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Studie: Corona kostete 350 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung

Die Folgen der Corona-Pandemie haben die deutsche Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren einer Studie zufolge 350 Milliarden Euro an Wertschöpfung gekostet. Die Summe sei dabei größtenteils auf den gesunkenen Konsum zurückzuführen, rechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) zum Jahrestag des Ausbruchs der Pandemie in Deutschland vor. Dazu kämen außerdem reduzierte Investitionen von Unternehmen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres entstünden möglicherweise weitere Ausfälle in Höhe von 50 Milliarden Euro, erklärte das Institut weiter. “Die Erholung wird Jahre dauern”, erwarten die Wirtschaftswissenschaftler.

Dieses Bild sieht man in Deutschland seit der Corona-Pandemie nicht mehr so häufig wie in früheren Jahren

Dieses Bild sieht man in Deutschland seit der Corona-Pandemie nicht mehr so häufig wie in früheren Jahren

Zu Beginn der Pandemie führten die Lockdown-Maßnahmen zu Problemen bei Produktionsprozessen und störten Lieferungen im In- und Ausland, erläuterte das IW. Hinzu kamen Kosten durch eingeschränkte Konsummöglichkeiten und vorsichtige Kunden. Die Geschäfte mit dem Ausland gingen stark zurück. Im zweiten Quartal 2020 sackte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) so im Vorjahresvergleich um elf Prozent ab.

Im weiteren Verlauf der Pandemie sorgten zwischenzeitlich gesunkene Infektionszahlen immer wieder für Hoffnung auf eine dauerhafte Erholung – diese wurde jedoch durch erneute Infektionswellen getrübt. Im zweiten Corona-Jahr waren laut Studie Probleme bei Lieferketten entscheidend: Fehlende Bauteile machten besonders der Automobilindustrie zu schaffen. Die Staatsausgaben in der Pandemie und die Exporte hätten die deutsche Wirtschaft im zweiten Jahr zumindest teilweise aufgefangen, erklärte das IW. Doch voraussichtlich werde es auch in den kommenden Monaten zu Einbußen kommen.

Mit Omikron-Variante wieder aufwärts?

“Die neue Omikron-Variante gibt allerdings auch Grund zur Hoffnung”, erklärte IW-Ökonom Michael Grömling: “Sollten wir in diesem Jahr in die endemische Phase eintreten, dürfte es wieder bergauf gehen.” In den nächsten Jahren brauche es dann ein kräftiges Wachstum, um die Einbußen wieder wettzumachen.

Für die Studie stellten die Forscher die tatsächliche Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen zwei Jahren einem “kontrafaktischen” Konjunkturverlauf gegenüber. Dabei wird laut IW ein ökonomisches Umfeld unterstellt, in dem es die Corona-Pandemie einfach nicht gibt. Das vierte Quartal 2021 wurde auf Basis des schon vorliegenden Jahreswerts für das Gesamtjahr 2021 geschätzt. “Eine solche Kalkulation bietet zumindest eine grobe Orientierung für die bislang aufgelaufenen Wirtschaftsverluste infolge der Pandemie.”

sti/fab (afp, dpa, rtr)

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Brasilien: Die Idee vom "Straight Pride Day"

Mit 15 Stimmen, acht Enthaltungen und nur einer Gegenstimme hat der Stadtrat von Cuiabá wenige Tage vor Weihnachten dafür gestimmt, einen “Tag des Hetero-Stolzes” einzuführen. Kommt das Vorhaben auch durch eine zweite Lesung und wird vom Bürgermeister abgesegnet, dann hat die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso bald tatsächlich einen Extra-Feiertag im Jahr, um die sexuelle Orientierung hin zum anderen Geschlecht zu feiern.

Die Idee dazu kam vom konservativen Stadtrat und Oberstleutnant Marcos Paccola, der zwar versicherte, er habe “absolut nichts gegen Homosexuelle” und kenne sogar Menschen in seinem engen Umfeld, die homosexuell seien.

Aber mittlerweile sei der LGBTQ-Aktivismus sehr stark und setze junge Menschen unter Druck, sich “bisexuell zu verhalten”. Im Rahmen dieses “kulturellen Marxismus” sei das “konservative Familienmodell, das in der Bibel steht”, in Gefahr. Der “Tag des Hetero-Stolzes” setze ein Zeichen, dass alle sexuellen Optionen respektiert und frei wählbar sein müssten.

Gegen welche Diskriminierung müssen sich Heterosexuelle erheben?

