Hat der DHL-Erpresser wieder zugeschlagen?

Das explosive Päckchen aus der Berliner Bankfiliale steht nach Angaben der Behörden in Zusammenhang mit dem Erpresser des deutschen Paketzustelldienstes DHL. Vor allem die Bauart des Sprengsatzes erinnere an die Bomben, die in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) gefunden worden waren.

Aufmerksamer Mitarbeiter

Am Mittag war der Umschlag von einem Briefträger in der Bank im südlichen Stadtteil Steglitz abgegeben worden. Als ein Bankangestellter ihn öffnen wollte, sah er Drähte und alarmierte die Sicherheitsbehörden. Ein Polizeisprecher sagte: “Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können.” Auf Twitter bestätigte die Polizei eine mutmaßliche Verbindung zum DHL-Erpresser:

Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt. Die Kriminalpolizei untersucht nun, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren finden lassen, um den Absender zu identifizieren.

Nicht das erste Mal

In Potsdam war Anfang Dezember in der Nähe des Weihnachtsmarktes eine Paketbombe in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Darin wurden von DHL mehrere Millionen Euro verlangt. Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden.

fab/ie (dpa, APE)

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