Месечни архиви: April 2021

Russland untersagt EU-Vertretern Einreise

Moskau hat als Reaktion auf Einreiseverbote in die Europäische Union acht Vertretern aus EU-Staaten die Einreise nach Russland verboten. Darunter sind der EU-Parlamentspräsident David Sassoli, EU-Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourova und der Berliner Oberstaatsanwalt Jörg Raupach. Das teilte das Außenministerium in Moskau mit. Es hatte bereits Gegenmaßnahmen angekündigt.

Sassoli zeigte sich in einer ersten Stellungnahme unbeeindruckt. “Offensichtlich bin ich im Kreml nicht willkommen? Ich habe es ein wenig erwartet”, schrieb der Sozialdemokrat auf Twitter. Er fügte hinzu: “Weder Sanktionen noch Einschüchterungen werden das Europäische Parlament oder mich davon abhalten, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie zu verteidigen.”

Die EU hatte im März Strafmaßnahmen wegen des russischen Vorgehens gegen den Kremlkritiker Alexej Nawalny verhängt. Sie zielten auf ranghohe russische Staatsfunktionäre. Moskau kritisierte dies nun erneut und warf Brüssel antirussische Hysterien vor. Alle eigenen Vorschläge zur Lösung von Problemen würden “konsequent ignoriert oder abgelehnt”. Ziel es sei offenbar, “die Entwicklung Russlands um jeden Preis einzudämmen”, hieß es.

Callamard: “Sehr wahrscheinlich hochrangige Offizielle involviert”

Der Oppositionspolitiker Nawalny war Anfang Februar in Moskau zu Lagerhaft verurteilt worden. Die Begründung: Er soll gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben. Die EU hält das Urteil für unzulässig, unter anderem, weil Nawalny sich nach einem Nervengift-Anschlag auf ihn mehrere Monate in Deutschland behandeln lassen musste.

EU Parlament I y Vera Jourova

Darf ebenfalls nicht mehr nach Russland reisen: Vera Jourova, Vizepräsidentin der EU-Kommission (Archivbild)

Wegen der Attacke auf den 44-Jährigen im August hatte die EU schon im vergangenen Jahr Einreise- und Vermögenssperren gegen mutmaßliche Verantwortliche aus dem Umfeld von Präsident Wladimir Putin verhängt. Nawalny beschuldigt die russische Führung, das Attentat auf ihn in Auftrag gegeben zu haben. Die damalige UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnès Callamard, hatte es im März als ”sehr wahrscheinlich” bezeichnet, dass hochrangige russische Offizielle involviert waren.

Nawalnys Kampagnenbüros als “terroristisch” eingestuft

Der Kreml wies das wiederholt zurück. Gegenüber dem Ausland verbat sich die Regierung in Moskau eine Einmischung in innere Angelegenheiten. Zugleich setzen die Behörden Nawalnys Umfeld zunehmend unter Druck. Dessen regionale Kampagnenbüros wurden an diesem Freitag auf eine Liste extremistischer und terroristischer Organisationen gesetzt.

Anwalt Ivan Pavlov

Festnahme durch den Geheimdienst: Rechtsanwalt Iwan Pawlow

Zudem wurde der prominente Rechtsanwalt Iwan Pawlow in Moskau vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB festgenommen. Die von Pawlow geführte Juristenorganisation Komanda 29 vertritt auch Mandanten aus Nawalnys Bewegung.

jj/kle (dpa, afp)

Source Article from https://www.dw.com/de/russland-untersagt-eu-vertretern-einreise/a-57393752?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

UN warnen vor Hungersnot in Madagaskar

Im Süden von Madagaskar droht nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) eine Hungersnot. “Die Menschen versuchen verzweifelt zu überleben und essen Heuschrecken, Blätter und rohe Kaktusfrüchte”, berichtete WFP-Einsatzdirektor Amer Daoud Reportern in Genf per Live-Schaltung aus Madagaskar. “Solche Bilder habe ich seit langer Zeit in keinem Land der Welt mehr gesehen”, sagte Daoud. “Wir steuern auf ein Desaster zu.”

Er habe in abgelegenen Dörfern kleine Kinder getroffen, die nur noch aus Haut und Knochen bestanden, und Mütter, deren Arme er mit Zeigefinger und Daumen umfassen konnte. Einige Mütter hätten ihre letzten Kochutensilien verkauft, um mit dem Geld Essen für ihre verhungernden Kinder zu besorgen.

