Месечни архиви: December 2021

Das letzte "Golden Girl" ist tot

Schon Ende der 1930er Jahre hatte Betty White ihren ersten Fernsehauftritt, inzwischen steht ihr Name im Guinnessbuch der Rekorde als TV-Entertainerin mit der längsten Karriere. “Da steckt kein Geheimnis hinter”, sagte die mit der Sitcom “Golden Girls” weltberühmt gewordene White dazu einmal. “Ich bin einfach nur glücklich, dass ich die Karriere haben konnte, die ich hatte. Ich habe jede Minute geliebt. Ich bin einfach nur dankbar, dass die Menschen all diese Jahre so freundlich zu mir waren. Ich bin das glücklichste alte Frauenzimmer auf zwei Beinen.”

Fit, fröhlich, neugierig bis zuletzt

White, die am 17. Januar 100 geworden wäre, war das letzte verbliebene “Golden Girl”. Bis ins hohe Alter war die Schauspielerin mit dem charakteristischen weißhaarigen Großmutter-Look und schlagfertigen Humor fit, fröhlich und neugierig geblieben. Mit 90 Jahren setzte sie ihre erste Twitter-Botschaft ab, mit 93 entdeckte sie Instagram für sich, und zum 95. Geburtstag wünschte sie sich eine Neuauflage der Erfolgsserie “Golden Girls”, die in den USA von 1985 bis 1992 gelaufen ist und in Deutschland ab 1990 ausgestrahlt wurde.

Die Karriere der 1922 im US-Staat Illinois geborenen White hatte schon lange vor den “Golden Girls” begonnen. Direkt nach der High School in den späten 30er und 40er Jahren bekam sie erste kleine Rollen im Fernsehen und am Theater. Auch nach den “Golden Girls” erhielt sie weiter Rollen im Fernsehen und in Kinofilmen.

White, die dreimal verheiratet war und keine Kinder hatte, arbeitete auch als Produzentin und wurde mit Dutzenden Preisen ausgezeichnet, darunter zahlreiche Emmys. White blieb dennoch immer bescheiden. “Ich gehe nicht gerne schick essen”, sagte sie einmal dem Magazin “Parade”. “Ich mag einfache Sachen, Hot Dogs, Hamburger, Pommes, keine Gewürze oder Soßen.”

Aus der 100-Jahre Party wird nichts mehr

Zu ihrem 100. Geburtstag am 17. Januar sollte White eigentlich eine TV-Sondersendung geschenkt bekommen. In “Betty White: 100 Years Young A Birthday Celebration” sollten Stars wie Ryan Reynolds und Robert Redford sie feiern. “Eine Party mag ja wohl jeder – und diese hier wird großartig”, sagte White noch dem Nachrichtensender CNN. Aus der Party ist dann leider doch nichts mehr geworden. Zweieinhalb Wochen vor ihrem 100. ist Betty White nun verstorben.

haz/wa (dpa, rtr)

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Irak: Keine US-Kampftruppen mehr im Land

Mit dem Jahresende 2021 ist der Kampfeinsatz der von den USA angeführten Koalition gegen die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) im Irak beendet. “Es befinden sich keine weiteren ausländischen Kampftruppen auf irakischem Boden”, teilte die Regierung in Bagdad mit. Sie hätten all ihre Kräfte abgezogen und ihre Ausrüstung außer Landes gebracht. Die Aufgabe der internationalen Anti-IS-Koalition sei nun wie vereinbart, irakische Sicherheitskräfte zu beraten und zu unterstützen.

Der Kampfeinsatz sei beendet, bestätigte die Koalition auf Twitter. Die Soldaten seien in beratender Funktion jetzt lediglich “als eingeladene Gäste der Republik Irak” im Land. Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi hatte den Anführern der Koalition und den beteiligten Partnern schon vor einigen Tagen für den Kampf gegen den IS gedankt. “Unsere Sicherheitskräfte stehen bereit, um unser Volk zu verteidigen.”

Pro-iranische Milizen machen Druck

Der Einsatz des Bündnisses hatte begonnen, nachdem der IS 2014 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks überrannt hatte. Mit internationaler Unterstützung – auch der Bundeswehr – konnten die irakischen Sicherheitskräfte die Extremisten nach und nach zurückdrängen. Im Dezember 2017 erklärte der damalige irakische Regierungschef Haidar al-Abadi den Sieg über den IS.