Was viele Konservative in Brasilien als gerechtfertigtes Pendant zum nationalen und zum internationalen Gay Pride Tag sehen, bezeichneten andere in den sozialen Netzwerken als Witz oder Ignoranz. 

Auch die Vorsitzende der ABGLT, der größten LGBTQ-Organisation in Brasilien, ist empört. “Gay-Pride-Veranstaltungen dienen dazu, diese Community sichtbarer zu machen. Denn unsere Existenzberechtigung wird oft hinterfragt, uns wird eingeredet, dass wir sündigen und eine Schande sind”, sagt Symmy Larrat. Heterosexuelle dagegen würden nicht wegen ihrer Sexualität ihren Job verlieren, bedroht oder sogar umgebracht. 

Brasilien Gaypride in Sao Paulo

Sichtbar werden und Flagge zeigen: Junge Frau bei einer Gay-Pride-Parade in São Paulo

Der bisexuelle brasilianische Influencer Klébio Damas erklärt einen solchen Tag gegenüber der DW ebenfalls als “komplett überflüssig” und fügt hinzu: ”Viele Leute glauben, dass LGBTQ-Menschen den Raum der Heteros einnehmen wollen. Aber so ist es nicht, wir wollen einfach nur unseren eigenen Raum.”

Auch die Schauspielerin Ana Hikari, die sich 2020 als bisexuell geoutet hat, kann die von Paccola beklagte Bedrohung heterosexueller Lebensweisen nicht ernst nehmen: “Man kann nicht diskriminiert werden, wenn man Teil einer hegemonialen Gruppe ist.”

Initiativen in Rio de Janeiro, Paraíba und Goiânia

Zwar hat der Bürgermeister Cuiabás, Emanuel Pinheiro, bereits angekündigt, sein Veto gegen den “Straight Pride Day” einlegen zu wollen. Doch ein solcher Tag ist längst nicht nur dort in Planung. Die Idee, dass auch Heterosexuelle einen eigenen Jahrestag brauchen, um sich zu feiern, gab es in der brasilianischen Politiklandschaft schon zuvor – und sie wurde zuletzt wieder mehrfach aus der Mottenkiste geholt.

Schon 2011 wurde in São Paulo ein “Straight Pride Day” in Betracht gezogen, allerdings kippte der damalige Bürgermeister Gilberto Kassab das Vorhaben nach viel negativer Publicity.

Anfang November 2021 schlug die Bolsonaro-nahe Landtagsabgeordnete Alana Passos im Bundesstaat Rio de Janeiro einen solchen Tag vor. Und im Bundesstaat Paraíba ist, ähnlich wie in Cuiabá, ein entsprechendes Vorhaben schon in erster Lesung durchgekommen. Ein Stadtrat in Goiânia, der Hauptstadt des Bundesstaates Goiás, schlug dem Beispiel Cuiabás folgend Ende Dezember ebenfalls einen “Tag des Hetero-Stolzes” vor. 

Brasilien Präsident Bolsonaro

Präsident Jair Bolsonaro – Beflügelt er Fantasien von einem “Tag des Hetero-Stolzes”?

Zeitlich fällt das Wiederaufgreifen dieser Idee in die Präsidentschaft Jair Bolsonaros – wohl kein Zufall. Denn auch wenn er sich bislang nicht zur Möglichkeit eines solchen Jahrestags, gegebenenfalls auch auf nationaler Ebene, geäußert hat: Bekannt für homophobe Ansichten ist er allemal. 

So sagte er etwa einmal in einem Interview, er ziehe es vor, sein Sohn sterbe bei einem Autounfall, als dass er homosexuell sei. Der Rechtspopulist hat zudem versucht, Filmen mit LGBTQ-Themen die öffentliche Finanzierung zu entziehen und angekündigt, Erwähnungen von Homosexualität aus Schulbüchern zu streichen.

“Kein vergleichbares System gegen Heterosexualität”

Der kanadische Sozialwissenschaftler Amin Ghaziani forscht schon lange zu Sexualität in der Gesellschaft. In einem Artikel der Los Angeles Times schreibt er, dass Homosexuellen zwar mittlerweile oft “formelle Rechte” zugestanden würden. Doch entgegen der eigenen Selbstwahrnehmung hätten große Teile der Gesellschaft trotzdem noch Vorurteile; den Kuss eines homosexuellen Paares in der Öffentlichkeit zum Beispiel würden viele dann schon wieder nicht sehen wollen. Und manche fühlten sich eben auch regelrecht bedroht. 

