Selbstmordattentat auf US-Botschaft in Montenegro

Wie die Regierung Montenegros via Twitter informierte, hat eine Person mit bislang ungeklärter Identität um kurz nach Mitternacht einen Sprengsatz auf das Gebäude der US-amerikanischen Botschaft geworfen. “Sehr wahrscheinlich handelte es sich um eine Handgranate”, heißt es weiter. Die Person sprengte sich kurz nach dem Anschlag selbst in die Luft. Weitere Personen kamen offenbar nicht zu Schaden.

Laut einem Augenzeugenbericht waren zwei Explosionen in der Nähe des Sportgeländes der Botschaft zu hören. Die Polizei sei schnell vor Ort gewesen und habe den Körper eines Mannes weggetragen, sagte der Zeuge der Nachrichtenagentur AFP.

Die Botschaft warnte US-amerikanische Bürger auf ihrer Webseite, sich dem Botschaftsgelände vorerst nicht zu nähern und die lokalen Medienberichte für weitere Informationen zu verfolgen.

Montenegro mit nur 620 000 Einwohnern steht seit langem zwischen den politischen Fronten. Im letzten Sommer wurde das kleine Land an der Adria in die NATO aufgenommen, obwohl es traditionell sehr enge Beziehungen zu Russland hat. Im Umfeld dieses Beitritts hatte US-Vizepräsident Mike Pence das Land besucht und alle Staaten der Region gedrängt, ihre Beziehungen zu Russland zu lockern, um sich dem Westen zuzuwenden.

jv/kle (rtr, afp, dpa, ap)

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