Irak Premierminister Mustafa al-Kadhimi

“Unsere Sicherheitskräfte stehen bereit”: Iraks Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi (Archivbild)

Im Irak waren bisher nach Angaben des Weißen Hauses rund 2500 US-Kräfte im Einsatz. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Zahl kaum verändern wird, die Soldaten aber künftig offiziell als Ausbilder und Berater im Einsatz sind. Vor allem die einflussreichen pro-iranischen schiitischen Milizen und Parteien im Irak verlangen einen US-Abzug.

Der IS ist militärisch zwar offiziell besiegt, Zellen der Extremisten verüben aber immer wieder Angriffe, vor allem auf Sicherheitskräfte. Zuletzt kam die Sorge auf, die Terrormiliz könnte das Ende des US-Kampfeinsatzes zum Anlass für weitere Anschläge nehmen. In den vergangenen Monaten waren mehrfach Einrichtungen attackiert worden, die von den USA genutzt wurden.

jj/qu (dpa, afp)

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Silvester: Die Welt sagt 2021 ade

Mindestens einmal im Jahr schafft es Samoa in die Schlagzeilen der Weltpresse. Der Inselstaat in Polynesien, dessen Staatsoberhaupt O le Ao O le Malo Va’aletoa Sualauvi II. seltener als viele seiner Kollegen von den Nachrichtenagenturen erwähnt wird, weiß, was er den übrigen Erdenbewohnern an diesem Tag schuldig ist.

Neuseeland Auckland Neujahr Feiern

Abgesagt: Kein Feuerwerk am Skytower in Neuseelands Millionenstadt Auckland – aber eine Lichtshow

Weil die parlamentarische Republik – ebenso wie Kiribati und das Königreich Tonga – im Südpazifik dicht an der Datumsgrenze liegt, die in der Nähe des 180. Längengrads verläuft, dürfen die 200.000 Einwohner als erste Neujahr feiern und kommen dank dieser globalen Pole-Position garantiert in die Zeitung. Vorsorglich wurden laut Tourismusbehörde fünf Pyrotechnik-Experten aus Neuseeland eingeflogen. Diese hätten in ihrem Heimatland erst eine Stunde später Gelegenheit gehabt, das Silvesterfeuerwerk zu starten.

Japan Miyajima Neujahr Feiern

Shinto-Brauch: Am Itsukushima-Schrein auf Japans Insel Miyajima wird der Feuergott besänftigt

Während in Samoa diesmal wieder Böller und Raketen gezündet werden durften, spie im Archipel Tonga der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’apai geräuschvoll Asche und Gas in die Luft. Weniger gefahrvoll war das Himmelsschauspiel in der australischen Metropole Sydney, das um 14.00 Uhr MEZ am berühmten Opernhaus gezündet wurde, dessen Silhouette neben der Hafenbrücke in keiner Silvesterreportage fehlen darf. Anders als im Vorjahr waren Zehntausende zahlende Zuschauer zugelassen – obwohl der Bundesstaat New South Wales, zu dem die Fünf-Millionen-Metropole gehört, kurz zuvor so viele Corona-Neuinfektionen verzeichnet hatte wie noch nie.

Thailand Bangkok Silvester Feiern

Wiedergeburtszeremonie: Thailändische Tempelbesucher legen sich in Wat Takien in Särge, um ihr Karma zu verbessern

Aus Furcht vor dem Virus gelten an etlichen Orten strenge Vorschriften: wo gefeiert werden darf und wie – wenn überhaupt -, und ob es statthaft ist, den allgemeinen Lärm zum Jahresausklang zielgerichtet zu vermehren. In China etwa sagten mehrere Städte Feuerwerke und größere Festlichkeiten ab, darunter Peking und auch Wuhan, die Stadt, in der Ende 2019 das Coronavirus erstmals nachgewiesen wurde. Aufgrund der höchsten Infektionszahlen seit mehr als 21 Monaten ist die nordwestliche Provinzhauptstadt Xian derzeit vollständig abgeriegelt; sämtliche 13 Millionen Bewohner dürfen ihre Häuser so gut wie gar nicht mehr verlassen.

Singapur Neujahr Feiern

Dreimal 55 Etagen: Die Hoteltürme des Marina Bay Sands in Singapur wirken zu Silvester noch spektakulärer als sonst

Allerdings ist für die Chinesen Silvester kein herausragender Grund für Festivitäten. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar. So lange wollten die Menschen in Thailand – einem der wenigen Fernziele, an dem sich derzeit Scharen von Touristen aufhalten – mit dem Feiern nicht warten. Hier durften viele Lokale ausnahmsweise bis 1.00 Uhr öffnen und bis dahin auch Alkohol ausschenken. 