Brasilien Schwules Liebespaar auf einem Musikfestival

Ein schwules Paar küsst sich auf einem Musikfestival in Rio de Janeiro

Gegenüber der Deutschen Welle erklärt Ghaziani: “Die Behauptung, man bräuchte einen Tag des Hetero-Stolzes, ist nicht überzeugend, weil es kein [mit Homophobie, Anm. d. Red.] vergleichbares kulturelles System gibt, das sich gegen Heterosexualität richtet.”

“Straight Pride”-Ideen zeugen dem Professor der University of British Columbia zufolge von “einem erschreckenden Mangel an Verständnis dafür, dass Heterosexismus [die Annahme, Heterosexualität sei die überlegene oder "natürliche" Form menschlicher Sexualität, Anm. d. Red.] und Homophobie institutionelle Systeme der Ungleichheit sind, die einseitig in eine Richtung wirken”. 

Brasilien: Gefährliches Land für Transpersonen

In Brasilien tritt die Diskrepanz zwischen einem angeblichen “heterophoben Massenprojekt zur Zerstörung der Mentalität unserer Kinder” – so Alana Passos, die den Tag des Hetero-Stolzes in Rio de Janeiro vorantreibt – und einer in Wahrheit in großen Teilen tiefreligiösen und transfeindlichen Gesellschaft besonders deutlich zutage. 

Brasilien Heiligenbild mit Jesus an der Wand

Jesus hängt bei vielen Brasilianerinnen und Brasilianern an der Wand

So hielt Brasilien im Jahr 2020 wieder einmal den traurigen Rekord, das tödlichste Land für Trans-Personen zu sein. 184 Morde zählte die NGO “Associação Nacional de Travestis e Transexuais” (ANTRA). Für 2021 liegen erst Zahlen für die erste Jahreshälfte vor; da waren es auch schon 89 Morde.

Das Umfrageinstitut Datafolha erhob kürzlich: 41 Prozent finden, homosexuelle Paare in TV-Werbespots sollten verboten sein - um Kinder zu schützen. Die Angst, dass gerade Kinder und Jugendliche durch nicht-heterosexuelles Verhalten auch zu solchem animiert werden könnten, scheint tief verwurzelt zu sein. 

“Homophobe Narrative tief verankert”

Derartige Narrative werden laut Symmy Larrat von ANTRA oft unter dem Deckmantel der Religion verbreitet und seien tief in der Gesellschaft verankert. Über Gesetze und Gerichtsurteile könne man deshalb nur begrenzt etwas verändern. Nichtsdestotrotz müsse ein “Straight Pride Day” verboten werden. Seit 2019 sind Homophobie und Transphobie in Brasilien offiziell als Verbrechen eingestuft, und in diese Kategorie fällt nach Ansicht von Larrat auch ein solcher Tag.

Ob es der “Tag des Hetero-Stolzes” in irgendeiner brasilianischen Stadt oder in einem Bundesstaat durch alle Instanzen schafft, ist ohnehin unklar. Was in jedem Fall bleiben wird, sind die dadurch einmal mehr sichtbar gewordenen gesellschaftlichen Gräben.

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Afghanistan: Frauenrechte im Wandel der Zeit

“Ich habe für Afghanistans Verteidigungsministerium gearbeitet. Ich weiß, welch großem Risiko diese Frauen ausgesetzt sind. Viele haben verzweifelt ein Versteck gesucht, sie haben Todesangst erlitten”, sagt Zarifa Ghafari. Nur wenige Tage nach der Machtübernahme durch die Taliban im September 2021 ist es ihr gelungen, mit ihrer Familie aus Afghanistan nach Deutschland zu fliehen. Alle ihre Kolleginnen im Verteidigungsministerium haben inzwischen aufgehört zu arbeiten, erzählt sie.

Kürzlich hörte Ghafari, wie Freunde über drei Kinder sprachen, die von ihrer Mutter, die sich nicht mehr kümmern konnte, auf der Straße ausgesetzt worden waren. “Warum sollte jemand so etwas tun?”, fragt sie rhetorisch und erklärt, dass viele Frauen einfach keine andere Wahl hätten. Alleinerziehende Mütter sind besonders vom Arbeitsverbot der Taliban für Frauen betroffen.

Das Regime hat Frauen auch verboten, ihr Gesicht in den Medien zu zeigen, Schulen wurden für Mädchen geschlossen, und Frauen dürfen sich ohne männliche Begleitung nicht mehr außerhalb ihres Hauses bewegen.