Mancherorts jeder Vierte akut unterernährt

1,35 Millionen Menschen brauchten dringend Unterstützung. Das WFP – die größte humanitäre Organisation der Welt – habe in letzter Zeit wegen völlig unzureichender Ressourcen nur 750.000 Menschen mit halben Rationen versorgen können. Es seien dringend 75 Millionen Dollar (rund 63 Millionen Euro) nötig, um die Versorgung zu verbessern und über Juli hinaus sicherzustellen. In manchen Distrikten sei mehr als ein Viertel der Menschen akut unterernährt.

Madagaskar I Hunger

Das Welternährungsprogramm konnte wegen Geldmangels zuletzt nur halbe Nahrungsmittelrationen ausgeben (Archivbild)

Auslöser seien mehrere Dürre-Jahre hintereinander, klimabedingte Schocks und Sandstürme, die viele Anbauflächen unbrauchbar gemacht hätten. Es habe auch in diesem Jahr bisher wenig geregnet, und die Regierung erwarte in der Region höchstens 40 Prozent der durchschnittlichen Ernte der vergangenen fünf Jahre.

Der arme Inselstaat Madagaskar vor der südostafrikanischen Küste im Indischen Ozean war einst eine französische Kolonie. Er ist 1,6 Mal so groß wie Deutschland und hat rund 28 Millionen Einwohner.

jj/kle (dpa, afp, epd)

Source Article from https://www.dw.com/de/un-warnen-vor-hungersnot-in-madagaskar/a-57392707?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Olympische Spiele in Tokio: Elisabeth Seitz hofft auf Bekleidungsrevolution

Kunstturnerinnen müssen sich seit Jahren mit dem Tragen von Trikots abfinden. Alle, die bei internationalen Wettkämpfen nicht aus religiösen Gründen ihren ganzen Körper bedecken mussten, trugen Outfits, die die Beine zeigten und an anderen Stellen eng anlagen.

Doch dann entschieden sich drei deutsche Turnerinnen bei den Europameisterschaften vergangene Woche für einen Ganzkörperanzug, den “Unitard” – um ein Zeichen gegen die “Sexualisierung im Turnen” zu setzen, wie es der nationale Verband formulierte.

Elisabeth Seitz, eine der drei Turnerinnen, sagte DW-Interview, sie hoffe, dass mehr Sportlerinnen in allen Sportarten ihrem Beispiel folgen und sich bei den Olympischen Spielen in Tokio im Juli und August bedecken werden.

Turn WM in Doha | Elisabeth Seitz holt Bronzemedallie

Seitz mit WM-Bronze 2018 im normalen Trikot

“Ich würde gerne mehr Turnerinnen sehen, die den sogenannten “Unitard” tragen. Aber nicht nur im Turnen, ich möchte, dass jede Frau in jeder Sportart die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, was sie tragen möchte”, sagte Seitz, die bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 antrat und bei den Weltmeisterschaften 2018 am Stufenbarren Bronze gewann.

“[Die Dachverbände] sollten allen Athleten sagen, dass sie selbst entscheiden können, was sie tragen wollen, solange es in ihren Sportarten möglich ist.”

Die Olympischen Spiele in Tokio, die durch die Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben wurden, brauchen gute Öffentlichkeitsarbeit, wenn es um die Rechte der Frauen geht. Denn der letzte Sexismus-Skandal führte dazu, dass der Organisationschef der Olympischen Spiele, Yoshiro Mori, zurücktrat und durch Seiko Hashimoto ersetzt wurde.

Freie Wahl des Turnanzuges

Es gibt nichts in den Regeln des Turnens, was Frauen daran hindert, Ganzkörper-Outfits zu tragen, doch der Leotard – ein hautenger einteiliger Turnanzug mit nackten Beinen, hat sich in den letzten Jahren beim Kunstturnen etabliert. “Die Möglichkeit, Unitards (Turnanzug mit langen Armen und Beinen, Anm. d. Redaktion) bei Wettkämpfen zu tragen, ist in den FIG-Regeln seit mehreren Jahren festgelegt”, sagte ein Sprecher des internationalen Turnverbandes (FIG) der DW. ”In der Rhythmischen Sportgymnastik zum Beispiel sind viele Sportlerinnen daran gewöhnt, Unitards zu tragen. Die FIG freut sich, dass die Athletinnen wissen, dass sie für ihre Wettkämpfe die Kleidung wählen können, in der sie sich am wohlsten fühlen.”

