Japan ringt auf Schauplatz Indonesien mit China

Am 11. Januar vertrieben drei Marinekreuzer der indonesischen Streitkräfte (Titelfoto) über 50 chinesische Schiffe aus der nördlichen Natuna-See, einem Gebiet zwischen der malaiischen Halbinsel und Borneo. Die Flotte aus Fischern und Küstenwache hatte ihre Netze zwei Wochen lang in einem Seegebiet ausgeworfen, in dem sich die exklusive Wirtschaftszone von Indonesien und das von China beanspruchte Südchinesische Meer innerhalb seiner international nicht anerkannten sogenannten Nine-Dash-Line (“Neun-Striche-Linie”) überlappen. Der Konflikt ist älter: Vor vier Jahren hatte die indonesische Marine ein Fischerboot der Volksrepublik in den Gewässern, die China auch als “traditionelles Fanggebiet” beansprucht, beschossen. Darauf hatte Indonesien im Dezember 2018 eine Militärbasis auf den Natuna-Inseln eröffnet.

Indonesien Jakarta Treffen Präsident Joko Widodo mit Außenminister Japans Toshimitsu Motegi und CEO der SoftBank Masayoshi Son (Biro Pers Sekretariat Presiden/Muchlis Jr)

Auf gute Zusammenarbeit: Japans Außenminister Toshimitsu Motegi und der indonesische Präsident Joko Widodo Anfang Januar in Jakarta

Japanische Investitionsoffensive

Damals wie heute setzt die indonesische Regierung auf Unterstützung aus Japan, um die chinesischen Hoheitsansprüche abzuwehren. Präsident Joko “Jokowi” Widodo und Japans Außenminister Toshimitsu Motegi verständigten sich am 10. Januar in Jakarta auf eine engere Zusammenarbeit “in Bezug auf das Südchinesische Meer”. Motegi versprach Widodo eine technische Unterstützung der indonesischen Küstenwache schon ab diesem Monat sowie neue Kapitalhilfen für die Natuna-Inselgruppe. Im soeben abgelaufenen Jahr hatte Japan Indonesien bereits 22,7 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Fischereihäfen auf sechs Inseln, darunter der Natuna-Gruppe, sowie 7,3 Millionen US-Dollar für einen Fischmarkt auf Natuna zugesagt. Laut Motegi sollen die Bauvorhaben im Februar beginnen.

Eine flankierende Wirkung zu diesen Plänen entfaltet der Vorstoß des japanischen Investors Masayoshi Son, der ebenfalls am 10. Januar mit Widodo zusammenkam. Son bot ihm nach Informationen von Bloomberg eine Investition von 30 bis 40 Milliarden Dollar für die geplante neue indonesische Hauptstadt auf Borneo an. Der Milliardär mit koreanischen Wurzeln wurde bereits in den Lenkungsausschuss für den Städtebau berufen, der in diesem Jahr beginnen soll. Die angebotene Summe ist erstaunlich hoch, denn die Regierung in Jakarta schätzt die gesamten Baukosten nur auf 34 Milliarden US-Dollar. Doch das Angebot von Son wird in Indonesien ernstgenommen: Seine Softbank Group hat über den Mobilitätsanbieter Grab und den Online-Marktplatz Tokopedia bereits vier Milliarden Dollar in Indonesien gesteckt.

Infografik Karte Südchinesisches Meer DE

Die Natuna-See befindet sich zwischen den beiden Teilen Malaysias

Wettbewerb um Einfluss in der Region

Mit diesen privaten und staatlichen Investitionen aus Japan wird Indonesien zu einem neuen Schauplatz des Wettstreits zwischen den Regierungen in Tokio und Peking um Einfluss auf Asien. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Kapitalhilfen für eine bessere Infrastruktur von Straßen über Häfen bis zu Bahnlinien. China setzt dafür seine “Belt and Road”-Initiative (BRI) und die 2016 gegründete “Asiatische Infrastruktur-Investment Bank” (AIIB) ein. Japan antwortet mit seiner „freien und offenen Indopazifik-Strategie” für “hochqualitative Infrastruktur” und benutzt die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in Manila. Mit seiner Strategie will Japan verhindern, dass die großen Seetransportwege Asiens unter chinesische Kontrolle geraten.