Frühe Feministinnen in Afghanistan

Dabei waren die Rechte der Frauen den Machthabern in Afghanistan im frühen 20. Jahrhundert ein wichtiges Anliegen, schreibt Huma Ahmed-Ghosh, Professorin am Department of Women’s Studies der Universität von San Diego, in ihrer 2003 erschienenen Studie “A History of Women in Afghanistan: Lessons learnt for the Future”. Frauenrechte erhielten einen Schub, nachdem Amanullah Khan nach der Ermordung seines Vaters Habibullah im Jahr 1919 den Thron bestieg. Im selben Jahr stürzte er die Briten im Dritten Anglo-Afghanischen Krieg.

Das Bild zeigt Amanullah Khan, der 1919 den Thron in Afghanistan übernahm

Setzte sich für die Rechte von Frauen ein: König Amanullah Khan

Amanullah ließ sich von der Modernisierung in der Türkei unter Kemal Atatürk inspirieren und läutete Veränderungen ein, wie die Befürwortung der Monogamie, Bildung für Mädchen und Frauen und die Abschaffung der Ganzkörper-Burka. Auch seine Frau, Königin Soraya, verzichtet auf die Vollverschleierung und trug stattdessen einen breitkrempigen Hut mit einem durchsichtigen Schleier. Amanullah und die Soraya reisten nach Europa und führten in Afghanistan neue Gesetze ein, die ihrer Meinung nach den Frauen zugute kommen würden.

Amanullah änderte Gesetze zugunsten afghanischer Frauen

Die meisten Gesetzesänderungen Amanullahs stießen jedoch auf den heftigen Widerstand von Stammesführern, so dass er gezwungen war, viele seiner Gesetze zurückzunehmen, darunter die Anhebung des Heiratsalters für Frauen von 18 auf 21 Jahre und die Abschaffung der Polygamie. Nach erheblichem Druck seitens der Stammesführer war Amanullah schließlich gezwungen, abzudanken und nach Europa zu fliehen.

Erst nach dem Sturz der Monarchie und der zunehmenden Entwicklungshilfe durch die UdSSR waren Frauen in der Arbeitswelt gefragt und wählten medizinische und pädagogische Berufe. In den 1970er Jahren wurden weitere Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Mädchen ergriffen, darunter die Anhebung des Heiratsalters für Frauen und die Einführung der Schulpflicht.

Doch auch dies führte zu einer massiven Gegenreaktion seitens religiöser Stammesgruppen. Der anschließende Aufstieg der Mudschaheddin und später der Taliban führte dazu, dass sich traditionelle islamische Regeln und die Beschränkung der Frauen auf ihre Häuser wieder durchsetzten. Frauen aus konservativen Gemeinschaften empfanden zudem westliche, moderne Einflüsse als “korrupt”, schreibt Ahmed-Ghosh in ihrer Untersuchung.

Afghanistans Frauen müssen im Haus arbeiten

Auch heute noch sei Afghanistan eine patriarchalische Gesellschaft, vor allem in ländlichen Gebieten, sagt Ökonomin Britta Rude, die sich mit Ungleichheit in Afghanistan beschäftigt und am ifo Zentrum für internationale Institutionenvergleiche und Migrationsforschung in München forscht.

 Ökonomin Britta Rude

Ökonomin Britta Rude

“Frauen, die außerhalb des Hauses arbeiten, gelten in den Augen der afghanischen Konservativen als nicht angemessen”, fügt Rude hinzu. ”Es gibt eine sehr traditionelle Arbeitsteilung. Frauen erledigen die ganze Arbeit im Haushalt, während Männer außer Haus arbeiten. Frauen kümmern sich außerdem um Kinder und ältere Menschen.”

Diese Rollenverteilung wird von den afghanischen Männern immer noch weitgehend akzeptiert und sogar bevorzugt. Nur 15 Prozent der afghanischen Männer sind der Meinung, dass es Frauen erlaubt sein sollte, nach der Heirat zu arbeiten, und Zweidrittel beklagen, dass afghanische Frauen “zu viele Rechte” hätten, so eine von UN Women und Promundo durchgeführte Studie aus dem Jahr 2019, die von der Agentur Reuters zusammengefasst wurde. (Anm. d. R.: Da die Identität der afghanischen Frauen derzeit geschützt werden muss, wurde die Originalstudie auf Wunsch von UN Women vorübergehend aus dem Internet entfernt.)