Unitards sind also auch in Tokio völlig legal

Kunstturn-EM 2021 - Elisabeth Seitz

Seitz im traditionellen Trikot während eines Trainings bei den Europameisterschaften

“Die internationalen Verbände sind dafür verantwortlich, die Regeln für die Ausübung ihrer jeweiligen Sportarten (einschließlich der Kleidung) aufzustellen und durchzusetzen”, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegenüber der DW mit.

Turnerinnen haben schon lange Angst davor, dass ihr Outfit beim Spagat oder bei Sprüngen in bestimmten Disziplinen verrutscht und dass mehr preisgegeben werden könnte, als ihnen lieb ist. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum sich Seitz, Sarah Voss und Kim Bui bei den Europameisterschaften im schweizerischen Basel für das neue Outfit, den Unitard, entschieden haben. “Es geht nicht darum, dass wir allen zeigen wollen, dass man jetzt diesen neuen Anzug tragen muss”, sagte Seitz, die für den Wettkampf in Tokio gut gerüstet ist. “Es geht vielmehr darum, das zu Tragen, was man möchte. Ich habe selbst entschieden, was ich tragen möchte, und das sollte jeder tun.

“Die Macht der Wahl”

“Niemand hat vorher versucht, etwas zu ändern. Wir wussten, wenn wir dieses neue Trikot tragen, wird jeder auf uns schauen. Es ist gut, dass jetzt alle darüber diskutieren.” Und ihre Aktion hat bereits Anklang gefunden. Die britisch-jamaikanische Turnerin Danusia Francis sagte der BBC, dass der Anzug den Turnerinnen “die Macht der Wahl zurückgibt”.

Basel Elisabeth Seitz aus Deutschland Turn-EM

Seitz war eine von drei deutschen Turnerinnen, die mit dem Kostüm den Durchbruch schafften

Der erste Test war die Trampolin-Europameisterschaft in Sotschi. “Die Ganzkörper-Trikots sind auch im Trampolin-Turnen erlaubt, und zwar in allen Disziplinen. ‘European Gymnastics’ unterstützt die Turnerinnen und Turner dabei, ihre eigene Wahl der Trikots zu treffen und sich bei den Wettkämpfen wohl zu fühlen”, teilte ‘European Gymnastics’ gegenüber DW mit.

Schwimmen eine Ausnahme?

Eine olympische Sportart, bei der Ganzkörperanzüge wieder in Frage gestellt wurden, ist Schwimmen. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Rom wurden von allen Teilnehmer*innen Ganzkörperanzüge getragen.

Doch das hatte nichts mit der Bedeckung von Körperstellen zu tun, sondern mit Schnelligkeit. Die Ganzkörperanzüge erlaubten es den Schwimmenden, sich schneller durchs Wasser zu bewegen. Prompt verbot der Verband sie wieder, weil bei jedem zweiten Rennen Weltrekorde gebrochen wurden. Heute müssen Schwimmerinnen Anzüge tragen, die nicht über die Schultern oder Knie hinausgehen.

Aber wie sieht es mit der Leistung beim Turnen aus? Sind längere Anzüge hilfreich oder hinderlich? “Für mich war es einfach, den Trikotanzug zu wechseln, weil wir im Training oft Strumpfhosen über unseren normalen, traditionellen Trikots tragen, also war es für mich nichts Besonderes”, sagte Seitz. “Ich denke, man muss nur ein bisschen mit dem neuen Anzug trainieren und dann ist es völlig in Ordnung.”

Adaption: Calle Kops/Thomas Klein

Source Article from https://www.dw.com/de/olympische-spiele-in-tokio-elisabeth-seitz-hofft-auf-bekleidungsrevolution/a-57391848?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Schwere Gefechte zwischen Kirgistan und Tadschikistan

Bei einem der schwersten Zwischenfälle seit langem im Grenzstreit zwischen Kirgistan und Tadschikistan in Zentralasien hat es mehr Opfer gegeben als zunächst gemeldet. Das Gesundheitsministerium in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek teilte mit, man habe 13 Tote, darunter ein 13-jähriges Mädchen, und 134 Verletzte zu beklagen. 11.500 Anwohner im Grenzgebiet hätten wegen der schweren Gefechte ihre Häuser verlassen müssen. Sie seien nun in Sicherheit. Augenzeugen sprachen von brennenden Häusern. Die Lage sei angespannt, hieß es weiter.