Pakistan Lahore Silvester Feiern

Mit einem weinenden Auge: Schüler in der pakistanischen Stadt Lahore verabschieden 2021

Kaum Einschränkungen gab es in Russlands Hauptstadt Moskau, wo am Roten Platz ein großes pyrotechnisches Spektakel stattfand. Andernorts wird der Spagat zwischen Feierlaune und medizinischer Prävention versucht: So soll in New York die traditionelle Party am Times Square wieder mit Zuschauern stattfinden, doch niemand ohne COVID-19-Impfnachweis darf das abgesperrte Areal betreten, wo der Times Square Ball, eine Kugel mit mehr als 30.000 Leuchtdioden, an einer Stange herabgelassen wird – genau 60 Sekunden dauert dieser “Ball Drop”.

London Big Ben Silvester Feiern

13,5 Tonnen: Die schwerste Glocke des Uhrturms am Westminsterpalast in London, Big Ben, ist wieder zu hören

In London wartet man beim Countdown des zu Ende gehenden Jahres weniger auf ein optisches denn ein akustisches Schauspiel: Zum ersten Mal nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten an der vielleicht berühmtesten aller Uhren wird der Glockenton von Big Ben am Palace of Westminster wieder offiziell erklingen. Das gab das britische Parlament bekannt, in dem sich 2021 nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Nachwehen des Brexit in vielen Debatten niederschlugen. Das Feuerwerk, das üblicherweise an der Themse ausgerichtet wird, entfällt zum zweiten Mal infolge der Pandemie.

Australien Melbourne Neujahr Feiern

Kein Feuerwerk: Wie hier in der australischen Stadt Melbourne dürfen vielerorts keine Böller gezündet werden

Während Silvesterbanausen, die es vorziehen, in geschlossenen Räumen das letzte Kalenderblatt abzureißen, einst als guten Grund das regelmäßig ungemütliche Wetter angeben konnten, fällt diese Ausrede gegenüber jenen, die an diesem Tag traditionell die subjektiv wärmende Wirkung alkoholischer Getränke im Freien erproben, in immer mehr Regionen einfach weg: In Großbritannien meldet der Wetterdienst den wärmsten Jahreswechsel, der jemals im Königreich registriert wurde. Der Rekord ging mit 15,3 Grad an Coningsby, einen Ort mit weniger als 4000 Einwohnern in der Grafschaft Lincolnshire, der – anders als das presseverwöhnte Samoa – nun erstmals bei Journalisten in aller Welt gebührende Beachtung findet.

Niederlande Haarlem Silvester Feiern

Oliebollen: In den Niederlanden – wie hier in Haarlem – werden zu Silvester traditionell Ölkugeln, ein Siedegebäck, verkauft

Auch in Deutschland verabschiedet sich 2021 mit ungewöhnlich milden Temperaturen – sogar ohne Silvesterpunsch. Wer das gerne am Brandenburger Tor ausgenutzt hätte, wo traditionell eine der größten Silvesterfeiern auf dem Globus stattfindet, geht diesmal freilich leer aus. Denn die Hauptstadtparty fällt – samt fernsehtauglichem Höhenfeuerwerk - aus. Allein eine TV-Show, die von dort übertragen wird, soll für die gewohnte Jahresendfröhlichkeit sorgen.

Berlin Silvester Feiern

TV-Kulisse: Am Brandenburger Tor in Berlin, wo sonst eine große Silvesterparty steigt, wird nur fürs Fernsehen gefeiert

Da auch für den privaten Rahmen Kontaktbeschränkungen und ein Verkaufsverbot für Feuerwerk gelten, könnten die Haustiere – als deren Schutzpatron Papst Silvester gilt, nach dem dieser Tag benannt ist – die eigentlichen Profiteure der Pandemie sein: Sie brauchen sich nicht vor Krach zu fürchten, und ihre Herrchen und Frauchen sind wohl auch im neuen Jahr 2022 öfter zu Hause.

jj/qu (dpa, afp)

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Faktencheck: Kein "Massensterben" durch Impfnebenwirkungen

Während die Omikron-Welle vielerorts für rasant steigende Infektionszahlen sorgt und die Zahl der erst-, zweit- und dritt-geimpften Personen auch in Deutschland wächst, machen einige Menschen in den sozialen Netzwerken weiter Stimmung gegen die Corona-Impfungen. Ein Jahr nach dem Start der Impfungen in vielen europäischen Ländern warnen einige vor den mutmaßlichen Gefahren der Impfstoffe, die angeblich extrem viele Nebenwirkungen haben. 