Idee der “Ehre” wirkt sich negativ auf Frauen aus

Darüber hinaus habe die Idee der “Ehre” auch Auswirkungen auf afghanische Frauen, erklärt Rude und ergänzt, dass das Gemeinschaftsgefühl von größter Bedeutung sei. ”Wenn eine Frau zum Beispiel etwas tut, das nicht mit den Werten und Normen dieser Gemeinschaft übereinstimmt, kann das den Ruf der gesamten Familie schädigen. Deshalb achten sie so sehr auf das Verhalten der Frauen und versuchen, es zu beeinflussen”, erklärt Rude. ”Die Normen und Werte werden von den Männern vorgegeben, und die Frauen sollen die Regeln befolgen. Sobald eine Frau davon abweicht, kann das die Ehre der Familie beeinträchtigen. Das ist auch der Grund, warum es in Afghanistan immer noch Ehrenmorde gibt”, sagt sie.

Ethnische Stämme und Gemeinschaften hätten zudem oft auch ihre eigenen formellen “Urteile” zu vermeintlichen Verbrechen und Vergehen. “Sie setzen die Gesetze der Regierung – wie die gegen Ehrenmorde – außer Kraft und verhängen ihre eigenen Strafen”, so Rude.

Keine Hoffnung für die nahe Zukunft

Für Zarifa Ghafari stehen die frauenfeindlichen Stammesgesetze und die aktuellen Entwicklungen unter den Taliban im krassen Gegensatz zu ihrer Vorstellung von der afghanischen Kultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts. “Die afghanische Kultur war vor den Jahren des Krieges wunderschön”, sagt sie, es seien gute Zeiten für Frauen gewesen. Ghafari erzählt von ihrer Großmutter, die heute fast 100 Jahre alt wäre und die ihr oft Geschichten aus ihrer Jugendzeit erzählte, als Frauen zur Universität gehen und alle Kleider tragen durften, die sie wollten.

Deutschland I Laschet trifft geflohene Frauenrechtlerin Zarifa Ghafari

Mit 27 wurde Zarifa Ghafari eine der jüngsten Bürgermeisterinnen Afghanistans.

“Die afghanische Kultur ist die Kultur von Malala Maiwandi, die Kultur von Rabia Balkhi”, sagt Ghafari. Maiwandi war eine Journalistin, die 2020 in Jalalabad von Bewaffneten getötet wurde; Balkhi war eine Dichterin aus dem 10. Jahrhundert, die sich umbrachte, nachdem sie von ihrem Sklavenliebhaber getrennt worden war, den sie nicht heiraten durfte. “Das ist meine Kultur”, betont Ghafari.

Taliban verpflichten Frauen, sich zu verschleiern

In der islamischen Kultur gehe es, im Gegensatz zu den strengen Anweisungen der Taliban, beim Tragen des Hidschab darum, dass man sich wohlfühle, erklärt sie. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete Anfang Januar, dass die Religionspolizei der Taliban in ganz Kabul Plakate aufgehängt hat, auf denen Frauen aufgefordert werden, sich zu verschleiern. Obwohl die Plakate auf die Pflicht zum Tragen des Hidschabs hinweisen, zeigen sie das Foto einer gesichtsverschleiernden Burka, was als weiteres Zeichen für die schleichenden Einschränkungen gewertet wird.

Das Bild zeigt die Historikerin Bahar Jalal in farbenfrohem Gewand, sei startete 2021 die Twitter-Kampagne #DoNotTouchMyClothes.

Traditionelle afghanische Kleidung für Frauen ist farbenfroh: Die Historikerin Bahar Jalali startete 2021 die Twitter-Kampagne #DoNotTouchMyClothes

Gegenwärtig besteht wenig Hoffnung, dass sich die Lage bessert, da die Taliban ihre ursprünglichen Versprechen in Bezug auf die Rechte der Frauen nicht eingelöst haben. Ghafari sieht den einzigen Ausweg darin, die internationale Gemeinschaft von der Dringlichkeit der Situation zu überzeugen und die Taliban unter diplomatischen Druck zu setzen, damit sie ihre Versprechen einhalten.

Adaption aus dem Englischen: Paula Rösler 

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Ingrid Betancourts politisches Comeback

Zwanzig Jahre sind gar nichts, heißt es in einem berühmten Tango von Carlos Gardel. In der Politik ist dies jedoch eine ewig lange Zeit, vor allem in einem Land wie Kolumbien, das in der Zwischenzeit einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg beendet, einen Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen geschlossen hat und noch immer den mühsamen Prozess der praktischen Umsetzung durchläuft. Auch im Leben von Ingrid Betancourt sind diese 20 Jahre nicht einfach so vorübergegangen, denn sie hat die meiste Zeit davon in Frankreich gelebt und sich aus der Politik zurückgezogen, wenn auch nicht ganz: Sie hat sich weiterhin für die Opfer von Gewalt eingesetzt, schrieb Bücher und nahm an Konferenzen teil.