Feuerpause vereinbart 

Die an China grenzenden Ex-Sowjetrepubliken gaben sich gegenseitig die Schuld an der neuen Eskalation der Lage, wie Medien berichteten. Kirgistan nahm nach eigenen Angaben einen tadschikischen Grenzposten ein. Inzwischen vereinbarten die Militärs beider Seiten eine Feuerpause.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatten die zentralasiatischen Republiken 1991 ihre Eigenständigkeit erlangt. Um fast die Hälfte der beinahe 1000 Kilometer langen Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan gibt es aber immer wieder Streitigkeiten. Der Grenzverlauf ist nicht eindeutig markiert. Zuletzt bot sich Russland als Vermittler in dem Konflikt an.

Treffen kirgisischer Ministerpräsident Ulukbek Maripow (r.) und tadschikischer Premier Kokhir Rasulzoda

Nach den Gefechten beraten der Regierungschef Kirgistans, Ulukbek Maripow (r.), und sein tadschikischer Kollege Kokhir Rasulzoda über eine Lösung des Konflikts

Auslöser der neuen Gewalt war ein Streit um den Zugang zu Wasserressourcen. Das nationale Sicherheitskomitee Tadschikistans warf kirgisischen Soldaten vor, an der Wasserverteilungsstelle Golownaja am Fluss Isfara in der tadschikischen Exklave Woruch das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet zu haben. Die kirgisische Seite wiederum beschuldigte Tadschikistan, den Konflikt durch die Installation einer Überwachungskamera “absichtlich provoziert” zu haben. Kirgisische Grenzschützer nahe dem Dorf Kök-Tasch forderten, diese Arbeiten zu stoppen. Anwohner beider Länder bewarfen sich mit Steinen. Dann fielen Schüsse.

Kirgistan Bischkek | Bürger fordern bei Kundgebung Ende des Grenzkonflikts mit Tadschikistan

In Bischkek demonstrieren Bürger für ein Ende des Grenzkonflikts mit Tadschikistan

Kirgistans Präsident Sadyr Schaparow rief seine Landsleute zur Zurückhaltung auf. Sie sollten sich nicht provozieren lassen und neue Gewalt auslösen.

se/sti (dpa, afp, ap, rtr) 

Source Article from https://www.dw.com/de/schwere-gefechte-zwischen-kirgistan-und-tadschikistan/a-57383942?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Raus aus dem Lockdown – rein in den Traumurlaub

Da ist Neid vorprogrammiert. Die Impfungen gegen das SARS-CoV-2-Virus ziehen sich in vielen Ländern wie Kaugummi. Es dauert und dauert. In Deutschland haben nun etwas mehr als 20 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht einem Viertel der Bevölkerung. Eine zweite Dosis erhalten und damit vollständig geimpft sind nur gut sechs Millionen Menschen. Das entspricht rund sieben Prozent der Bevölkerung. Viele andere europäische Länder liegen auf einem vergleichbaren Niveau. Wer zu den Früh-Geimpften gehört, ist nicht nur gut gegen COVID-19 geschützt, sondern darf sich auch über Erleichterungen beim Reisen freuen, denn immer mehr Länder lockern ihre Einreisebestimmungen für vollständig Geimpfte. Mit dabei sind auch einige Traumziele.   

Malediven

Malediven Inseln

Man muss keine Hängematte an die Palme auf den Malediven hängen. Es geht auch eine Schaukel.

Die Malediven gelten für viele als Traumziel. Blauer Himmel, türkisfarbenes Meer, weißer Strand - der Inselstaat im indischen Ozean südwestlich von Sri Lanka hat Entspannungshungrigen viel zu bieten. Geimpfte müssen dazu nicht einmal hohe Hürden nehmen. Sie müssen nur vor der Einreise eine Einreiseerklärung auf der Internetseite der maledivischen Grenzbehörden ausfüllen. Die Test- und Quarantänepflicht entfällt. Voraussetzung ist, dass die Corona-Schutzimpfung mit einem von der Weltgesundheitsorganisation WHO zugelassenen Impfstoff 14 Tage vor der Einreise komplett abgeschlossen ist.

Thailand

TABLEAU | Thailand wartet auf die Öffnung für den Tourismus

Strand ist da, Meer ist da, Pool ist da, Liegen sind da. Es fehlen die Urlauber an diesem Strand auf Phuket in Thailand.