In Indonesien gehört Japan schon seit den 1970er und 1980er Jahren zu den größten Investoren und war zuletzt hinter Singapur die Nummer zwei mit 31 Milliarden US-Dollar Gesamtsumme in den vergangenen zehn Jahren. Aber China liegt inzwischen an dritter Stelle, auch dank des Zuschlags für den Bau der 720 Kilometer langen Superschnellzugstrecke zwischen Jakarta und Bandung zum Preis von 5,5 Milliarden Dollar. Bei der Vergabe ging ein japanisches Baukonsortium leer aus. Aber im vergangenen Jahr besänftigte Indonesien die japanische Enttäuschung mit einem Auftrag über 4,2 Milliarden Dollar für eine 436 Kilometer Bahnstrecke zwischen Jakarta und Surabaya. Indonesien ist auch ein wichtiger Absatzmarkt für die japanische Autoindustrie. Allein die Marken der Toyota-Gruppe machten 2019 laut Marktforscher Marklines mehr als die Hälfte der Verkäufe von 940.000 Stück aus.

Peking Abe bei Xi (picture-alliance/dpa/Kyodo)

Verbesserte Beziehungen zu China haben für Japan Priorität.

Tokio will Pekinger Besorgnisse entkräften

Die verstärkte Kooperation mit Japan könnte Indonesien dazu ermutigen, sich stärker gegen Chinas Ausbreitung im Südchinesischen Meer zu stemmen. Denkbar wäre sogar die Entstehung einer gemeinsamen Front der betroffenen Anrainerstaaten entlang der von China gezogenen Neun-Striche-Linie gegen Chinas Expansionsbestrebungen. Eine solche Entwicklung würde allerdings den Bemühungen der Regierung in Tokio um eine Verständigung mit seinem großen asiatischen Rivalen China zuwiderlaufen. Die beiden Großmächte in Ostasien haben sich nach langer Eiszeit in den Beziehungen wieder einander genähert, und zwar als eine Folge der Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA. Im Herbst 2018 besuchte Japans Premier Shinzo Abe Peking, im April soll der Gegenbesuch von Staatspräsident Xi Jinping in Tokio erfolgen.

Außenminister Motegi milderte denn auch vorausschauend die mutmaßliche Verärgerung in China über die japanische Unterstützung für Indonesien ab. Er hoffe auf eine friedliche Lösung des Streits zwischen China und den südostasiatischen Ländern auf der Grundlage des Völkerrechts, sagte der Außenminister am Montag im Parlament. Die Volksrepublik beansprucht etwa 80 Prozent der rohstoffreichen Gewässer im Südchinesischen Meer. In den vergangenen Jahren löste China internationale Proteste aus, als es an mehreren Riffen im Südchinesischen Meer Land aufschüttete und Militärbasen errichtete.

 

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Prinz Harry ist einfach nur traurig

“Als Meghan und ich heirateten, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun”, sagte Harry in einer Rede vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sentebale, die auf dem Instagram-Konto des Paares gepostet wurde. Er fügte hinzu: “Deshalb erfüllt es mich mit großer Traurigkeit, dass es so weit gekommen ist.”

“Königliche Hoheit” – das war einmal

Erst am Samstag hatte das Königshaus mitgeteilt, dass Harry und Meghan vom Frühjahr an auf ihre Titel “Königliche Hoheit” verzichten und keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen werden. Das Paar hatte zuvor bereits selbst angekündigt, sich teilweise zurückzuziehen.

Vorgestellt hatten die beiden sich das Ganze aber anders, wie Harry nun bestätigte. Sie hätten sich nicht leichtfertig dazu entschieden, von ihrer Rolle zurückzutreten. “Es gab aber keine andere Option.” Ihre Hoffnung sei gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. “Leider war das nicht möglich”, sagte der Prinz.

“Lasse alles zurück”

Harry fügte hinzu: “Ich habe das akzeptiert mit dem Wissen, dass es nichts daran ändert, wer ich bin, oder wie entschlossen ich bin.” Er lasse alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Für seine Großmutter, die Queen, habe er den allergrößten Respekt.