Jetzt will die heute 60-Jährige den Kreis schließen, der vor zwei Jahrzehnten begann, als ihre Präsidentschaftskandidatur durch eine sechs Jahre andauernde Entführung durch die FARC-Rebellen abrupt unterbrochen wurde – eine Entführung, die sie zur international bekanntesten Geisel der kolumbianischen Guerilla machte.

Kolumbien FARC | Ingrid Betancourt

Ein Bild, das damals um die Welt ging: Ingrid Betancourt während ihrer Zeit in der Gefangenschaft der FARC-Rebellen 2007

Ingrid Betancourt wurde inzwischen mit internationalen Auszeichnungen wie dem französischen Orden der Ehrenlegion und dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis geehrt; nun kehrt sie auf die Wahlliste zurück. Und sie tut dies in einem Klima politischer Unsicherheit, mit einem rechten Flügel, der sich gerade neu organisiert, und einem linken Flügel, der in den Umfragen zwar führt, aber stagniert. Betancourt hat diese Woche ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen am 29. Mai für das Wahlbündnis Centro Esperanza verkündet. Sie hofft, in einem stark polarisierten Land eine Option fernab der Extreme von rechts und links anbieten zu können.

Ein anderes Kolumbien 

Ariel Ávila, Politikwissenschaftler und stellvertretender Direktor der kolumbianischen Stiftung Pares (Frieden und Versöhnung), ist der Meinung, dass Betancourt ihre Entscheidung zu spät getroffen hat, da es bereits andere Kandidaten gibt, die ihre Positionen im Wahlkampf festigen. Außerdem hat Betancourt seiner Meinung nach durch ihre lange Abwesenheit von der nationalen politischen Bühne an Bedeutung verloren. 

“Wenn Sie heute einen 25-jährigen Jugendlichen nach ihr fragen, sagt er: ‘Ach ja, die, die entführt wurde’. Das ist alles, was man hört”, sagt der Politikwissenschaftler und betont, dass sich das Land bereits in einer anderen Debatte, in einer anderen Situation befindet. “Die kolumbianische Gesellschaft denkt heute über Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Korruptionsbekämpfung und der Flächennutzung nach”, erklärt er gegenüber der DW.

Kolumbien Proteste gegen Regierung

2021 protestierten zehntausende Kolumbianer gegen die soziale Ungerechtigkeit im Land

Zu Beginn des Jahrhunderts erlangte sie einen hohen Bekanntheitsgrad, als sie sich mit prominenten Persönlichkeiten anlegte und mit ihrer liberalen Partei brach, um die erste grüne Partei Kolumbiens zu gründen, die Partido Verde Oxigeno (“Partei Grüner Sauerstoff”).

“Sie hatte in der Vergangenheit drei politische Ziele, mit denen sie ihrer Zeit voraus war. Erstens war sie Umweltschützerin, zweitens eine führende Vertreterin der Korruptionsbekämpfung und drittens eine Kandidatin, die die Suche nach einem Verhandlungsfrieden unterstützte”, so Jorge Restrepo, Direktor des CERAC (Centro de Recursos para el Análisis de Conflictos) und Professor an der Päpstlichen Universität Xaveriana, gegenüber der DW.

Moralische Autorität

“Ich würde sagen, dass sie als Opfer des bewaffneten Konflikts eine große Glaubwürdigkeit und eine große moralische Autorität besitzt”, sagt Restrepo und betont, dass “sie eine Symbolfigur ist, die für die nationale Versöhnung wertvoller sein könnte als ein ideologischer, kämpferischer Anführer”. Restrepo stimmt mit Ávila darin überein, dass die wirtschaftliche und soziale Lage den Kolumbianern derzeit die größten Sorgen bereitet, und obwohl “das Thema Frieden präsent ist, wird es im Wahlkampf nicht entscheidend sein”.

Beide Analysten merken an, dass inzwischen andere Persönlichkeiten in Kolumbien ins Rampenlicht getreten sind, und glauben, dass es für Betancourt in den wenigen Monaten, die ihr bis zu den Wahlen bleiben, sehr schwierig sein wird, diese Situation umzukehren. Dennoch hat sich Ingrid Betancourt auch aus dem Ausland heraus immer wieder bei nationalen Ereignissen eingemischt und bei ihren sporadischen Besuchen im Land nicht darauf verzichtet, ihre Meinung zu äußern. Bei den Wahlen 2018 unterstützte sie zum Beispiel offen den Linkskandidaten Gustavo Petro, der dann aber Iván Duque unterlag.

