Vorsitzender des Samsung-Konzerns verstorben

In seinen letzten Momenten sei seine Familie an seiner Seite gewesen, teilte der Konzern mit. Er würdigte Lee als “wahren Visionär”, dessen Erbe “für immer fortdauern” werde.

Lee ist der Sohn von Samsung-Gründer Lee Byung-chul. Er übernahm 1987 den Firmenvorstand und formte Samsung über die Jahre zu einem der weltweit führenden Konzerne für Technologieprodukte, darunter Mobilfunktelefone sowie zum größten südkoreanischen Firmenkonglomerat. Er galt als der reichste Südkoreaner. Seit den 1990er Jahren geriet Lee Kun-hee wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde mehrmals wegen Bestechung verurteilt, erhielt jedoch stets eine Begnadigung. 

Im Jahr 2014 erlitt Lee Kun-hee jedoch eine Herzattacke und hatte seither gesundheitliche Probleme. Sein Sohn Lee Jae Yong übernahm deshalb in der Praxis die Leitung der Geschäfte und wurde de facto zum Konzernchef.

Der Samsung-Erbe steckt allerdings in erheblichen juristischen Schwierigkeiten. Lee Jae Yong wurde im Zuge eines Bestechungs- und Veruntreuungsskandals im Jahr 2017 zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach einer Berufung kam er jedoch im Jahr darauf frei. Das Oberste Gericht von Südkorea ordnete später einen neuen Prozess gegen den Samsung-Erben wegen dieses Skandals an, der noch nicht abgeschlossen ist. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem weitverzweigten südkoreanischen Korruptionsskandal, der 2017 zum Sturz der früheren Präsidentin Park Geun Hye geführt hatte.

kle/ack (dpa, afp, rtre)

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