Behauptung: “So viele Impfschäden – und vor allem auch Tote – gab es bei noch keiner Impfung!”, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer User sagt “ein Massensterben durch die Nebenwirkungen der Impfung” voraus. 
Für manche ist dies bereits Realität: “Millionen sterben an den Nebenwirkungen der Impfungen”, wird auf einem Account behauptet.

DW Faktencheck: Falsch.

Die COVID-19-Impfungen sind nun über ein Jahr weltweit im Einsatz und wurden in großen Mengen verimpft: Mehr als neun Milliarden Impfdosen wurden bisher gespritzt – und schwere Impfnebenwirkungen sind nachweislich bislang sehr selten.

Allein aufgrund der historisch beispiellos großen Impfkampagne sind jedoch gewisse Fallzahlen von Nebenwirkungen zu erwarten, etwa durch Arzneimittelunverträglichkeit oder andere Allergien. Ein zusätzlicher Grund: Impfreaktionen zeigen, dass sich der menschliche Organismus mit dem Erreger bzw. Impfstoff auseinandersetzt. (Mehr zur Immunreaktion hier.) Der Impfstoff wird vom Immunsystem als fremd erkannt und dieser bildet dann Antikörper. Die COVID-19-Impfstoffe gelten als “reaktogen”, lösen also häufiger Impfreaktionen aus. 

Doch nur wenn diese schwerer ausfallen oder anhaltend sind, werden sie zu einem Problem. Um das zu erkennen und im Sinne der Arzneimittelsicherheit gegebenenfalls gegensteuern zu können, gibt es in vielen Weltregionen Meldesysteme für mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe. Einige nationale oder kontinentale Gesundheitssysteme berichten transparent und regelmäßig über alle gemeldeten Verdachtsfälle. So veröffentlicht das in Deutschland für die Arzneimittelsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) monatlich (demnächst zweimonatlich) Sicherheitsberichte mit exakten Angaben zu Verdachtsfällen von Impfnebenwirkungen und Impfkomplikationen. Im aktuellen Bericht fasst das Bundesinstitut die Daten aus elf Monaten Impfkampagne zusammen.

Infografik Nebenwirkungen Impfung COVID-19 Deutschland DE

Ergebnis: Es gab in Deutschland knapp 197.000 gemeldete Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen und rund 26.000 schwerwiegende Fälle. Absolut betrachtet sind dies hohe Zahlen – in Relation zu den verabreichten Impfdosen wirken sie jedoch längst nicht mehr so hoch. Bei 123 Millionen Impfungen wurden nur in 0,16 Prozent der Fälle Impfnebenwirkungen gemeldet und nur in 0,02 Prozent der Fälle schwerwiegende Symptome. 

Das Ziel dieser Erfassung sei, “von Beginn an die Verdachtsfallmeldungen zu Impfstoffnebenwirkungen und -komplikationen mit höchster Priorität” zu beobachten, so die Chefs des Paul-Ehrlich-Instituts und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, Klaus Cichutek und Karl Broich, in einer Bilanz ein Jahr nach  dem Impfstart in Deutschland. 

Und die deutschen Zahlen decken sich mit den Meldedaten auf europäischer Ebene: Nach Erhebungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) liegt die Zahl der gemeldeten Fälle von Impfnebenwirkungen in der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) je nach Impfstoff zwischen 0,1 bis 0,32 Prozent gemessen an der Gesamtzahl der Impfungen.

Infografik Nebenwirkungen Impfung COVID-19 EU DE

Insgesamt 627,5 Millionen Impfdosen wurden demnach bis zum 1. Dezember 2021 in der EU sowie im EWR verabreicht. In 835.484 Fällen wurden Impfnebenwirkungen gemeldet, also bei 0,13 Prozent aller Impfungen.

Fazit: Behauptungen über Millionen Fälle von massiven Nebenwirkungen, gar ein “Massensterben” durch die Impfstoffe, entbehren jeder Grundlage. Die Daten zeigen dagegen, dass Impfnebenwirkungen und erst recht schwere Fälle sehr selten sind. Und dennoch verbreiten sich in den sozialen Netzwerken immer wieder Falschmeldungen, wonach Kliniken voller Patienten seien, bei denen “massig schwerwiegende Impfnebenwirkungen” behandelt wurden. Angeblich habe dies eine Krankenschwester über das Klinikum Neubrandenburg in Deutschland erzählt, wird ein Nutzer zitiert. Das Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum widersprach dieser Darstellung entschieden.