Faktor Frau

Nun ist sie es, die sich um die Präsidentschaft bewirbt. “Ich glaube, sie weiß, dass es für sie schwierig sein wird, zu gewinnen. Eher möglich wäre eine Vizepräsidentschaft”, sagt Ariel Ávila, obwohl er die Bedeutung ihrer Arbeit beim Schmieden des Wahlbündnisses Centro Esperanza anerkennt. “Sie wird eine Schlüsselrolle als Vermittlerin spielen, eine sehr wichtige Rolle als Verbindungsglied in der Koalition der Mitte und als Brücke für eine große alternative Koalition im zweiten Wahlgang”, prognostiziert er. Ihr Einstieg ins Rennen bringt auf jeden Fall ein neues Gesicht in den Wahlkampf und könnte die weibliche Wählerschaft mit einer Botschaft der Gleichberechtigung mobilisieren. Beide Analysten sind sich einig: Einer ihrer größten Trümpfe ist gerade die Tatsache, dass sie eine Frau ist.

Eine Frau, die Jorge Restrepo als “furchtlos” beschreibt. Vor zwanzig Jahren waren ihr Mut und ihre schnörkellose Haltung zur Politik nicht unumstritten. Aber die Zeit hat auch bei ihr ihre Spuren hinterlassen. Für den Direktor von CERAC ist “Ingrid Betancourt als politische Führungspersönlichkeit und als öffentliche Person in Kolumbien heute eine ganz andere Person als vor ihrer Entführung. Heute sehe ich sie als viel ruhigere und versöhnlichere Persönlichkeit und als Stimme für die Opfer von Gewalt.”

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Neuseeland: Keine Hochzeit wegen Omikron

Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern hat wegen eines Ausbruchs der Omikron-Variante die Corona-Maßnahmen im Land verschärft und damit gleichzeitig ihre eigene Hochzeit abblasen müssen. “Meine Hochzeit wird nicht stattfinden”, sagte sie nach der Verkündung der neuen Restriktionen.

Neuseeland ist in der Corona-Pandemie von Anfang an einen sehr strikten Kurs gefahren. Nun erlebte das Land einen vergleichsweise kleinen Ausbruch der Omikron-Variante: Neun Mitglieder einer Familie infizierten sich mit dem hochansteckenden Virus, als sie zu einer Hochzeit in einer anderen Stadt reisten. Auch ein Flugbegleiter in dem von ihnen genutzten Flugzeug wurde positiv getestet. Und wieder wird schnell reagiert.

“So ist das Leben”

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu unterbinden, soll das Maskentragen wieder ausgeweitet und die Zahl von Menschen bei Versammlungen auf maximal 100 reduziert werden. Deshalb habe sie auch die Hochzeit mit ihrem Verlobten Clarke Gayford verschoben, sagte Ardern. Termin und Ort des Ereignisses waren bisher nicht bekannt, ebensowenig wie der neue Termin. “So ist das Leben halt”, antwortete sie auf eine Frage zu ihren Gefühlen wegen der Verschiebung. “Es geht mir auch nicht anders, wenn ich das sagen darf, als tausenden von Neuseeländern, die noch schlimmere Auswirkungen der Pandemie erlebten.”

In Neuseeland wurden unter den knapp fünf Millionen Einwohnern bisher rund 15.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, 52 Menschen starben.

fab/sti (dpa, afp, rtr)

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"Komplott des Kremls" in der Ukraine?

Russlands Geheimdienste seien im Rahmen von Invasionsplänen in Kontakt mit mehreren ehemaligen Politikern der Ukraine, erklärte das britische Außenministerium. “Uns liegen Informationen vor, die darauf hindeuten, dass die russische Regierung versucht, eine pro-russische Führung in Kiew zu etablieren, während sie erwägt, ob sie in die Ukraine einmarschieren und sie besetzen soll.” Man habe Informationen, dass die russische Regierung den ehemaligen ukrainischen Abgeordneten Jewgenij Murajew als möglichen Kandidaten an der Spitze einer pro-russischen Führung in Kiew in Betracht ziehe, so das Außenministerium in London weiter.

“Wir werden das Komplott des Kremls nicht tolerieren”, schrieb die britische Außenministerin Liz Truss auf Twitter. Die russische Regierung wisse, dass ein militärischer Einmarsch ein großer strategischer Fehler wäre und dass das Vereinigte Königreich und seine Partner Russland einen hohen Preis auferlegen würden.

