Boris Becker sieht sich weiter als Diplomat

Boris Becker besteht auf der Echtheit seines Diplomatenpasses aus der Zentralafrikanischen Republik. “Ich habe diesen Pass vom Botschafter erhalten, ich habe mit dem Präsidenten bei vielen Gelegenheiten gesprochen, es war eine offizielle Ernennung”, betonte der dreifache Wimbledon-Sieger im Gespräch mit BBC-Moderator Andrew Marr.

Becker hatte zuletzt versucht, in einem in Großbritannien gegen ihn laufenden Insolvenzverfahren diplomatische Immunität geltend zu machen. Er verwies auf seine Funktion als Sport-Attaché der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik bei der EU in Brüssel.

Der angebliche Diplomatenstatus Beckers hat sich längst zur Posse entwickelt. Nachdem die Botschaft Zentralafrikas in Brüssel noch am Sonntag erklärt hatte, Becker sei vom Präsidenten in den diplomatischen Dienst berufen worden, widerrief ein Sprecher von Staatspräsident Faustin Archange Touadera kurz darauf die Angaben. Außenminister Charles Armel Doubane sprach gar von einer Fälschung und lässt jetzt die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Becker bereit, nach Bangui zu fliegen 

Auf die Frage, ob er bereit wäre, in die Zentralafrikanische Republik zu fliegen, sagte der Ex-Tennisstar, er könne jederzeit gern Bangui, die Hauptstadt, besuchen. Dort würde er “mit den Leuten darüber reden, wie wir vorwärts kommen und wie wir dieses Missverständnis und diese Verwirrung lösen können”. 

se/nob (afp, bbc)

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