Hertha. Nur, dass der zuletzt etwas in Ungnade gefallene Jadon Sancho “ein sehr gefährlicher Spieler und ein guter Junge” sei. Und die anderen guten Jungen? Alcacer und Delaney können nicht auflaufen – das ist die BVB-Startelf: 

15:15 Uhr: “Ich nehme jedes Abenteuer, so wie es kommt. Jetzt ist es Berlin”, sagt ein lächelnder Jürgen Klinsmann. Die Aufgabe ist klar: “Wir sind Fünfzehnter. Und wir müssen da schnell `raus.” Das ist seine erste Hertha-Startelf: 

Kraft – Rekik, Stark, Boyata – Wolf, Skjelbred, Grujic, Mittelstädt – Darida – Lukebakio, Selke. 

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