Sicher ist auch: Aufwandsentschädigungen vom britischen Steuerzahler werden Harry und Megahn nicht mehr bekommen. Britische Medien gehen aber davon aus, dass Prinz Charles das Paar weiterhin finanziell unterstützen wird.

Arm sieht anders aus

Bislang bekommt Harry regelmäßig Geld aus der “Duchy of Cornwall”, dem Land- und Immobilienbesitz seines Vaters. Das Geld gilt als privat. Doch die beiden nagen auch nicht am Hungertuch. Ihr gemeinsames Vermögen wird auf 18 Millionen Pfund (mehr als 21 Millionen Euro) geschätzt.

Harry und Meghan haben angekündigt, ihre Zeit zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika aufzuteilen. Sie dürften damit vor allem Kanada gemeint haben. Dort nahmen sie über Weihnachten und den Jahreswechsel eine mehrwöchige Auszeit – zusammen mit ihrem Sohn Archie, der im Mai 2019 zur Welt gekommen war. Das Staatsoberhaupt von Kanada ist Queen Elizabeth II.

haz/rb (dpa, rtr, afp)

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Oxfam: Unbezahlte Frauenarbeit macht Reiche reicher

Petra war 50 Jahre alt, als sie ihren Bürojob in Berlin kündigte, um sich eine andere Beschäftigung zu suchen. Doch sie konnte seitdem keine Stelle mehr antreten. Denn ihr Vater wurde krank und sie musste ihn versorgen. Kurz danach brauchte auch ihre Mutter Pflege. Jetzt macht Petra einen Fulltimejob, den sie nicht bezahlt bekommt. “Ich schlafe jetzt sogar weniger als als junge Mutter mit Baby”, sagt sie. Sie könnte ihre Eltern in einem Pflegeheim unterbringen, aber sie wendet ein, sie liebe sie zu sehr, um das zu tun.

“Wenige Menschen machen sich klar, dass es harte Arbeit ist, jemanden zu pflegen”, sagt Christina Schallehn. Sie ist Pflegeberaterin und bietet am Helios-Klinikum in Berlin-Buch kostenlose Pflegekurse an. “Für professionelle Pflegerinnen und Pfleger ist der Job nach acht Stunden erledigt. Für Angehörige ist er eine Rund-um-die-Uhr-Beschäftigung.”

Infografik Arbeitskräfte Mann Frau weltweit unbeschäftigt DE

Solche Pflegekurse sind beliebt in Deutschland, wo 70 Prozent der bedürftigen alten Menschen zu Hause versorgt werden – meistens von weiblichen Angehörigen. Frauen wie Petra verbringen mit Hausarbeit, Kindererziehung und der Fürsorge für ältere Verwandte täglich anderthalb Stunden mehr als Männer. Frauen leisten damit 52 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer – diese Lücke wird als Gender Care Gap bezeichnet.

Frauen verdienen damit nicht nur weniger, sie bekommen auch eine kleinere Rente. Unter den OECD-Ländern weist Deutschland mit 53 Prozent den größten Unterschied in der Altersversorgung von Frauen und Männern auf.

Kochen, Putzen, Pflegen – Basis des Wirtschaftssystems

Noch weit stärker betroffen sind Frauen in den ärmeren Ländern des Globalen Südens. Es gibt weniger Infrastruktur, auf die sie zurückgreifen können, und sie sind seltener in der Lage, sich daheim eine Hilfe und arbeitssparende Haushaltsgeräte zu leisten. Frauen aus armen Vierteln in Uganda, Simbabwe oder Kenia, in Indien oder auf den Philippinen, verbringen im Schnitt ein Jahr Lebenszeit mehr mit Fürsorgeleistungen als Frauen aus wohlhabenderen Familien.

Infografik Arbeitskräfte Mann Frau weltweit Arbeitszeiten DE

Frauen und Mädchen rund um den Globus widmen jeden Tag zwölf Millionen Stunden der Pflege von Angehörigen, der Kindererziehung und dem Haushalt. Wenn diese Arbeit mit dem Mindestlohn des jeweiligen Landes bezahlt würde, entspräche das einer Summe von elf Billionen US-Dollar im Jahr.