Die US-Regierung erklärte als Reaktion auf die Mutmaßungen aus London: “Diese Art der Verschwörung ist zutiefst beunruhigend.” Das ukrainische Volk habe das souveräne Recht, seine eigene Zukunft zu bestimmen, erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten, Emily Horne. Die Vereinigten Staaten stünden “an der Seite der demokratisch gewählten Partner in der Ukraine”.

“Desinformation”

Der vom Außenministerium in London erwähnte Jewgenij Murajew wies die Vorwürfe zurück. Diese seien “nicht sehr logisch. Ich bin aus Russland verbannt. Nicht nur das, auch das Geld der Firma meines Vaters wurde konfisziert”, sagte Murajew der britischen Zeitung “The Observer”.

Das russische Außenministerium sprach von einer gezielten “Desinformation”. Sie sei ein “weiteres Zeichen, dass es die von den angelsächsischen Nationen angeführten NATO-Mitglieder sind, welche die Spannungen um die Ukraine verschärfen”, twitterte das Ministerium in Moskau. “Wir fordern das Außenamt auf, die Verbreitung von Unsinn zu stoppen.”

wa/ack (rtr, afp, dpa)

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Corona-Expertenrat macht sich Sorgen

Wenn infolge eines weiteren Anstiegs der Inzidenzen in Deutschland eine zu hohe Hospitalisierungsrate erreicht werde, könnten weitergehende Maßnahmen zur Infektionskontrolle künftig notwendig werden, schreibt der Corona-Expertenrat in einer einstimmig verabschiedeten Stellungnahme, die von der Bundesregierung veröffentlicht wurde. Diese Maßnahmen “sollten daher jetzt so vorbereitet werden, dass sie ohne Verzögerung umgesetzt werden können”. Zudem fordern die 19 Ratsmitglieder unter Verweis auf das “hochdynamische Infektionsgeschehen” eine “strikte Umsetzung der bisherigen Maßnahmen”.

Durch bestehende Kontaktreduktionen und das besonnene Verhalten der Bürger sei der international beobachtete steile Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland zunächst verlangsamt worden, glauben die Fachleute. Der Expertenrat erwartet dennoch, in der Spitze könnten auch hierzulande Sieben-Tages-Inzidenzen “von mehreren Tausend regional erreicht werden”. Das Ausmaß der Klinikbelastung werde entscheidend von den Inzidenzen bei ungeimpften Erwachsenen und den über 50-Jährigen abhängen. Noch seien diese vergleichsweise niedrig, es seien aber Infektionen in die Gruppe der Älteren getragen worden.

“Gefährdung der medizinischen Versorgung”

Durch die Ausbreitung der Omikron-Virusvariante sei mit “sehr vielen” neuen Corona-Patienten in den Krankenhäusern zu rechnen, so die Einschätzung des Expertenrates. Zusammen mit dem Ausfall infizierten Personals werde es zumindest regional zu einer Einschränkung der Gesundheitsversorgung kommen, heißt es in einer Passage, die mit “Gefährdung der medizinischen Versorgung” überschrieben ist. Härtere Corona-Maßnahmen waren bisher stets mit der Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems begründet worden.

Deutschland Coronavirus | Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin-Reinickendorf

Der Expertenrat befürchtet, dass viele leere Krankenhausbetten bald wieder belegt sein könnten

Die Hospitalisierungsrate in Deutschland hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt mit 3,77 angegeben. Auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle lag der Wert über 15. Er gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in einer Woche mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gebracht werden. Die Zahl der binnen eines Tages registrierten Neuinfektionen wurde vom RKI am Samstagmorgen mit rund 135.000 angegeben (Inzidenz 772,7). Omikron gilt zwar als hochansteckend, führt im Schnitt zu weniger dramatischen Krankheitsverläufen.

“Licht am Ende des Tunnels”

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert derweil von Bund und Ländern, einen Corona-Lockerungsplan nach Stufen zu entwickeln. Es müsse “bereits jetzt eine Exitstrategie vorbereitet werden”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “In den Nachbarländern können wir verfolgen, dass die Pandemie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht haben wird und dann die Zahlen drastisch und schnell wieder sinken.”

Deutschland Gerd Landsberg Städte- und Gemeindebund

Gerd Landsberg möchte einen Stufenplan für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach schätze, dass dieser Punkt in Deutschland etwa Mitte Februar erreicht sein werde, so Landsberg weiter. “Deshalb wäre es klug, bereits jetzt festzulegen, wann welche Beschränkungen in welcher Reihenfolge unter welchen Voraussetzungen zurückgefahren werden können. Das wäre zugleich ein wichtiges Hoffnungssignal an die Bevölkerung, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt.”

wa/ack (afp, rtr, dpa)

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