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Rettungsschiff "Sea-Watch 3" darf auf Sizilien anlegen

Nach tagelanger Wartezeit wurde der “Sea-Watch 3″ nun doch ein sicherer Hafen zugewiesen. Das deutsche Rettungsschiff mit 440 Migrantinnen und Migranten an Bord kann den sizilianischen Hafen Pozzallo anlaufen. Das teilte die in Berlin ansässige Betreiberorganisation auf Twitter mit. Der Bürgermeister des im Süden der Insel gelegenen Ortes bestätigte die Informationen laut italienischen Medien.

Die “Sea-Watch 3″ hatte in den vergangenen Tagen in mehreren Aktionen Hunderte Menschen aus Seenot gerettet. Einige Migranten wurden von den Behörden aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands bereits von Bord geholt. Wegen schlechten Wetters kreuzte das Schiff zuletzt schon vor der sizilianischen Küste.

Gefährliche Flucht im Winter

Erst am Donnerstag schickte die Besatzung einen weiteren Appell an Italien: An Bord seien mehr als 200 Kinder, davon 167 ohne Eltern oder Begleiter. Sie alle seien in Libyen mit kleinen Booten in See gestochen, viele kämen aus Ländern südlich der Sahara.

Trotz des jahreszeitlich bedingten schlechten Wetters auf dem Mittelmeer sind in diesem Jahr ungewöhnlich viele Migranten in Italien gelandet. Bereits am Dienstag brachte die “Geo Barents” der Organisation Ärzte ohne Grenzen im sizilianischen Hafen Augusta mehr als 550 Menschen an Land. Manche der Flüchtlinge hatten fast zwei Wochen an Bord des Rettungsschiffs ausharren müssen, darunter eine im achten Monat schwangere Frau und mehrere Kinder ohne Begleitung.

djo/gri (dpa, epd, kna)

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Bundeswehrsoldat nach Drohvideo wieder freigelassen

Der Bundeswehrsoldat, der sich in dem rund einminütigen Videoclip als Oberfeldwebel Oberauer vorstellt, wurde am Donnerstagabend in der Münchener Innenstadt festgenommen, weil er laut Polizei im Verdacht steht, “öffentlich zu Straftaten aufgefordert zu haben”. Nun ist er wieder auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein habe in dem Fall keine Haftgründe gesehen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Man gehe nicht davon aus, dass von dem Mann eine akute Gefahr ausgehe. Gegen ihn werde aber weiter ermittelt.

Ob die selbst gemachten Angaben des Soldaten korrekt sind, ist bislang nicht bekannt. Unbestätigten Informationen zufolge soll der Mann in Bad Reichenhall stationiert sein und bereits vor einiger Zeit wegen anderer Vorfälle ins Visier von Behörden und Vorgesetzten geraten sein. Diese sollen auch bereits Maßnahmen gegen ihn eingeleitet haben.

Coronavirus - Münchner Innenstadt

Einsatzkräfte der Polizei patrouillieren auf dem Münchener Odeonsplatz, um unangemeldete Proteste gegen die Corona-Maßnahmen zu verhindern

Aus dem Verteidigungsministerium hieß es nach der Veröffentlichung des Videos zunächst, man würde Konsequenzen prüfen. Kurz darauf äußerte sich Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) auf Twitter und forderte von der Truppe ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz.

In dem fraglichen Video fordert der Soldat unter anderem die Rücknahme der staatlichen Corona-Maßnahmen. Explizit wendet er sich gegen die Impfpflicht für Pflegekräfte und fordert ein Ende der sogenannten Duldungspflicht, nach der die Schutzimpfung auch für Bundeswehrpersonal zur Vorschrift wurde.

“Dies ist eine Warnung”, sagt er in dem Video. “Bis morgen” – also Donnerstag – werde eine Äußerung dazu verlangt. Im Begleittext zum Video heißt es: “Die Soldaten geben sich bis morgen 16:00 Uhr dialogbereit.” Zudem wurden im Internet auch Aufrufe zu einem “Kampf gegen politische Entscheidungen” eines weiteren Soldaten verbreitet, der dort Daniel Futschik genannt wird und in Euskirchen stationiert sein soll.

djo/gri (afp, dpa)

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