Diese Zahlen hat die internationale Entwicklungsorganisation Oxfam errechnet und zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt. Die Studie illustriert, wie sehr Pflegearbeit unterschätzt wird, sagt Ellen Ehmke, Sozialexpertin bei Oxfam. “Der Punkt ist nicht, den Pflegenden diese elf Billionen zu bezahlen. Aber sie müssen aufgrund ihrer Arbeit materiell abgesichert werden, etwa über die Rente. Das sollten wir als Gesellschaft anerkennen und finanzieren.”

Mosambik Kinder tragen gewaschenes Geschirr nach Hause (DW/M. Mueia)

Frauen und Mädchen leisten das Gros der Haus- und Pflegearbeit, nicht nur in Mosambik

“Ohne Hausarbeit, Pflege und Fürsorge würde dieses Wirtschaftssystem gar nicht funktionieren”, fügt Jörn Kalinski hinzu, Leiter der Entwicklungspolitik bei Oxfam. “Es hätte gar keine Grundlage. Und dennoch wird diese Basis nicht wertgeschätzt.”

Unbeachtet und unsichtbar: Die Pflegearbeit von Frauen 

Der Reichtum ist weltweit extrem ungleich verteilt. Die arme Hälfte der Weltbevölkerung besitzt weniger als ein Prozent des Vermögens. Gleichzeitig sind 45 Prozent des Kapitals in den Händen von unter einem Prozent der Bevölkerung konzentriert – das sind 2153 Milliardäre. Und es gibt eine Verbindung zwischen dieser krassen Ungleichheit und der unbezahlten Pflegearbeit der Frauen.

Das Weltwirtschaftssystem ist sexistisch, sagen die Autoren der Oxfam-Studie “Time to Care”. Die Zeit, die Frauen und Mädchen rund um den Globus mit Fürsorgetätigkeiten verbringen, erschwert ihren Zugang zu Bildung und dem Arbeitsmarkt. Sie verdienen weniger oder gar kein Geld und haben geringere Möglichkeiten, finanziell unabhängig zu werden und es zu Wohlstand zu bringen.

Infografik Arbeitskräfte Mann Frau weltweit Mädchen Jungen DE

Ein achtjähriges Mädchen verbringt 30 Prozent mehr Zeit damit, zu Hause zu helfen, als ihr Zwillingsbruder. Der Abstand vergrößert sich auf 50 Prozent, wenn sie zehn Jahre alt wird. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie künftig Hausfrau wird und gar keinen bezahlten Job bekommt, weil ihr schlicht die Zeit für Schule und Ausbildung fehlt. Weltweit stehen 42 Prozent aller Frauen dem Arbeitsmarkt gar nicht zur Verfügung, weil sie unbezahlte Pflege- und Fürsorgearbeit leisten – im Gegensatz zu sechs Prozent der Männer.

Auf der ganzen Welt arbeiten Frauen zu viel und sie leisten ihre Arbeit oft unbezahlt, unbeachtet und unsichtbar, betont Oxfam.

In einer idealen Welt, wie die Wissenschaftler von Oxfam sie beschreiben, könnten die Menschen wählen, ob sie kochen, putzen und Angehörige pflegen wollen – und sie müssten keine Nachteile auf dem Arbeitsmarkt befürchten, egal, wofür sie sich entscheiden. Für Petra in Deutschland könnte das vielleicht möglich werden. Für viele Frauen in anderen Ländern bleibt es ein Wunschtraum.

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Space X: Ein Desaster! Und das ist gut so

“Ich bin superaufgeregt”, sagte Elon Musk, Gründer und Chef der Firma SpaceX. Er freue sich darauf, nach fast einem Jahrzehnt wieder Astronauten in den Orbit zu bringen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat keine Weltraum-Crew mehr von den USA aus gestartet, seit das Space-Shuttle-Programm 2011 beendet worden war. Nun sollen Doug Hurley und Robert Behnken im zweiten Quartal dieses Jahres zur Internationalen Raumstation ISS fliegen können – möglicherweise schon im April.