Thailand ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber aus aller Welt, speziell aus Europa und Amerika. Wer in das asiatische 70-Millionen-Einwohner-Land einreist, muss seit dem 1. April für zehn Tage in Quarantäne. Wer eine Corona-Schutzimpfung nachweisen kann, verkürzt die Quarantäne auf sieben Tage. Einen Riesen-Vorteil bringt die Impfung hier also bislang nicht. Allerdings gibt es Pläne, dass vollständig Geimpfte die beliebte Urlaubsinsel Phuket ab 1. Juli ganz ohne Quarantäne besuchen können. Da sich die Corona-Pandemie in Thailand aber aktuell zuspitzt, ist nicht klar, ob und wann diese Lockerung wirklich kommt.

Bahamas und Barbados

Big Picture Traumurlaub für Geimpfte | Barbados

Bei so viel Sonne, wie an diesem Strand in Bridgetown auf Barbados, muss man sich auch mal unterstellen.

Die Bahamas sind ein Traumurlaubsziel im Atlantik in unmittelbarer Nähe zum US-Bundesstaat Florida und zu Kuba. Paradiesische Strände und schönes Wetter laden auch hier ein zum Relaxen. Wer diese Einladung annehmen möchte, muss allerdings vorab einen negativen PCR-Test nachweisen, der bei der Einreise nicht älter als fünf Tage sein darf. Zusätzlich ist sowohl bei der Einreise als auch vier Tage danach ein Antigen-Schnelltest erforderlich. Ab dem 1. Mai sind diejenigen von dem Testmarathon ausgenommen, die mindestens zwei Wochen vor der Einreise ihre volle COVID-19 Impfdosis erhalten haben. Auch wer den kleinen Inselstaat Barbados in der Karibik nordöstlich von Venezuela besucht, muss sich an Test- und Quarantäneregeln halten. Ab dem 8. Mail soll es aber auch hier Erleichterungen für vollständig Geimpfte geben.

Griechenland

Symbolbild - Griechenland Tourismus

Inseln, Meer, weiße Häuser am Hang – willkommen in Griechenland

Ein beliebtes Reiseland für Liebhaber von Sonne und Meer innerhalb Europas ist Griechenland. Tausende Inseln und Gastfreundschaft locken, dazu für die meisten Europäer günstige Preise und eine überschaubare Flugzeit. Wer einreist, benötigt entweder einen negativen PCR-Test eines anerkannten Testlabors des Abreiselandes auf Englisch, der nicht älter als 72 Stunden ist - oder eine Bescheinigung auf Englisch über eine mindestens 14 Tage vorher abgeschlossene vollständige Impfung.

Portugal

Big Picture Traumurlaub für Geimpfte | Madeira

Madeira hat nicht nur Sonne, Strand und blauen Himmel, sondern auch urige Häuser wie hier in Santana

Auch Portugal ist in Europa ein beliebtes Reiseziel für Sommerurlauber, das besondere Regeln für Geimpfte hat. Allerdings sind die Regelungen in Portugal recht kompliziert. Je nachdem, aus welchem Land man nach Portugal einreist, gibt es unterschiedliche Maßnahmen. Aus Deutschland darf man aktuell zu touristischen Zwecken nicht aufs portugiesische Festland einreisen.

Wer auf die Azoren reist, muss einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist und am sechsten und am zwölften Tag weitere Tests durchführen. Geimpfte haben demgegenüber keine Vorteile.

Wer nach Madeira fliegt, muss nur einmal bei Einreise einen negativen PCR-Test vorlegen, danach nicht mehr. Ausgenommen sind gegen COVID-19 Geimpfte sowie Genesene. Als Nachweis gelten eine Impfbescheinigung auf Englisch oder ein ärztliches Attest im Falle der Genesung.

Urlaub? Ja, aber…

Big Picture Traumurlaub für Geimpfte | Bahamas

Wer sich gut informiert, kann verhindern, dass sich dunkle Wolken über die Reise legen, wie hier auf den Bahamas

Der Blick auf verschiedene Länder offenbart, dass die Regelungen sehr uneinheitlich sind. Zudem ändern sie sich zum Teil sehr schnell. Wer geimpft ist und es nicht mehr abwarten kann, in Urlaub zu fahren, sollte sich vorher in jedem Fall eingehend über die Regelungen in seinem Wunschland informieren - und auch direkt schauen, welche Regelungen bei der Rückreise ins eigene Land gelten. Dann lassen sich die kleinen Vorteile als Geimpfter durchaus nutzen. Ob man aber überall groß seine Urlaubsfotos herumzeigen sollte, will gut überlegt. Denn, wie eingangs erwähnt: Neid ist vorprogrammiert.

Source Article from https://www.dw.com/de/raus-aus-dem-lockdown-rein-in-den-traumurlaub/a-57379892?maca=de-rss-de-all-1119-rdf