Startschuss für Wirtschaftsgemeinschaft AEC

Bei ihrem Gipfeltreffen in Malaysia hatte die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) im November formell die Gründung der Gemeinschaft zum 31. Dezember verkündet. Dabei geht es um mehr Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, kulturellen Austausch und – als Herzstück – um den gemeinsamen Binnenmarkt (AEC).

Die zehn Mitgliedsländer bleiben aber ein lockeres Bündnis aus souveränen Staaten. Sie haben keine länderübergreifenden Behörden nach dem Muster der Europäischen Union und keine Gesetze, die in allen Mitgliedsländern gelten.

Barrieren bleiben

Für den Binnenmarkt sind die Zölle zwar weitgehend abgeschafft. Doch stehen dem geplanten freien Waren- und Dienstleistungsaustausch noch zahlreiche außertarifliche Handelsbarrieren entgegen. Darunter sind etwa unterschiedliche Sicherheitsstandards und Zulassungsbedingungen. Die Freizügigkeit der Arbeitskräfte wird für bestimmte Berufe angestrebt.

ASEAN umfasst zehn Länder in Südostasien mit mehr als 600 Millionen Einwohnern: das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt, Indonesien, den winzigen, aber reichen Stadtstaat Singapur, das kommunistische Vietnam sowie Myanmar, Thailand, die Philippinen, Brunei, Kambodscha, Laos und Malaysia.

dk/sri (rtr, dpa)

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