USA, Florida, Cape Canaveral: Elon Musk, Konzernchef des US-Elektroautohersteller Tesla (picture-alliance/AP/J. Raoux)

Elon Musk: “Das ist einfach super aufregend”

Doch vorher musste die Falcon-9-Rakete noch eine Prüfung bestehen. Am Sonntag war sie planmäßig gestartet, nach nur etwas mehr als einer Minute endete ihr Überschallflug 20 Kilometer über dem Atlantik in einem großen Feuerball. Sekundenbruchteile davor hatte sich die Dragon-Raumkapsel abgesprengt und ihre Besatzung – zwei Puppen in Raumanzügen – in Sicherheit gebracht. Starke Triebwerke beförderten die Kapsel zunächst noch weitere 24 Kilometer in die Höhe um größtmöglichen Abstand zur explodierenden Trägerrakete herzustellen. 

USA, Florida, Cape Canaveral: SpaceX-Rakete explodiert kurz nach dem Start (picture-alliance/J. Cantrell)

Falcon 9: Bilderbuchstart vor der Bilderbuchkatastrophe

Neun Minuten nach dem Start landete die Dragon, durch große Fallschirme gebremst, sicher im Atlantik. Innerhalb von drei Minuten war ein Bergungsschiff vor Ort. Es sei eine “bildschöne, perfekte Mission” gewesen, schwärmte Musk. Er hatte seine eigene Familie zu dem Test des Notfall-Rettungssystems eingeladen.

Wie lange die Astronauten oben bleiben? Steht noch nicht fest.

Kathy Lueders, die zuständige Programm-Managerin der NASA, bezeichnete den gelungenen Startabbruch als “letzten Meilenstein”, bevor Hurley und Behnken zur ISS starten dürften. Ihr Startdatum wird zum Teil davon abhängen, ob sie nur ein bis zwei Wochen oder gar monatelang im Weltraumlabor arbeiten werden. Eine längere Mission würde ein längeres Training vor dem Flug erfordern.

USA, Florida, Cape Canaveral: SpaceX-Rakete explodiert kurz nach dem Start (picture-alliance/AP/J. Raoux)

Die erste Crew für die Dragon-Kapsel: Die NASA-Astronauten Bob Behnken (l) und Doug Hurley

Neben SpaceX hat die NASA auch den Luftfahrtkonzern Boeing damit beauftragt, Weltraumfähren für Astronauten zu bauen. Vergangenen Monate gab es beim “Starliner” von Boeing bei einem wichtigen Test allerdings Probleme: Die unbemannte Kapsel gelangte nach dem Start in eine falsche Umlaufbahn und konnte die ISS nicht erreichen.

rb/haz (ap, dpa, rtr)

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Zehntausende protestieren in Bologna gegen Lega

Eine Woche vor der Regionalwahl in der Emilia Romagna im Nordosten Italiens warnten sie mit Luftballons und Plakaten in Form von Sardinen vor einem Sieg der rechtspopulistischen und fremdenfeindlichen Lega. Die Wahl in der Emilia Romagna am kommenden Sonntag könne zu einem “Wendepunkt in der italienischen Politik” werden, sagte der Sardinen-Mitgründer Mattia Santori der Zeitung “La Repubblica”.

Kippt die Regierung?

Salvini hofft auf einen Sieg in der Region, die seit fast 75 Jahren eine Hochburg der Linken ist. Er setzt darauf, dann die Regierung aus der sozialdemokratischen PD und der Fünf-Sterne-Bewegung in Rom zu Fall zu bringen und Neuwahlen durchzusetzen.

Italien, Bologna: Sardinen-Bewegung (Getty Images/AFP/A. Solaro)

Rund 40.000 kamen, um gegen Salvini und seine Lega aufzustehen

Die Sardinen-Bewegung hatte sich Mitte November als Reaktion auf den Sieg der Lega bei der Regionalwahl in Umbrien formiert. Seitdem mobilisierte die Bewegung zahlreiche Menschen bei Protestzügen in Städten wie Rom, Mailand, Florenz, Neapel und Palermo.

Salvini und seine Lega geben sich betont EU-kritisch und propagieren in der Flüchtlingspolitik ein Konzept der “geschlossenen Häfen”. Schiffe, die im Mittelmeer Flüchtlinge retten, sollen nicht in italienische Häfen einlaufen dürfen. 

haz/rb (afp, dpa, rtr)

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